Fraenkelufer
Bei frühlingshaftem Wetter verbringen zahlreiche Menschen ihre freie Zeit auf und neben dem Wasser am Fraenkelufer.
© dpa
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden am Fraenkelufer in Kreuzberg Häuser mit architektonisch interessanten Fassaden gebaut: Elemente des Jugendstils, des Expressionismus und der Moderne wurden spielerisch verknüpft.
Abriss und Neubau – das war lange die Antwort der Architekten auf die Frage, was mit sanierungsbedürftigen Altbauten nach dem Zweiten Weltkrieg passieren sollte. Aber Ende der 1970er Jahre änderte sich die Stimmung. Mit der Internationalen Bauausstellung (IBA) vollzog sich ein architektonischer Richtungswechsel. Die behutsame Stadterneuerung löste die Kahlschlagsanierung ab. Im Rahmen der IBA wurde auch die Lückenschließung eines Baublocks am Fraenkelufer in Kreuzberg beschlossen.
Neu und Alt harmonieren am Fraenkelufer
Das Architektenehepaar Inken und Hinrich Baller realisierte in den Jahren 1984/85 den Lückenschluss am Fraenkelufer. Die Sanierung und Bebauung des Block 70 am Fraenkelufer gehörte zu den viel beachteten Projekten die IBA. Neben der Sanierung der Altbauten wurden die Baulücken mit zwei Torhäusern geschlossen. Die Entwürfe der Architekten Baller tragen eine ganz eigene Handschrift: In den Fassaden verwoben die Elemente des Jugendstils, des Expressionismus und der Moderne miteinander. Neben den beiden Torhäusern entstanden weitere Neubauten am Fraenkelufer. Auffällig ist besonders das Gebäude mit der Hausnummer 26: Das spitze Dach strebt expressionistisch in den Himmel. Was die Fassade schon vermuten lässt, bestätigt sich im Inneren. Die Wohnungen haben keinen rechten Winkel.
Neue Wohnqualität nach dem Krieg
Mit der Sanierung der Altbauten und den Neubauten sollte die Lebens- und Wohnqualität steigen. Aus diesem Grund wurden die Innenhöfe so angelegt, dass sie den Eindruck einer natürlich gewachsenen Landschaft vermitteln. Nicht zuletzt der Architektur wegen gehört das Fraenkelufer heute zu Berlin beliebtesten Wohngegenden.
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Fraenkelufer 8
10999 Berlin
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Aktualisierung: 17. Juni 2025