Altstadt Köpenick

Altstadt Köpenick

Die Köpenicker Altstadt bietet nicht nur mittelalterlichen Charme, sondern auch eine spannende Kriminalgeschichte und ein wunderschönes Schloss.

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    Der Hauptmann von Köpenick
  • Köpenick - Altstadt© Franziska Delenk
    Schloss Köpenick
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    Rathaus Köpenick
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    Backstein-Altbau Alt-Köpenick / Grünstraße
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    Rathaus Köpenick
  • Schloss Köpenick© dpa
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    Schloss Köpenick
Die Köpenicker Altstadt entführt mit kleinen Straßen und alten Gebäuden in die Zeit des Mittelalters. Die Altstadt liegt im Bezirk Treptow-Köpenick und kann auf eine mehr als 800jährige Geschichte zurückblicken. Im Bereich der Altstadt siedelten sich, ähnlich wie in Spandau, früher als anderswo im heutigen Berlin Menschen an, sodass Köpenick auf eine vor das Mittelalter reichende Siedlungsgeschichte verweisen kann. Lange war Köpenick eigeneständig. Erst seit 1920 ist es ein Stadtteil von Berlin.

Idyllische Insel mit Urlaubscharakter

Hier fließen Dahme und Spree zusammen und lassen die Altstadt zu einer idyllischen Insel werden. Im Sommer sitzen an den Ufern der Flüsse zahlreiche Menschen und genießen die angenehme Atmosphäre fern des Großstadtrummels. Ein Bummel vorbei an den kleinen Fachwerkhäusern und den hübschen Geschäften entschleunigt und mit dem Rathaus und dem Schloss Köpenick hat die Altstadt sehenswerte Highlights zu bieten. Wer die Altstadt lieber vom Wasser aus entdecken möchte, kann an der Anlegestelle Köpenick auf einen Ausflugsdampfer steigen.

Der Hauptmann von Köpenick und das Rathaus

Der unangefochtene Star des Stadtbezirks ist der Hauptmann von Köpenick. Besucher begegnen ihm überall in der Altstadt. Der Hauptmann hieß eigentlich Friedrich Wilhelm Voigt und war ein arbeitsloser Schuster. Im Jahre 1906 besetzte er in einer aufsehenerregenden Aktion das Rathaus von Köpenick, ließ den Bürgermeister von ein paar gutgläubigen Soldaten verhaften und machte sich mit der Stadtkasse davon. Zehn Tage später wurde der Hochstapler geschnappt. Eine Bronzestatue des Hauptmanns steht vor dem Eingang des Rathauses. Die Figur des unechten Hauptmanns inspirierte Literatur und Theater zu vielen gleichnamigen Stücken. Das Rathaus selbst wurde im Stil der märkischen Backsteingotik errichtet und gehört zu den schönsten Rathäusern in Berlin. Es steht unter Denkmalschutz.

Schloss Köpenick

Ein noch markanteres Bauwerk der Altstadt ist das Schloss Köpenick. Das wunderschön am Wasser gelegene Schloss ist das bedeutendste erhaltene Schloss aus der Regentschaft der Hohenzollern. Das Schloss wurde 1677 bis 1690 für den Thronfolger des Großen Kurfürsten, Friedrich III., gebaut und blieb seitdem unverändert. Der Stil des holländischen Barock zeigt den prägenden Einfluss der Niederlande zum Ende des 17. Jahrhunderts. Im Inneren des Schlosses beeindrucken kostbare Schätze und Prunkstücke aus dem Schatz der Hohenzollern. Das Schloss beheimatet einen Teil des Kunstgewerbemuseums und zeigt neben Möbeln, Bildteppichen und Kunstgegenständen aus Renaissance, Barock und Rokoko auch komplette Raumvertäfelungen aus Holz aus anderen Schlössern. Insgesamt zeigen 21 Räume wie Bürgerliche und Adelige wohnten. Ein Highlight ist der restaurierte Wappensaal.

Zurück ins Mittelalter im Fischerkiez

Wer die ganz kleinen Gassen mit Kopfsteinpflaster und hübschen mittelalterlichen Häusern sucht, muss sich ein wenig außerhalb der eigentlichen Altstadt im Fischerkiez umsehen. Hier befinden sich die ältesten Häuser Köpenicks, die meisten eingeschossig und wunderschön restauriert. Wer hier spaziert fühlt sich schnell ins Mittelalter zurückversetzt. Nach einem Spaziergang hinunter bis an die Dahme erschließt sich ein freier Blick auf das schöne Schloss Köpenick.

Karte

Aktualisierung: 28. November 2019