Suchtprävention

Berliner Schülerinnen und Schüler bei der Eröffnung des Mitmachparcours
Berliner Schülerinnen und Schüler bei der Eröffnung des Mitmachparcours Bild: KARUNA Zukunft für Kinder und Jugendliche in Not e.V.

Zentrales Anliegen der Suchtprävention ist es, den Missbrauch von Suchtmitteln sowie exzessives Spielverhalten zu verhindern oder zumindest deutlich zu reduzieren. Abhängigkeit, Gesundheitsschäden und psychosozialen Problemen durch Nikotin-, Alkohol-, Medikamenten- oder Cannabismissbrauch sowie exzessiver Glücksspiel- oder PC-/Internetnutzung soll vorgebeugt werden.

Leitlinien und Ziele der Suchtprävention in Berlin

Grundlage der Arbeit im Bereich der Suchtprävention sind die vom Berliner Senat verabschiedeten “Leitlinien für die Suchtprävention im Land Berlin”. Sie sind eine Orientierung für alle, die im Land Berlin für Suchtprävention verantwortlich sind oder in der Suchtprävention tätig sind. Die Suchtprävention in Berlin verfolgt gemäß den beschlossenen Leitlinien die folgenden Ziele:

  • bei Kindern: Abstinenz im Hinblick auf jegliche Suchtmittel
  • bei Jugendlichen: Abstinenz von illegalen Drogen und die Entwicklung einer kritischen reflektierten Haltung gegenüber anderen Suchtmitteln
  • bei Jugendlichen oder Erwachsenen mit bereits riskantem Suchtmittelkonsum: rechtzeitige Intervention, um die Verfestigung dieses Verhaltens zu verhindern, ihren Suchtmittelkonsum zu reduzieren und “Suchtkarrieren” rechtzeitig zu stoppen

Leitlinien für die Suchtprävention im Land Berlin

PDF-Dokument (28.8 kB) - Stand: 01.08.2006

Umsetzung der Suchtprävention

Fachstelle für Suchtprävention im Land Berlin

Die zentrale Fachstelle für Suchtprävention will die Wirkung der Suchtprävention stärken sowie vorhandene Ressourcen bündeln und besser vernetzen. Die Fachstelle entwickelt Konzepte und Materialien für die suchtpräventive Arbeit und führt Fortbildungen, Fachtagungen und Projekte durch. Sie bietet außerdem Beratung und Unterstützung für Einrichtungen und Multiplikatoren bei der Konzeptentwicklung, Planung und Durchführung von Maßnahmen in allen für die Suchtprävention relevanten Arbeitsfeldern an. Die von ihr betriebene Informationsstelle ist offen für alle Bürgerinnen und Bürger und stellt Fachliteratur, Broschüren, Filme und mehr Materialien zur Verfügung.

Karuna e. V.

Jugendliche und junge Erwachsene konsummieren am häufigsten die legalen Drogen Tabak und Alkohol sowie die illegale Droge Cannabis. Aus diesem Grund hat Karuna e. V. u. a. zu diesen Themen fünf sehr erfolgreiche Mitmachparcours für Schülergruppen und andere Jugendgruppen entwickelt:
- “Kinderleicht, gesund zu leben” zur universellen Prävention – allgemeine Lebenskompetenzen, Ernährung und Bewegung
- “Rauchst du noch oder lebst du schon?” zur Tabakprävention
- “Volle Pulle Leben auch ohne Alkohol!” zur Alkoholprävention
- “Cannabis denn Sünde sein?” zur Cannabisprävention
- “Einsatz@leben.komm!” zur Prävention von Glückspiel und übermäßigem Internetkonsum
Karuna e. V. hält auch spezielle Angebote für “Straßenkinder” und andere Jugendliche mit riskantem Drogenkonsum vor.

Netzwerk Frühintervention

Das Netzwerk Frühintervention hat Angebote zur frühen Intervention bei Cannabiskonsum und exzessivem Alkoholkonsum eingerichtet. Die regionalen Alkohol- und Drogenberatungsstellen bieten die Frühinterventionsprogramme “FReD” und “Realize it” für Cannabiskonsumenten sowie das Programm zur Reduzierung des Alkoholkonsums “Break” an. Adressen und Telefonnummern der Beratungsstellen finden Sie auf den Internet-Seiten des Netzwerks:

Qualitätsstandards

Bei der Planung und Durchführung von suchtpräventiven Maßnahmen im Land Berlin orientieren sich die Akteure an verschiedenen Qualitätsstandards. Das von der Fachstelle für Suchtprävention im Land Berlin erarbeitete “QISB – Qualitätsinstrument der Suchtprävention in Berlin” finden Sie auf der Seite der Fachstelle. Die von Dr. Hans-Jürgen Hallmann, Ingeborg Holterhoff-Schulte und Christa Merfert-Diete erarbeiteten Qualitätsanforderungen in der Suchtprävention, die als PDF-Datei vorliegen, werden ebenfalls als Orientierungshilfe verwendet. Weitere Informationen zur Qualitätssicherung in der Suchtprävention erhalten Sie beim PrevNet Fachportal der Suchtvorbeugung.

Qualitätsanforderungen in der Suchtprävention

PDF-Dokument (147.0 kB) - Stand: 01/2007