Suchthilfe

Junger Mann lässt sich von einer Frau beraten
Bild: Alexander Raths / Fotolia.com

Berlin verfügt über ein differenziertes Hilfesystem für Suchtkranke und deren Familienangehörige bzw. Bezugspersonen. Es umfasst auch spezifische Angebote für Kinder und Jugendliche, Frauen, Familien, Migranten, Geflüchtete und Ältere. Da die ambulante Suchthilfe regionalisiert ist, können Betroffene die verschiedenen Hilfe- und Beratungsangebote in der Nähe ihres Wohnorts in Anspruch nehmen.

Das Berliner Drogen- und Suchthilfesystem

Zum Berliner Drogen- und Suchthilfesystem gehören:
  • Regionale Suchthilfedienste:
    • Alkohol- und Medikamentenberatungsstellen
    • Drogenberatungsstellen
    • niedrigschwellige Kontaktangebote
  • Notdienst (24 Stunden erreichbar)
  • Überregionale Spezialangebote der Suchthilfe (z. B. bei Glücksspielsucht bzw. Exzessiver Internetnutzung)
  • Drogenkonsumräume
  • ambulante und stationäre Therapieangebote
  • psychosoziale Betreuung Substituierter
  • betreutes Wohnen für verschiedene Zielgruppen
  • tagesstrukturierende Maßnahmen
  • Maßnahmen zur beruflichen Integration
  • Selbsthilfe
Eine Schlüsselstellung nehmen die regionalen Suchthilfedienste ein, die qualifizierte Beratungen durchführen und auf den Einzelfall abgestimmte weiterführende Maßnahmen vorbereiten und organisieren. Jede Bürgerin und jeder Bürger kann diese wohnortnahen Beratungsangebote kostenfrei und in der Regel ohne lange Wartezeiten nutzen. Der Kontakt zur Beratungsstelle kann auch anonym erfolgen. Durch die bestehende Schweigepflicht in der Einrichtung ist der unbedingt erforderliche Vertrauensschutz gewährleistet. Über die Beratungsstellen bekommen Betroffene auch Zugang zum Netzwerk Frühintervention.

Adressen der Berliner Drogen- und Suchthilfen

Die gemäß der Rechtsvorschriften zu “Therapie statt Strafe” staatlich anerkannten Einrichtungen werden im Amtsblatt für Berlin bekannt gegeben.

Broschüre "Sucht, Drogen - Rat & Hilfe" bestellen

Die Broschüre “Sucht, Drogen – Rat & Hilfe” kann kostenfrei per E-Mail unter broschueresucht@sengpg.berlin.de oder telefonisch unter (030) 9028-2981 bei der für Gesundheit zuständigen Senatsverwaltung angefordert werden (maximal 5 Exemplare). Größere Stückzahlen können nach telefonischer Vereinbarung in der Senatsverwaltung (Oranienstraße 106, 10969 Berlin) abgeholt werden. Die Broschüre ist auch in der Fachstelle für Suchtprävention Berlin gGmbh (Telefon: (030) 2935-2615) und bei der Landesstelle Berlin für Suchtfragen e.V. (Telefon: (030) 3438-9160) erhältlich.

Wegweiser des Berliner Suchthilfesystems

Eine erste Orientierungshilfe für Menschen mit Suchtproblemen (insbesondere illegale Drogen) und deren Bezugspersonen stellt der Wegweiser „Sucht und Drogen – Wer kann helfen?“ dar. Der Wegweiser beinhaltet die Berliner Suchthilfezentren und beschreibt leichtverständlich und komprimiert die Suchtproblematik sowie Zugangswege zum Berliner Suchthilfesystem und Hilfen in akuten Notsituationen. Er ist in Deutsch, Russisch, Farsi, Kurdisch, Arabisch und Türkisch kostenlos erhältlich und kann unter der Telefonnummer: (030) 9028-2103 bestellt werden.

Ergänzend zu dieser kurzen, allgemeinen Übersicht des Berliner Suchthilfesystems gibt es das umfangreiche und detaillierte Adressverzeichnis „Drogen, Rat und Hilfe“.