Medienkompetenz für die digitale Zivilgesellschaft

27.02.2018

Achtung: Die Veranstaltung ist ausgebucht, weitere Anmeldungen können wir leider nicht entgegen nehmen.

Welche Kompetenzen benötigen wir in der digitalen Zivilgesellschaft und wie können diese erworben werden? Ziel des Fachtags ist es, eine gemeinsame Wissensbasis zu schaffen, Projekte vorzustellen und zukünftige Fortbildungsbedarfe zu ermitteln. Der Fachtag wird in Kooperation mit der Medienanstalt Berlin-Brandenburg (mabb) realisiert.

  • Ablauf

  • 9.30 Uhr

    Begrüßung

    • Anja Kienz (Medienanstalt Berlin-Brandenburg)
    • Thomas Gill (Berliner Landeszentrale für politische Bildung)
  • 9.40 Uhr

    Impulsvorträge

    • Perspektive der Medienwissenschaft: „Digitale Zivilgesellschaft – Aufgaben, Herausforderungen, Chancen“
      Prof. Dr. Caja Thimm (Universität Bonn)
    • Perspektive der Medienpädagogik: „Bildung als gestalteter Umgang mit Unbestimmtheit in der digitalen Welt“
      Prof. Dr. Heidrun Allert (Universität Kiel)
    • Perspektive der politischen Bildung: „Politische Bildung und Medienkompetenz in der digitalen Zivilgesellschaft“
      Oliver Baumann-Gibbon (Kooperative Berlin)
  • 10.40 Uhr

    Talk mit den drei Inputgebenden
    Moderation: Christine Watty (Deutschlandfunk Kultur)

  • 11.00 Uhr

    Kaffeepause

  • 11.20 Uhr

    Parallele Workshops

    1. Digitale politische Bildung
      Annette Ullrich (WannseeForum) und Marc Rüdiger (Jugendbildungsstätte Kurt Löwenstein)
      Welche Herausforderungen sind heute mit politischer Jugendbildung zur digitalen Gesellschaft verbunden? Welche Angebote, und Methoden haben sich für welche Zielgruppen bewehrt? Annette Ullrich stellt aktuelle Seminarprojekte im Themenschwerpunkt „Digitale Medien und Demokratie“ des Programms „Politische Jugendbildung im Arbeitskreis deutscher Bildungsstätten, AdB“ vor. Marc Rüdiger gibt als Projektleiter Einblicke in das Projekt „#Dislike“, das aus diesem Schwerpunkt hervorgegangen ist. Beide laden vor dem Hintergrund ihrer Erfahrung in Jugendbildungsstätten zur gemeinsamen Diskussion über neue Ansätze ein.
    2. Hate speech – counter speech
      Mick Prinz (Amadeu Antonio Stiftung) und Cornelia Heyken (#ich bin hier)
      Wie kann in der digitalen Kommunikation auf hate speech, beleidigende und abwertende Angriffe angemessen reagiert werden? Wie kann counter speech gelingen, ohne Hass zu reproduzieren? Wie können counter narratives wirksam werden? Cornelia Heyken und Mick Prinz berichten von Beispielen aus ihrer Arbeit.
    3. Digitale Jugendbeteiligung – Herausforderungen und Chancen
      Isgard Walla (Projektleiterin bei der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) für das Gemeinschaftsprojekt jugend.beteiligen.jetzt)
      Traditionelle Formen politischer Partizipation befinden sich im Wandel. Gleichzeitig schreitet die Digitalisierung voran. Die digitale Partizipation bietet Möglichkeiten, diesen aktuellen Herausforderungen zu begegnen. Mit welchen Formaten und Werkzeugen lassen sich Beteiligungsvorhaben umsetzen? Wie können und sollten junge Menschen an politischen Prozessen beteiligt werden? Welche Kompetenzen brauchen Initiierende und Mitwirkende digitaler Jugendbeteiligung?
    4. Journalistische Kompetenzen für die Zivilgesellschaft / digitale Öffentlichkeit
      Jörg Sadrozinski (Leitung Reporterfabrik/correctiv.org)
      Noch nie war die veröffentlichte Meinung vielfältiger. Auf lokalen Nachrichtenseiten, in Blogs und auf Social-Media-Plattformen beteiligen sich Millionen Menschen an der Meinungsbildung. Aber: Nie vorher war die veröffentlichte Meinung unqualifizierter. Durch die Verbreitung von Falschmeldungen hat die Desinformation dramatisch zugenommen. Das Nebeneinander von echten und erfundenen Nachrichten, von Wichtigem und Unwichtigem gefährdet die freie Meinungsbildung. Wie können wir mithilfe der Vermittlung journalistischen Handwerks den Bürgerjournalismus stärken? Welche journalistischen Grundregeln sollte jede und jeder beherrschen?
    5. Freies Wissen in der Zivilgesellschaft: Techniken & praktische Schritte, um Wissen zu prüfen
      Janna Schlender und Christian Friedrich (Wikimedia e.V.)
      Freier Zugang zu Informationen, Daten und damit auch zu Wissen sind Grundpfeiler der heutigen Zivilgesellschaft. Gleichzeitig haben die letzten Jahre gezeigt, dass es innerhalb der Zivilgesellschaft unterschiedliche Interpretationen von Informationen und Fakten zu geben scheint. Janna Schlender und Christian Friedrich nähern sich in ihrem Workshop diesem Problem von einer praktischen Seite aus an und erarbeiten gemeinsam mit den Teilnehmenden Techniken, die auch im Alltag pädagogischer Fachkräfte eine Hilfestellung bieten können.

    Jeder Workshop dokumentiert maximal drei Fragen oder Thesen als Basis für die World-Café-Runden.

  • 13.00 Uhr

    Mittagspause

  • 14.00 Uhr

    World-Café (drei Runden à 10 Minuten) an fünf Workshop-Tischen

  • 14.30 Uhr

    Fishbowl-Diskussion, u.a. mit Markus Beckedahl (netzpolitik.org), Staatssekretär Björn Böhning (Berlin) und Lena-Sophie Müller (Initiative D21)
    Moderation: Christine Watty

  • 15.30 Uhr

    Abschluss

  • Datum:

    Dienstag, 27. Februar 2018

  • Zeit:

    von 9.00 Uhr bis 15.30 Uhr

  • Ort:

    Berliner Landeszentrale für politische Bildung, Hardenbergstraße 22-24, 10623 Berlin / Stadtplan

  • Entgelt:

    Die Teilnahme ist entgeltfrei

  • Anmeldung:

    Die Veranstaltung ist ausgebucht, weitere Anmeldungen können wir leider nicht entgegen nehmen.

  • Kooperations-
    partnerin:

    Medienanstalt Berlin-Brandenburg (mabb)

  • Ansprechperson:

    Reinhard Fischer, E-Mail, Telefon (030) 90227 4962