Anlässlich des bundesweiten Tags der Städtebauförderung öffnete das Modellprojekt Rathausblock am Samstag, den 9. Mai 2026, von 14.00 bis 17.00 Uhr seine Tore zum ehemaligen Dragonerareal in Berlin-Kreuzberg. Zwischen Mehringdamm und Großbeerenstraße entsteht hier in einem kooperativen und gemeinwohlorientierten Entwicklungsverfahren ein zukunftsweisendes, inklusives und ökologisches Klima-Quartier . Besucher*innen waren eingeladen auf dem „Platz zum Mitmachen“ Initiativen und Vereine kennenzulernen und Neues auszuprobieren.
Bezirksbürgermeisterin Clara Herrmann eröffnete die Veranstaltung offiziell. Anschließend begrüßten Sophia Braun, von der ZusammenStelle, und Ulrike Dannel, Geschäftsführerin der Gebietsbeauftragten S.T.E.R.N. GmbH, die zahlreichen mitwirkenden Vereine und Besucher*innen. Die ZusammenStelle unterstützt die zivilgesellschaftlichen Initiativen in ihrer Selbstorganisation, aber auch neue Menschen und Interessierte dabei, selbst einen Platz in der Zukunftsentwicklung des Rathausblocks zu finden.
Mit seinem umfangreichen Netzwerk organisierte das Team der ZusammenStelle ein vielfältiges Programm auf dem „Platz zum Mitmachen“: Die PingPong-Family war mit einigen Tischtennisplatten vor Ort. Drop In e.V. veranstaltete einen Skate-Workshop und Skate-Wettbewerb für Jugendliche. Das Bündnis Feuer & Flamme beteiligte sich mit einem Keramik-Workshop und versorgte gemeinsam mit Über den Tellerrand e.V. den Platz mit frisch-gebackenen Waffeln und Fladenbrot. Der SC-Banzai e.V. zeigte eine Karate-Vorführung und beim S.C. Lurich 02 e.V. konnten sich Kinder und Erwachsene in Boxen und Stockkampf probieren. Ergänzt wurde das Programm durch ein Bingo und eine Ausstellung zur Gegenwart und Geschichte des Areals vom GLOX e.V. sowie durch Informationen zu künftigen Baumaßnahmen und Beteiligungsformaten der Gebietsbeauftragten S.T.E.R.N. GmbH. Die
Gesellschaft für Sport und Jugendsozialarbeit (GSJ) sammelte junge Stimmen zur Gestaltung der Alten Reithalle. Diese konnte zudem in einer Führung besichtigt werden. Die Alte Reithalle wird vom Amt für Weiterbildung und Kultur und dem Jugendamt kooperativ entwickelt. Bis 2029 entstehen am Standort eine Jugendfreizeiteinrichtung, aber auch Räume für Weiterbildungs- und Kulturangebote für Erwachsene. Am Tag der Städtebauförderung führten Vertreter*innen des Architekturbüros ff-Architekten, des Amts für Weiterbildung und Kultur sowie des Jugendamtes circa 80 Teilnehmer*innen durch das Gebäude und berichteten über die aktuellen Planungen.
Der sommerhafte Tag, die lebendige Mischung aus Sport, Austausch und Mitmachen und das leckere Essensangebot lockten über 200 Besucher*innen an. Sie belebten den zukünftigen Hochhausplatz bis in den Abend und ließen bereits heute erahnen, welches lebendige Quartier hier aktuell entsteht.