Grunewaldturm

Grunewaldturm

Der Grunewaldturm mitten im Berliner Waldgebiet Grunewald ist Denkmal, Aussichtsturm und Ausflugsziel zugleich.

Grunewaldturm

© dpa

Mitten im Wald, hoch über den Ufern der Havel, steht der Grunewaldturm wie ein Kleinod verspielter Backsteinarchitektur. Von der Aussichtsplattform hat man einen herrlichen Rundblick über die Landschaft, und am Fuß des Turms können sich Besucher in einem Restaurant mit Terrasse kulinarisch verwöhnen lassen.

Aussichtsplattform des Grunewaldturms

Der rote Backsteinturm ist 55 Meter hoch und steht auf einem Hügel, dem Karlsberg. Besucher, die die rund 200 Stufen zur überdachten Aussichtsplattform bewältigt haben, befinden sich in 36 Metern Höhe über dem Boden und etwa 86 Meter über dem Wasserspiegel. Weit über die Baumwipfel hinweg reicht der Blick über Havel und Grunewald, bei gutem Wetter schaut man von hier oben bis nach Potsdam.

Geschichte des Grunewaldturms

Gebaut wurde der Turm Ende des 19. Jahrhunderts als Denkmal. Mit einem repräsentativen Aussichtsturm wollte der Kreis Teltow damit den deutschen Kaiser Wilhelm I. anlässlich seines 100. Geburtstags ehren. Noch heute steht sein Marmorstandbild in der Halle und an den Seiten kann man in großen Lettern lesen: "König Wilhelm I. zum Gedächtnis. Der Kreis Teltow baute mich 1897".
Als Architekt verpflichtete der Landkreis Teltow einen zu jener Zeit sehr gefragten Baumeister: den Königlichen Baurat Franz Schwechten, der bereits zahlreiche beeindruckende Bauten geschaffen hatte. So stammte die neuromanische Kaiser Wilhelm Gedächtniskirche in Charlottenburg von ihm, von der heute nur noch die Turmruine als Mahnmal erhalten ist. Er entwarf die Schultheiss-Brauerei in der Schönhauser Allee, Teile davon sind heute die Kulturbrauerei. Auch am Beamtentor, dem Eingang zur AEG-Fabrik in der Brunnenstraße, erkennt man Schwechtens Handschrift.

Fotostrecke

  • Grunewaldturm in Berlin© dpa
    Grunewaldturm

Architektur des Grunewaldturms

Schwechten entwarf den "Kaiser-Wilhelm-Turm" im Stil der sogenannten märkischen Backsteingotik, die von mittelalterlichen Märchenburgen inspiriert war. Nachdem die Kuppe des Karlsbergs gerodet und planiert war, begannen 1897 die Bauarbeiten, am 9. Juni 1899 wurde er feierlich eingeweiht.
Nach dem Zweiten Weltkrieg erfolgte die Umbenennung in Grunewaldturm, 1953 eine erste Sanierung. Ab Oktober 2007 musste der Turm wegen erheblicher Baumängel gesperrt werden und öffnete im April 2011 wieder für den Publikumsverkehr. Am Fuß des Turms können sich Besucher in einem Restaurant mit Terrasse kulinarisch verwöhnen lassen.

Informationen

Adresse
Havelchaussee 61
14193 Berlin
Internetadresse
www.restaurant-grunewaldturm.de
Öffnungszeiten
Täglich ab 10 Uhr
Eintrittspreise
3,- Euro
Restaurant
Das Restaurant ist täglich ab 10 Uhr geöffnet. Weitere Informationen unter Tel. 030 417 20 001.

Nahverkehr

Bus
Herbstliches Berlin
© dpa

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| Aktualisierung: 10. Juli 2018