Berlin und Brandenburg

Berlin liegt geografisch gesehen mitten im Bundesland Brandenburg. Berlin und Brandenburg waren wesentliche Bestandteile des Staates Preußen. Nach dessen Auflösung (1947) und der Teilung Deutschlands gehörten Brandenburg und Ost-Berlin zur Deutschen Demokratischen Republik (DDR). West-Berlin hingegen wurde – soweit möglich – in die Bundesrepublik Deutschland (BRD) eingebunden.

Über Jahrzehnte bildete West-Berlin eine „Insel“ inmitten des Staatsgebietes der DDR. Reisende aus Westdeutschland konnten Berlin nur über den so genannten „Transitverkehr“ erreichen. Mit der Wiedervereinigung beider deutschen Staaten 1990 wurde auch Berlin wieder vereinigt und das Land Brandenburg neu gegründet. Beide Bundesländer gehörten fortan zur Bundesrepublik.
Berlin und Brandenburg arbeiten in den Bereichen Politik, Wirtschaft, Justiz, Kultur, Infrastruktur, Wissenschaft, Polizei, Verfassungsschutz und Tourismus eng zusammen. So existiert seit 1996 ein gemeinsamer Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB). Es gibt gemeinsame Stiftungen und Behörden, wie etwa das Landesamt für Statistik. Beide Länder beteiligen sich zusammen mit dem Bund am Bau des Flughafens Berlin-Brandenburg (BER).

Nach der Wiedervereinigung wollten beide Landesregierungen Berlin und Brandenburg zu einem gemeinsamen Bundesland vereinen (Fusion), um politisch und wirtschaftlich stärker zu sein. 1995 stimmten die jeweiligen Länderparlamente diesem Fusionsvorhaben zu. Landeshauptstadt sollte Potsdam werden. Die Fusion scheiterte jedoch nach Volksentscheiden in beiden Ländern: Während die Berliner Bevölkerung für einen Zusammenschluss stimmte, sprachen sich die Brandenburger dagegen aus. Ein erneuter Fusionsversuch ist aus verfassungsrechtlicher Sicht weiterhin möglich.

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