Prozess: Sieben Jahre Haft für Tötung eines Babys beantragt

Prozess: Sieben Jahre Haft für Tötung eines Babys beantragt

Sie soll vor mehr als 20 Jahren ihr Baby getötet haben: Im Prozess gegen eine 61-Jährige hat die Staatsanwaltschaft sieben Jahre Haft wegen Totschlags beantragt. Die Verteidigung plädierte auf einen Freispruch, wie eine Sprecherin des Landgerichts Potsdam am Mittwoch mitteilte (Az.: 21 Ks 5/18, 486 Js 34742/17).

Landgericht Potsdam

© dpa

Das Schild am Justizzentrum Potsdam mit der Aufschrift «Amtsgericht/Landgericht, Staatsanwaltschaft Potsdam».

Der Frau wird vorgeworfen, an einem nicht näher feststellbaren Tag zwischen April und August 2000 in einem Wohnhaus im Potsdamer Wohngebiet Schlaatz ein lebensfähiges Kind geboren und danach getötet zu haben, um ihre Ehe nicht zu gefährden.
Im Prozess hatte die 61-Jährige ausgesagt, nach einem Seitensprung schwanger geworden zu sein. Das Baby sei in der Badewanne geboren worden. Sie habe sich den Kopf gestoßen und das Bewusstsein verloren. Als sie wieder zu sich gekommen sei, habe sie das Baby tot aus dem Wasser geholt.
Die mutmaßliche Tat kam 2017 ans Licht, als der Ex-Mann der Angeklagten einem Gartennachbarn davon erzählte und dieser Anzeige bei der Polizei erstattete. Der Ex-Mann soll das Kind in einer Mülltonne entsorgt haben. Am kommenden Mittwoch will das Gericht ein Urteil sprechen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 8. Dezember 2021 14:57 Uhr

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