Newsletter zur Unterstützung der Bedarfs- und Vergabestellen, Nr. 8

Collage mit Einsatzkräften in Dienstkleidung: Mitarbeitende des Winterdienstes des BSR bei der Arbeit im Schnee, Feuerwehrkräfte im Einsatz sowie die Rückenansicht einer Polizeiuniform mit der Aufschrift ‚Polizei'.

August 2026

Programm für den 4. Berlin-Brandenburger Fachdialog nachhaltige Textilbeschaffung veröffentlicht

Neue Initiativen zur Berücksichtigung sozialer und ökologischer Aspekte stehen am 11. November 2026 im Mittelpunkt der Vorträge und Diskussionen zur nachhaltigen Textilbeschaffung in Berlin und Brandenburg. Das ausführliche Programm des Fachdialogs kann jetzt heruntergeladen werden. Anmeldungen sind bis Ende Oktober möglich. Die Berliner Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt und das Ministerium für Wirtschaft, Energie, Klimaschutz und Europa des Landes Brandenburg laden Sie herzlich ein, mehr über den aktuellen Stand, die Möglichkeiten und Aussichten der nachhaltigen öffentlichen Beschaffung von Dienstkleidung zu erfahren und über neue Initiativen zu diskutieren. Nach der Begrüßung und hochrangigen Keynote erwarten Sie Vorträge zum Stand des geplanten Textilgesetzes, Wegen der Unternehmen in die zirkuläre Textilwirtschaft, weiteren rechtlichen Rahmenbedingungen und freiwilligen Ansätzen, Beispielen aus der Praxis sowie eine moderierte Diskussion am Nachmittag zu zirkulären Geschäftsmodellen.

Blick von der Jannowitzbrücke auf die Spree in Richtung Osten

11. Fachdialog „Die Ressource Stadt – Strategien für den nachhaltigen Um- und Weiterbau Berlins“ am 5. November 2026 in Berlin

Am 5. November 2026 laden die Senatsumweltverwaltung, die Architektenkammer Berlin und der Landesbeirat Holz Berlin-Brandenburg zum 11. Fachdialog in den Großen Saal der Architektenkammer ein. Unter dem Titel „Die Ressource Stadt” geht es um Strategien für den nachhaltigen Um- und Weiterbau Berlins: Welche Werte stecken in unseren Gebäuden und wie gestalten wir ihren langfristigen Erhalt? Welche Rolle spielen umweltschonende oder zirkuläre Materialien und moderner Holzbau bei der Schließung von Stoffkreisläufen? Der Fachdialog stellt Projekte und Konzepte vor, die Antworten auf diese Fragen aufzeigen, und bietet Raum für den Austausch zwischen Akteuren des Bauwesens und zur Diskussion der nächsten Schritte für nachhaltiges Bauen in Berlin. Das Programm wird derzeit finalisiert, eine Anmeldung ist bereits möglich.

Frau hält Handy in der Hand

Refurbished-Mobilfunkgeräte beim IT-Dienstleistungszentrum (ITDZ) Berlin

Ressourcen schonen, Kosten sparen: Ab Juli bietet das ITDZ Berlin gemeinsam mit dem Rahmenvertragspartner HAAI GmbH generalüberholte (refurbished) Mobilfunkendgeräte an. Jedes Gerät durchläuft vor der Auslieferung einen zertifizierten Datenlöschungs- und Funktionstest, die Akkukapazität liegt in der Regel bei mindestens 80 %.
Zum Start stehen zwei Qualitätskategorien zur Wahl: Kategorie A („hervorragend“, wie neu, minimale bis keine Gebrauchsspuren) und Kategorie B („sehr gut“, leichte, oberflächliche Kratzer/Gebrauchsspuren).
Da der Markt tagesaktuell schwankt, bietet das ITDZ Berlin monatlich ein festes Kontingent zu aktuellen Preisen im Webshop an. Diese sind über den Suchbegriff „refurbished“ zu finden. Weitere Geräte, etwa Tablets, sind in Planung.

Key visual für die Koordinierungsstelle für Kreislaufwirtschaft, Energieeffizienz und Klimaschutz im Betrieb (KEK); AdobeStock_243399307_あんみつ姫

Informations- und Vernetzungsveranstaltung „Einkauf neu denken: Nachhaltige und zirkuläre Beschaffung in der Praxis“ am 9. September in Berlin

Die Koordinierungsstelle für Kreislaufwirtschaft, Energieeffizienz und Klimaschutz im Betrieb (KEK) lädt am 09. September 2026 von 13-17 Uhr gemeinsam mit dem Yunus Environment Hub und CADEMI zum praxisorientierten Austausch. Nebst Fachimpulsen zur konkreten Umsetzung nachhaltiger und zirkulärer Beschaffung und Tipps zur hausinternen Argumentation stehen vor allem Praxisbeispiele und Erfahrungsaustausch im Vordergrund. Freuen Sie sich auf Erfolgsgeschichten gelungener nachhaltiger Beschaffung und ein Pitching innovativer Lösungsanbieter. Die Veranstaltung richtet sich an Berliner Unternehmen, öffentliche Betriebe sowie Einrichtungen der öffentlichen Verwaltung. Die Teilnahme ist kostenfrei. Um die Veranstaltung so zielgerichtet wie möglich auf die Teilnehmenden ausrichten zu können, fragen die Veranstalter bei der Anmeldung zusätzliche Informationen ab.

Banner zur Konferenz re-Vision mit Fernsehturm im Hintergrund und Informationen zur Konferenz im Vordergrund

Konferenz „re-VISION: Circular Cities” der Zero Waste Agentur am 26. November in Berlin

Was brauchen zirkuläre Städte, um Wirkung zu entfalten? Die erste internationale re VISION: Circular Cities Conference 2026 der Zero-Waste-Agentur in Berlin bringt Politik, Verwaltung, Kommunen, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft zusammen. Angekündigt sind eine Keynote von Prof. Dr. Maja Göpel, ein Panel „Circular Cities in Action“, Best-Practice re SESSIONS, praxisnahe re LABS und viel Raum für Austausch und konkrete nächste Schritte.

Eckdaten:
re-VISION: Circular Cities Conference 2026
Shaping Urban Transformation for Resource Resilience
Datum: 26. November 2026
Uhrzeit: 9 – 18 Uhr
Veranstaltungsort: Berlin, Location wird noch bekanntgegeben

Roboter - künstliche Intelligenz

DBU Green-Start-up Förderung: KI zerlegt Waschmaschinen

Mit di.monta aus Aachen hat die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) ihr 100. Start-up in die Green-Start-up-Förderung aufgenommen. Das Unternehmen nutzt künstliche Intelligenz, um Elektrogeräte wie Waschmaschinen oder E-Autobatterien automatisiert und risikoarm zu demontieren.
Eine selbstlernende Software wertet zunächst die Arbeit von Fachleuten aus und steuert anschließend einen Roboter, der die Demontage eigenständig übernimmt. Das senkt Risiken etwa bei gefährlichen Arbeiten mit E-Autobatterien und ermöglicht gleichzeitig, mehr Bauteile wiederzuverwenden und Edelmetalle effizient zu recyceln.
So trägt die KI-gestützte Demontage zur Kreislaufwirtschaft bei und unterstützt zugleich die Energiewende.

Gärtner pflanzt Blumen aus dem Topf

DBU-geförderter Mehrweg-Tray soll 700 Millionen Einwegprodukte im Gartenbau ablösen

Jährlich werden europaweit 500 bis 700 Millionen Kunststoff-Trays für den Transport von Topfpflanzen genutzt. Über 95 Prozent davon sind Einwegprodukte. Die Euro Plant Tray eG hat mit Unterstützung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) einen europäischen Standard für Mehrweg-Trays entwickelt und drei neue Formen per 3D-Druck getestet. Eine Studie zeigt: Bereits nach vier von bis zu 100 möglichen Umläufen schneiden die Mehrweg-Trays besser ab als Einwegware. Bei 100 Umläufen sinkt der CO2-Ausstoß um 96 Prozent.

Verschiedene Baumarktketten setzen die Trays bereits ein. Bis 2030 sollen europaweit 150 Millionen Mehrweg-Trays im Umlauf sein, auch aufgrund der neuen EU-Verpackungsrichtlinie PPWR, die bis 2040 schrittweise in Kraft tritt.

Koch steht hinter einer Essensausgabe und belegt einen Teller

Online-Vortragsreihe „Clever wirtschaften – Speiseabfälle reduzieren“ vermittelt Praxistipps zu Lebensmitteleffizienz in der Gemeinschaftsverpflegung

Die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) bietet im Auftrag des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) eine kostenfreie Vortragsreihe zum Thema Lebensmitteleffizienz an. Sie richtet sich an Verantwortliche aus Kliniken, Pflegeeinrichtungen, Kitas, Schulen und Betriebsrestaurants sowie an Küchen, Einkauf, Facility Management und Nachhaltigkeitsbeauftragte und vermittelt Tipps zur Gestaltung von Verpflegungsprozessen, der bedarfsgerechten Speiseplanung sowie der effizienten Steuerung von Abläufen und Schnittstellen. Außerdem werden konkrete Tools, digitale Lösungen und Best practices vorgestellt.
Die dreiteilige Reihe ist Teil des Programms „Nachhaltig Einkaufen für die öffentliche Hand“ und wird durch die Kompetenzstelle KLAV sowie KAHV, ZEHN und KErn unterstützt.

Kurzgutachten des Umweltbundesamtes zu den Auswirkungen des Vergabebeschleunigungsgesetzes auf die umweltfreundliche Beschaffung

Ein vom Umweltbundesamt in Auftrag gegebenes Rechtgutachten hat untersucht, inwieweit die Anhebung der Wertgrenze für die Direktvergabe auf 50.000 Euro Einfluss auf die umweltfreundliche Beschaffung hat. Die Gutachter kommen zu dem Schluss, dass das Vergabebeschleunigungsgesetz die umweltfreundliche Beschaffung nicht aushebelt, denn die fachgesetzlichen Pflichten (u.a. aus dem Kreislaufwirtschaftsgesetz, dem Bundes-Klimaschutzgesetz oder der AVV Klima) bestehen weiterhin und gelten auch unterhalb der Wertgrenze. Insbesondere bei Direktaufträgen sind Bedarfsermittlung und Leistungsbeschreibung zentraler Hebel für die nachhaltige Beschaffung und Nachhaltigkeitsaspekte können beispielsweise über Verweise auf geeignete Gütezeichnen festgelegt werden.

Vergaberechtsreform ist Schwerpunkt des Hamburger Hochbautags 2026

Am 30. September lädt der Hamburger Hochbautag zu einem Seminar rund um die Vergaberechtsreform ein. Im Fokus stehen die Auswirkungen des neuen Vergaberechtsbeschleunigungsgesetzes auf Bau- und Planungsvergaben: Generalunternehmervergabe, Losaufteilung, Nachhaltigkeit und Rahmenvereinbarungen. Erfahrene Referentinnen und Referenten geben konkrete Handlungsempfehlungen. Zielgruppe sind Verantwortliche aus Verwaltung und Wirtschaft im Bereich Bau- und Planungsvergabe. Das Seminar findet in Hamburg statt.

Hilfsmittel für zukunftsfähige Kommunalbauten

Der Kommunale Immobilien Service (KIS) Potsdam setzt auf nachhaltiges, ressourcenschonendes und klimaangepasstes Bauen. In Kooperation mit der Bauhaus der Erde gGmbH sind zwei Planungshilfen für Sanierungs-, Erweiterungs- und Neubauprojekte entstanden: Ein Gestaltungskatalog liefert die grundlegende Orientierung für nachhaltige Bauprojekte, ein ergänzender Bauteilkatalog empfiehlt konkrete klima- und ressourcenschonende Baukonstruktionen.

Termine

Für Kurzentschlossene: KOINNO-Online-Seminar „Vergabe von Reinigungsleistungen

Das 2-stündige Online-Seminar behandelt die wichtigsten Aspekte einer Vergabe von Reinigungsleistungen und richtet sich an öffentliche Beschaffungsstellen. Neben der Präsentation der Inhalte wird es auch Gelegenheit zur Diskussion und zum Austausch geben. Auf Fragen der Teilnehmer kann eingegangen werden.
Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist bis 2. September möglich.
Datum: 3. September 2026, 10:00 – 12:30 Uhr

KOINNO-Online-Seminar „Das Vergabebeschleunigungsgesetz“

Das Gesetz zur Beschleunigung der Vergabe öffentlicher Aufträge (Vergabebeschleunigungsgesetz) ist am 1. Juli 2026 in Kraft getreten. Das Reformgesetz betrifft die vergaberechtlichen Bestimmungen umfassend (insbesondere GWB, VgV, SektVO, VSVgV und KonzVgV). Im 2-stündigen Webinar beleuchtet ein Rechtsanwalt die wesentlichen Änderungen und deren potenzielle Auswirkungen in der Vergabepraxis.
Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist bis 7. September möglich.
Datum: 8. September 2026, 10:00 – 12:00 Uhr