Die Burg

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Friedrich-Wilhelm-Platz 11, 12161 Berlin In Karte anzeigen

Die Geschichte der Burg

Altes Bild von der Burg (früheres aussehen der Burg)
Bild: Die Burg

Der Hamburger Kaufmann von Carstenn kaufte 1865 Gebiete von Lichterfelde und Friedenau auf, um hier Vororte, und damit eine „grüne Lunge“, der stetig wachsenden Großstadt Berlins anzulegen. Von Carstenn plante eine Bebauung der Gebiete im Landhausstil, ähnlich wie im England dieser Zeit.

1884 wird auf dem Grundstück Friedrich-Wilhelm-Platz / Schmargendorfer Straße vom Königlichen Baurat Otto Hoffmann ein Gebäudekomplex zur eigenen Nutzung gebaut. Die architekturgeschichtliche Mischung diverser Baustile ist sowohl an der Außenfassade als auch im Innern zu sehen. Neben deutscher Gotik, englischem und italienischem Landhausstil und Freimaurerornamentik sticht vor allem der Backsteinbau heraus. Nach außen sind die unterschiedlichen Baustile sichtbar vertreten durch Ziertürme, hohe Zinnen, gotische Fenster und Kreuzgewölbe, eisenbeschlagene Türen, Tierplastiken und farbig glasierte Ziegel.

Im Innern der Gebäude finden sich stuckbestückte und holzvertäfelte Zimmer, Treppen und Treppchen, viele Nischen, sowie Erker aus Holz. Die ineinander verschachtelten Räume und Gänge ergeben ein malerisch winkliges Gemäuer mit einem einzigartigen Ambiente.
In den Jahren 1903 und 1911 erfolgten kleinere Umbauten und Erweiterungen an den Gebäuden, die weiterhin von der Familie Hoffmann bewohnt wurden.
Um 1900 wohnte auch Heinrich Lassen, der Architekt der Ceciliengärten, in dem Gebäudekomplex (nach ihm ist der Heinrich-Lassen-Park in Schöneberg benannt).

Nach dem 2. Weltkrieg existierte für kurze Zeit eine Arztpraxis in den Häusern. 1954 wird das Gebäude Friedrich-Wilhelm-Platz 11 vom Bezirksamt Schöneberg übernommen und als Jugendfreizeitheim genutzt. 1967 kommt das Gebäude Schmargendorfer Straße 18 dazu.

Im Jahre 1975 sollte die „Burg“ laut Stadtplanung wegen marodem Bauzustand abgerissen werden und stattdessen ein neues, funktionales Jugendfreizeitheim gebaut werden. Glücklicherweise fiel die Entscheidung zugunsten der „Burg“. Wesentlichen Anteil am Erhalt des Gebäudes hatte der damalige Jugendstadtrat und spätere Bezirksbürgermeister von Schöneberg, Michael Barthel. Eine grundlegende Renovierung und Instandsetzung erfolgte ca. 1978 – 1980. Der Gebäudekomplex sollte nicht aus der Umgebung verschwinden. Das Haus in der Schmargendorfer Straße 18 wurde bis 1985 als Jugendwohnheim genutzt, seit 1986 befindet sich hier das Kinderzentrum „Burg“. Mittlerweile sind beide Einrichtungen zum Kinder- und Jugendzentrum Burg zusammen gewachsen.