Digitalisierungsschub in der Verwaltung für die Wirtschaft: Senatorin Giffey zieht Bilanz für 2025
Pressemitteilung vom 01.12.2025
Ein Jahr nach der Vorstellung des „Aktionskonzepts zur Digitalisierung der Verwaltung für die Wirtschaft 2024–2026“ zieht die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe eine positive Bilanz. Die Umsetzung in vielen Bereichen kommt schneller voran als geplant – sowohl beim Ausbau der digitalen Verwaltungsservices für Unternehmen als auch bei der Verbesserung der digitalen Infrastruktur. Zugleich wird die Berliner Wirtschaft bei ihrer eigenen digitalen Transformation mit neuen Angeboten unterstützt.
Der Digitale Wirtschaftsservice DIWI ist eine zentrale Säule der Digitalisierungsstrategie. Bereits jetzt stehen 459 digitale Leistungen zur Verfügung. Damit ist die ursprünglich gesetzte Zielmarke von 301 Leistungen bis Ende 2025 deutlich übertroffen (Ende 2024: 83). Und die Nachfrage ist da: Bis Oktober wurden 78.156 Gewerbemeldungen (An-, Um- und Abmeldungen) online durchgeführt (im gesamten Jahr 2024: 82.834), 1.203 ausländische Berufsanerkennungen (2024: 732) und 925 Gaststättenanträge (2024: 362). Ab 2026 können die Dienstleistungen außerdem mit PayPal bezahlt werden. Dafür schließen alle Bezirke gerade die technische Anbindung ab.
Mit dem Start des DIWI-Chatbots am 1. Dezember 2025 wird der DIWI noch benutzerfreundlicher. Der Chatbot ist mehrsprachig, KI-gestützt und auf allen Seiten der Senatswirtschaftsverwaltung integriert. Der DIWI-Chatbot ist auf typische Unternehmensfragen ausgerichtet, wie zum Beispiel die nötigen Schritte bei der Eröffnung eines Restaurants.
Franziska Giffey, Bürgermeisterin und Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe: „Ein Jahr nach dem Start unseres Aktionskonzepts zeigt sich deutlich, wie weit wir bei der Digitalisierung der Verwaltung für die Berliner Wirtschaft bereits gekommen sind. Unsere Gewerbetreibenden, Gründerinnen und Gründer und Fachkräfte aus dem Ausland profitieren von inzwischen über 450 digitalen Leistungen, erheblich vereinfachten Gründungsprozessen und einer Infrastruktur, die mit 5G, Glasfaser und Gigabit hohe Maßstäbe setzt. Der neue KI-gestützte DIWI-Chatbot bietet rund um die Uhr schnelle Unterstützung und mit der Gründungs-App sind wir das erste Bundesland, das Unternehmensgründungen vollständig digital per App ermöglicht. Das ist nicht nur benutzerfreundlich, sondern spart auch wertvolle Zeit.
Diese Entwicklung zeigt: Digitalisierung gelingt, wenn Verwaltung, Wirtschaft und digitale Technologien zusammenkommen und wir Produkte entwickeln, die wirklich am Bedarf orientiert sind. Damit schaffen wir die Rahmenbedingungen für einen leistungsfähigen, innovativen und attraktiven Wirtschaftsstandort Berlin.“
Ende Oktober 2025 wurde ein neues Fachverfahren in den Gewerbeämtern eingeführt, das die Grundlage für das „Digitale Gewerbeamt“ bildet. Schritt für Schritt werden die erforderlichen Schnittstellen aufgebaut, sodass die Abläufe künftig medienbruchfrei gestaltet werden können. Vom Erstkontakt über das ePayment bis hin zur Zustellung der Entscheidung sollen nun alle Prozessschritte sukzessive Ende-zu-Ende-digitalisiert werden.
Bundesweit Vorreiter: Berlin wurde an die Gründerplattform-App der KfW angeschlossen. Die App ermöglicht die digitale Abgabe von Gewerbemeldung (Gewerbeamt) und steuerlicher Anmeldung (Finanzamt) in einem einzigen Schritt, natürlich mit Online-Bezahlfunktion.
Auch beim Ausbau der digitalen Infrastruktur gehen wir weiter voran: Berlin verfügt über eine vollständige 5G-Versorgung aller Haushalte und Verkehrswege. Das Mobilfunkziel der Gigabit-Strategie des Landes Berlin als weitere Säule des Aktionskonzepts konnte damit erfüllt werden. Die Gigabit-Versorgung liegt bei 96 % (Stand Mitte 2025) und der Glasfaserausbau erreicht 44,6 %. Damit liegt Berlin weiterhin über dem Bundesschnitt – bei weiter steigender Ausbaugeschwindigkeit.
Die Digitalagentur Berlin (DAB) stärkt Berliner Unternehmen, insbesondere Kleinst-, klein- und mittelständische Unternehmen, bei ihrer eigenen digitalen Transformation und ihr Bekanntheitsgrad wächst: Mit Stand November 2025 konnten die Neukontakte zur Berliner Wirtschaft gegenüber dem Vorjahr verdoppelt werden (auf 884). Die Zahl der Gespräche hat sich verdreifacht (auf 788). Neu gestartet sind außerdem der CyberSicherheitsCheck für Unternehmen, der zusammen mit der HTW Berlin entwickelte Digitalisierungsnavigator (https://navigator.digitalagentur.berlin/) und das Projekt „Digitallotsen“, das ab 1. Dezember 2025 gemeinsam mit Handel und Gastronomie umgesetzt wird undKMU praxisnah und vor Ort bei Digitalisierungsfragen unterstützt.
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