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Berlin rettet neun Demokratieprojekte vom Bund

Pressemitteilung vom 02.03.2020

Im vergangenen Jahr hat das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend die Förderstruktur des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ verändert, weshalb verschiedene Berliner Demokratieprojekte ihre Förderung verloren haben.
Insgesamt neun Projekte konnten nun in einer Summe von rd. 900 Tausend EUR gerettet werden. Auch deshalb hatte das Abgeordnetenhaus von Berlin das Landesprogramm gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus von rd. 5,2 Mio. EUR (2019) auf rd. 7,5 Mio. EUR (2020) aufgestockt.

Dazu erklärt Dr. Dirk Behrendt, Senator für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung: „In Zeiten einer wachsenden Gefahr von Rechts in Wort und Tat ist es eine Aufgabe des Staates, erfolgreiche zivilgesellschaftliche Projekte zu retten, wenn deren Förderung zu enden droht. Ich bin dem Abgeordnetenhaus dankbar, dass wir als Land Berlin dazu beitragen können, dass diese wichtigen Projekte weitergeführt werden können.“

Dazu erklärt Nuran Yiğit, Leiterin des Projektes KiDs (Kinder vor Diskriminierung schützen!): „Diskriminierung macht auch nicht vor jungen Kindern halt. Deswegen ist eine spezifische Antidiskriminierungsberatungsstelle, die sich direkt an Kinder richtet, wichtig. KiDs ist einmalig in ganz Deutschland. Umso erfreulicher ist die Tatsache, dass wir unsere Arbeit fortsetzen können.“

Dazu erklärt Timo Reinfrank, Geschäftsführer der Amadeu Antonio Stiftung: „Für viele Projekte stellt sich die Frage, wie sie mit Hass und Hetze im Netz umgehen sollen. Hier setzt das Projekt Civic.net an. Wir unterstützen die Berliner Zivilgesellschaft dabei, sich Hate-Speech im digitalen Raum entgegen zu stellen. Denn die Feinde der Demokratie nutzen und kennen das Internet. Die Verteidiger der Demokratie noch nicht.“

Hier finden Sie die Projekte:

  • Amadeu Antonio Stiftung: Civic.net – Aktiv gegen Hass im Netz
  • Bildungsteam Berlin-Brandenburg e.V.: Bildungsbausteine gegen antimuslimischen Rassismus –für eine demokratische und pluralistische Gesellschaft
  • BildungsBausteine e.V.: Bewegte Vielfalt in Berlin – Deutsch-deutsche Perspektiven auf Antisemitismus, Rassismus und sozioökonomische Deklassierung
  • Dissens e.V.: Schnittstelle Geschlecht / Geschlechterreflektierte Bildung als Prävention von Sexismus, Vielfaltsfeindlichkeit und Rechtsextremismus
  • Devi e.V.: Berliner Berufsschulen und Oberstufenzentren (OSZ) für Demokratie und Vielfalt
  • Internationale Akademie Berlin für innovative Pädagogik, Psychologie und Ökonomie gGmbH (INA) – ista – Institut für den Situationsansatz: KiDs – Kinder vor Diskriminierung schützen
  • Amadeu Antonio Stiftung: Praxisstelle Jugendarbeit gegen Antisemitismus
  • Verein zur Jugendförderung des DGB, Landesbezirk Berlin-Brandenburg, e. V.: Netzwerk für Demokratie und Courage Berlin
  • Xart splitta e.V.: Communities Solidarisch Denken

Hier können Sie sich über die Landesprogramm für Demokratie, Vielfalt und Respekt informieren: https://www.berlin.de/sen/lads/schwerpunkte/rechtsextremismus-rassismus-antisemitismus/landesprogramm/