Chancengleichheit für Gründerinnen: EqualStart Berlin – der GründerinnenBONUS startet
Pressemitteilung vom 22.04.2026
Die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe Berlin stärkt Frauen und ihre innovativen Gründungsideen in Berlin: Mit dem Programm „EqualStart Berlin – der GründerinnenBONUS“, das in dieser Woche gestartet ist, werden Gründerinnen gezielt unterstützt und strukturelle Nachteile abgebaut.
Der Förderaufruf richtet sich an innovative Unternehmen, die überwiegend von Frauen gegründet wurden und über einen Zuwendungsbescheid aus dem GründungsBONUS Plus verfügen. Die Fördersumme beträgt einmalig bis zu 10.000 Euro pro Unternehmen. Als Teil des Berliner Chancenfonds trägt der GründerinnenBONUS dazu bei, die Gleichberechtigung in der Wirtschaft gezielt zu befördern. Insgesamt stehen für das Programm rund 1 Million Euro zur Verfügung.
Franziska Giffey, Bürgermeisterin von Berlin und Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe: „Manchmal ist es notwendig, Ungleiches ungleich zu behandeln, damit Gerechtigkeit erreicht wird. Frauen in der Gründerszene sind noch immer tradierten Rollenbildern ausgesetzt und haben oft erschwerten Zugang zu Netzwerken und Finanzierungsmöglichkeiten. Mit dem GründerinnenBONUS begegnen wir diesen strukturellen Hürden und Unterschieden und unterstützen Gründerinnen dabei, ihre innovativen Ideen erfolgreich umzusetzen. Damit schaffen wir nicht nur mehr Chancengleichheit, sondern stärken auch unsere Berliner Wirtschaft, die von ihrer Vielfalt lebt. Wir sind überzeugt: Gemischte Teams sind erfolgreicher. Darauf setzen wir.“
Mit dem GründerinnenBONUS setzt das Land Berlin gezielt dort an, wo Gründerinnen bislang benachteiligt sind: Der Anteil weiblicher Gründungen in Berlin entwickelt sich zwar positiv – im Jahr 2025 lag er bei 36 Prozent (2023: 33,6 Prozent) –, dennoch bestehen weiterhin deutliche Ungleichheiten, insbesondere beim Zugang zu Kapital und Netzwerken.
Das zeigt sich insbesondere bei der Verteilung von Risikokapital: Zwar stiegen die Gesamtinvestitionen in deutsche Startups im Jahr 2025 deutlich auf rund 8,4 Milliarden Euro (Quelle: EY Startup-Barometer Deutschland 2026), der Gender Investment Gap hat sich im Vergleich zum Vorjahr jedoch vergrößert. Bei den Startup-Finanzierungen mit bekannten Gründungsteams flossen lediglich 53 Millionen Euro – rund ein Prozent des Gesamtvolumens – an Startups mit ausschließlich Gründerinnen. Weitere 433 Millionen Euro, rund 5 Prozent, gingen an gemischte Teams. Demgegenüber vereinten rein männliche Teams rund 94 Prozent der Investitionen auf sich, was etwa 7,35 Milliarden Euro entspricht (Quelle: EY Startup-Barometer Deutschland 2026: Gründerinnen und Gründer).
Vor diesem Hintergrund setzt der GründerinnenBONUS ein klares Signal für mehr Chancengleichheit und bessere Startbedingungen für Gründerinnen. Die Antragstellung ist ab sofort möglich. Förderanträge können bis zum 31. Oktober 2027 eingereicht werden.
Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe
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