Das Knowhow von Startups für die Verwaltung nutzen: Neuer Report veröffentlicht
Pressemitteilung vom 22.01.2025
Das Knowhow von Startups für die Verwaltung nutzen: Neuer Report veröffentlicht
Berlin verfügt über Deutschlands größtes Startup Ökosystem und die Hauptstadt will dieses Potenzial noch stärker für die eigene Verwaltung nutzen. Vor allem für die Digitalisierung von Arbeitsprozessen und den Einsatz von Künstlicher Intelligenz bieten Startups viele Möglichkeiten. Welche Best-Practice Beispiele es bereits gibt und welche Barrieren für einen besseren Zugang von Innovationen in die Verwaltung abgebaut werden müssen, fasst nun erstmals der für die Senatswirtschaftsverwaltung erarbeitete Report „Berlin als Standort der Ermöglichung für GovTech- und CivicTech-Startups“ zusammen. Zudem enthält der Report auch Empfehlungen, wie die Zusammenarbeit und der Innovationstransfer erleichtert werden kann.
Vorgeschlagen werden flexiblere Vergabeverfahren sowie der Einsatz von Reallaboren, in denen Startups an konkreten Bedarfen der Verwaltung arbeiten und Lösungen entwickeln können. Auch die Weiterbildung von Beschäftigten gehört dazu, um bereits bestehende Möglichkeiten der Verwaltung im Rahmen der sogenannten innovativen Beschaffung gezielter für die Nutzung von Startup-Expertise zu nutzen. Der von der Berliner Beratungsagentur possible-digital GmbH erstellte Report ist online verfügbar.
“Startups bieten Lösungen, die unsere öffentliche Verwaltung effizienter, bürgernäher und innovativer machen können. Dieses Potenzial wollen wir in Berlin noch besser nutzen. Ein Beispiel ist unsere eigene Senatswirtschaftsverwaltung. Wir bauen unseren Digitalen Wirtschaftsservice DIWI deutlich aus, damit sich die Unternehmen bei notwendigen Verwaltungsakten künftig den Weg ins Amt sparen können. Über 80 wirtschaftsnahe Behördenleistungen für die Wirtschaft sind bereits digital verfügbar, bis Ende des Jahres wollen wir auf insgesamt 300 kommen. Dafür auch die Innovationskraft der Berliner Startups einzusetzen, liegt auf der Hand. Wir werden auch mit dem GovTech Campus enger zusammenarbeiten, um unsere eigenen Arbeitsprozesse zum Beispiel durch Einsatz von KI-Lösungen effizienter zu gestalten und unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu entlasten. Unser Ziel ist klar: Wir wollen eine moderne Verwaltung, von der Bürgerinnen und Bürger und unsere Unternehmen profitieren,“ betont Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey.
Die Erkenntnisse des Reports standen auch im Mittelpunkt des neusten Roundtable Startups, zu dem Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey gemeinsam mit der bitkom und dem Startup Verband regelmäßig einlädt. Unter dem Motto „Innovation trifft Verwaltung“ diskutierten Vertreterinnen und Vertreter der Berliner Startup-Szene auf dem GovTech Campus Berlin über geeignete Maßnahmen, um die Zusammenarbeit zwischen Verwaltung und Start-Ups zu intensivieren und Berlin als Innovationshauptstadt zu stärken.
Nach Angaben der Beratungsagentur KMPG und der startup-map.berlin gibt es in Deutschland aktuell rund 170 GovTech-Startups, von denen 55 in Berlin ihren Sitz haben. Über 40 Berliner Startups kooperieren bereits mit Berlins Landesbetrieben, um öffentliche Dienstleistungen zu verbessern – und es sollen noch mehr werden.
Unter GovTech werden Technologien verstanden, die speziell entwickelt wurden, um staatliche Prozesse und Dienstleistungen zu modernisieren. CivicTech Startups legen ihren Fokus auf digitale Technologien, die Bürgerinnen und Bürger dabei unterstützen, aktiv an politischen Prozessen teilzunehmen.
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Report "Berlin als Standort der Ermöglichung für GovTech- und CivicTech-Startups"
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