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Berlin und Brandenburg beschließen gemeinsame Innovationsstrategie

Vorstellung der Innovationsstrategie in Potsdam

Brandenburgs Wirtschaftsministerin Martina Klement (CSU) und Berlins Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD) wollen beide Länder mit neuen Technologien wirtschaftlich stärker nach vorn bringen. (Archivbild)

Berlin und Brandenburg wollen bei Zukunftsfeldern wie KI, Mobilität und Verteidigung europaweit an die Spitze.

Der Berliner Senat und die Brandenburger Landesregierung beschlossen die Innovationsstrategie der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg 2035.

Bestehende Unternehmen stärken, neue Unternehmen ansiedeln

Konkret geht es darum, bestehende Unternehmen zu stärken, ihren Ausbau zu fördern und neue Unternehmen anzusiedeln - und damit auch Fördermittel von Bund und EU zu erhalten. "Wenn wir unsere Stärken miteinander gut verheiraten, uns gut abstimmen, dann können wir eben beide davon profitieren", sagte Brandenburgs Wirtschaftsministerin Martina Klement (CSU). "Berlin hat vielleicht mehr Patentanmeldungen, sicherlich auch mehr Start-ups, international vielleicht auch größere Anziehungskraft." Brandenburg könne aber Berlin dabei helfen, wenn es darum gehe, "in die Produktion zu kommen".

"Wir sind stärker, wenn wir als Region auftreten."

Berlins Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD) sagte: "Wir sind stärker, wenn wir als Region auftreten." Es gehe darum, zukunftsfähig zu sein bei Digitalisierung, Klimaschutz und Sicherheits- und Verteidigungswirtschaft auch angesichts der Alterung der Gesellschaft. Giffey sieht Berlin-Brandenburg in Konkurrenz mit den Metropolregionen London und Paris. Bei der Wirtschaftsleistung (BIP) pro Kopf lag Berlin 2024 genau 127 Prozent über dem EU-Durchschnitt, Brandenburg 86 Prozent, der Großraum Paris (Ile de France) bei 160 Prozent. In Hamburg lag das kaufkraftbereinigte Bruttoinlandsprodukt pro Kopf 2024 rund 96 Prozent über dem EU-Schnitt.

Stärkung von fünf Zukunftsfeldern

Die neue Strategie sieht fünf Zukunftsfelder, in denen Berlin und Brandenburg stärker werden wollen: Mobilität, digitale Technologien, Gesundheit, Energie und nachhaltige Produktion. Die gemeinsamen Anstrengungen beider Länder für Innovationen gehen bis ins Jahr 2011 zurück. Doch seitdem hat sich technologisch viel verändert. Digitaler Fortschritt brauche Rechenzentren, dafür seien Fläche und erneuerbare Energien nötig, sagte Giffey. Brandenburg könne dabei helfen. Berlin habe zudem Hunderte Unternehmen für Robotik, Optik und Drohnentechnik. Klement verwies auf die Möglichkeit von Drohnentests. Die SPD-Politikerin wies Bedenken zurück: Die Hauptstadtregion werde "auf keinen Fall" ein Rüstungsproduktionsstandort werden.

Autor:in: dpa
Veröffentlichung: 15. Juli 2026
Letzte Aktualisierung: 15. Juli 2026

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