Delegationsreise stärkt Städtepartnerschaft: Berlin und Windhoek eröffnen Solarzentrum und vertiefen Zusammenarbeit in der beruflichen Bildung
Pressemitteilung vom 27.04.2026
Staatssekretär Michael Biel reist vom 27. bis 29. April 2026 mit einer Delegation der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe nach Windhoek, der Hauptstadt Namibias. Ziel der Reise ist es, die seit über 25 Jahren bestehende Städtepartnerschaft Berlin–Windhoek strukturell zu vertiefen und mit konkreten Projekten in den Bereichen erneuerbare Energien, berufliche Bildung und Kreativwirtschaft weiter auszubauen. Im Mittelpunkt stehen dabei der Ausbau nachhaltiger Energieversorgung, bessere Ausbildungschancen für junge Menschen sowie der Abbau struktureller Hürden für Kooperationen zwischen Kreativschaffenden beider Städte.
Ein zentraler Programmpunkt der Reise ist die feierliche Eröffnung des Projekts „Ein Solarzentrum für Windhoek“, das gemeinsam mit der Stadt Windhoek umgesetzt und von der Berliner Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (BGZ) koordiniert wird. Das Solarzentrum dient als Informations- und Beratungsplattform für erneuerbare Energien, richtet sich insbesondere an Menschen in Stadtquartieren mit unzureichend ausgebauter Infrastruktur und qualifiziert vor Ort sogenannte „Solar Champions“, die Haushalte beim Einsatz von Solartechnologien beraten. Gefördert wird das Vorhaben durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) im Rahmen des NAKOPA-Programms und durch die Landesstelle für Entwicklungszusammenarbeit (LEZ) bei der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe.
Staatssekretär Michael Biel: „Mit dem Solarzentrum in Windhoek zeigen wir, was aus einer über 25-jährigen, gewachsenen Städtepartnerschaft entstehen kann. Wir bringen saubere Energie voran, unterstützen neue Geschäftsmodelle und schaffen zusätzliche Chancen für Unternehmen und Fachkräfte. Projekte wie das Solarzentrum, ‚SkillUp Namibia‘, ‚TalentsBridge‘ der IHK oder die Zusammenarbeit in der Kreativwirtschaft stehen für eine nächste Entwicklungsstufe dieser Partnerschaft. Unsere Städtepartnerschaft ist damit längst zu einer modernen, verlässlichen Arbeitsbeziehung geworden, die wir Schritt für Schritt weiter ausbauen.“
In der beruflichen Bildung nutzt die Delegationsreise bestehende Kooperationen und entwickelt sie als zentrale Zukunftsfelder der Städtepartnerschaft weiter. Ein Runder Tisch der National Training Authority mit dem Projekt „SkillUp Namibia“, zielt darauf ab, benachteiligten Jugendlichen in Namibia praktische und berufliche Fähigkeiten zu vermitteln. Damit sollen sie in Namibia, das eine sehr hohe Jugendarbeitslosigkeit aufweist, bessere Chancen auf Arbeit haben.
Das Fachkräfte-Pilotprojekt „TalentsBridge“ der IHK Berlin plant eine Ausbildung in Namibia nach deutschem System anzubieten, auch um gezielt Fachkräfte für den Berliner Arbeitsmarkt zu gewinnen. In Windhoek wurde für diese Intention ein Ausbildungszentrum aufgebaut.
Ein weiterer Schwerpunkt der Reise ist die Kreativwirtschaft. Aufbauend auf dem von Projekt Zukunft beauftragten Bericht „Mapping Berlin’s Creative Industries in the Context of the Berlin–Windhoek Sister City Partnership“ und den Creative Economy Roundtables in beiden Städten sollen Kooperationen in den Bereichen Film, Musik, Mode und Design weiter vertieft werden. Mit dem Creative Industry Institute Africa (CIIA) in Windhoek steht hierfür ein zentraler Partner zur Verfügung, der als Kreativhub und Netzwerkplattform lokale Akteurinnen und Akteure bündelt. Auf Berliner Seite haben mehrere Kreativschaffende und Verbände ihr Interesse an Zusammenarbeit, Austauschformaten und Co-Produktionen mit Windhoek signalisiert.
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