Aufgaben und Ziele

Astrid Leicht, Geschäftsführerin von Fixpunkt e. V., führt die Staatssekretärin Emine Demirbüken-Wegner und die Landesdrogenbeauftragte Christine Köhler-Azara durch die Räume der Kontaktstelle
Astrid Leicht, Geschäftsführerin von Fixpunkt e. V., (li), die Landesdrogenbeauftragte Christine Köhler-Azara (m), Staatssekretärin Emine Demirbüken-Wegner (re)
Bild: SenGesSoz

Die Landesdrogenbeauftragte koordiniert alle Angelegenheiten zum Thema Drogen und Sucht in Berlin. Sie begleitet fachliche Belange freier Träger im Sucht- und Drogenbereich und stimmt die Versorgung Suchtkranker sowie die Bedarfsplanung ab. Die Förderung von Maßnahmen freier Träger im Bereich Suchtprävention und Drogenhilfe gehört ebenfalls zu ihren Aufgaben.

Programm der Drogenbeauftragten zur Bekämpfung des Drogenmissbrauchs in Berlin

Seit dem Jahr 1977 gibt es im Land Berlin ein Programm zur Bekämpfung des Drogenmissbrauchs, das durch die jeweilige Landesdrogenbeauftragte bzw. den jeweiligen Landesdrogenbeauftragten koordiniert und umgesetzt wird. Dabei ist
die Trennung der Zuständigkeiten nach Legalität bzw. Illegalität der Drogen seit der Änderung der Geschäftsverteilung des Senats im März 1996 hinfällig.

Das Programm beinhaltet vier Ansatzpunkte:

  1. Präventive Maßnahmen
  2. Niedrigschwellige Angebote wie Streetwork, Übernachtungseinrichtungen, Kontaktläden und Drogenkonsumräume
  3. Hilfen für Abhängige in Form von Beratungs- und Therapieangeboten
  4. Polizeiliche Verfolgung und Ermittlung in der Drogenszene zur Bekämpfung von Handel und Schmuggel

Zuständigkeiten der Drogenbeauftragten außerhalb Berlins

Die Landesdrogenbeauftragte nimmt auch Aufgaben auf nationaler und internationaler Ebene wahr. Zur besseren Koordinierung regionaler Drogenpolitik und Drogenhilfe, der Koordination zwischen Bund und Ländern sowie innerhalb der Europäischen Union ist die Landesdrogenbeauftragte in verschiedenen Gremien vertreten. In diesen Bereich gehören z. B. die Zusammenarbeit mit bundesweit tätigen Organisationen wie der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen e. V., dem Fachverband Drogen- und Suchthilfe e. V. (fdr), und der Weltgesundheitsorganisation WHO.