Produktsharing

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Bohrmaschine fürs Wochenende oder neues Kleid gesucht? Umsonst- und Leihläden, Tauschringe und Tauschbörsen für Alltags- und Gebrauchsgegenstände helfen weiter.

  • Givebox© dpa
    Ob Düsseldorf (im Bild) oder Berlin: In der «Givebox» kann jeder aussortierten Hausrat abgeben.
  • Givebox© dpa
    Eine Frau hat im Regal einer «Givebox» Weihnachtsschmuck, Adventskalender und eine Tastatur gefunden (Symbolbild). In den telefonzellengroßen Holzbuden kann jeder gebrauchte Dinge ablegen, um sie anonym zu verschenken.
  • Eröffnung Primark Alexanderplatz© dpa
    Eine Menschentraube steht auf dem Alexanderplatz in Berlin bei einer Kleidertauschbörse an (Archiv).
Ob Bohrmaschine, Beamer oder Abendkleid: Auch bei Alltags- und Gebrauchsgegenständen wird geteilt, was das Zeug hält. Zu traditionellen Tauschringen für praktische Dinge sind Umsonstläden, Leihläden und spezialisierte Internet-Plattformen hinzugekommen.

Begehrt sind vor allem Dinge, die man selten braucht. Wer sie leiht statt zu kaufen, spart Geld, Platz und schont die Umwelt. Es gibt Anbieter, die das Verleihen auf Spendenbasis oder anhand eines Tauschsystems organisieren. Andere verleihen die Produkte kostenpflichtig.

Umsonstläden, Schenkläden und Giveboxen

In Umsonst- und Schenkläden darf jeder etwas mitnehmen: Soziale Bedürftigkeit ist in den meisten von ihnen keine Bedingung für die Nutzung des Angebots. Natürlich kann auch jeder guten Gewissens Dinge abgeben - zumindest sofern sie noch funktionstauglich sind. Vereinzelt gibt es in der Stadt auch Give-Boxen. Im Gegensatz zu den Umsonstläden mit festen Öffnungszeiten sind die zusammengebastelten Unterstellmöglichkeiten mit Regalen an der Straße oder auf Plätzen jederzeit zugänglich. Es gibt nur noch wenige Giveboxen in Berlin und die Standorte wechseln oft. Denn leider landen oft Müll oder Elektroschrott in den zusammengezimmerten Buden, auch Vandalismus ist manchmal ein Problem.

Leihläden in Berlin

Im Leihladen werden Dinge wie Werk­zeuge, Haus­halts- oder Sportgeräte, Spiele und Bücher mehr oder weniger aufbewahrt. Und so funktioniert's: Man kommt mit einem eigenen Gebrauchsgegenstand wie Schlitten, Bohrmaschine oder Waffeleisen in den Laden, wird Mitglied, leiht etwas aus dem Leihfundus aus und bringt es nach einer individuell vereinbarten Leihfrist sauber und ganz wieder zurück. Der erste Leihladen in Berlin, Leila, ist inzwischen von Prenzlauer Berg nach Mitte umgezogen: In der Cosum-Box können Alltagsgegenstände nachbarschaftlich geteilt und geliehen werden.

Tauschringe und Tauschbörsen

Biete Toaster gegen Kaffeemaschine oder Fahrradreparatur gegen Haarschnitt: Tauschringe und Tauschbörsen gibt es nicht erst seit es das Internet gibt. Schon seit langer Zeit treffen sich in Berlin Menschen offline bei Tauschringen und bieten sich gegenseitig praktische Dinge und Hilfeleistungen an. Beispiele sind der Tauschring Mitte und der Tauschring Friedrichshain.

Tausch- und Verschenkmarkt der BSR

Eine Besonderheit in Berlin ist der Tausch- und Verschenkmarkt der Berliner Stadtreinigung (BSR). Mit dem kostenlosen Online-Angebot will das Landesunternehmen die Vermeidung von Abfällen im Land Berlin fördern und gleichzeitig einen Beitrag zur Ressourcenschonung leisten. Angeboten werden Kleidung und Hausrat - zum Teil noch originalverpackt - , aber auch Bücher, Möbel, kurioser Krimskrams und Zimmerpflanzen.
BücherboXX
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Bücher spenden, mitnehmen und weitergeben über öffentliche Bücherregale, Straßenbibliotheken in ausrangierten Telefonzellen oder die klassische Bibliothek. mehr

Bücherverkauf auf dem Flohmarkt
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Flohmärkte in Berlin

Die Berliner Flohmärkte, Kunstmärkte und Trödelmärkte laden vor allem an den Wochenenden zum Feilschen, Stöbern und Kaufen ein. mehr

Quelle: hai/jbo/Berlin.de

| Aktualisierung: 28. Juli 2022