Potsdam als Lebenswerk von Friedrich dem Großen

Potsdam als Lebenswerk von Friedrich dem Großen

Friedrich der Große wollte lieber in Potsdam residieren als in Berlin und hat die Stadt nach seinen Plänen umgestaltet. Aus dem kleinen Fischerdorf wurde ein prunkvolles "Märkisches Versailles".

  • Sanssouci© dpa
    Das Lieblingsschloss Friedrichs des Großen - Sanssouci ließ er sich zum Beginn seiner Regierungszeit bauen.
  • Blick auf das Neue Palais in Potsdam© dpa
  • Potsdam Museum© RN/BerlinOnline
    Das Potsdam Museum befindet sich Am Alten Markt unweit der Nikolai-Kirche und dem Museum Barberini.
Mit keinem anderen Herrscher ist sind Schloss und Park Sanssouci in Potsdam so verbunden wie mit Friedrich II. Schließlich hat er sich hier seine Sommerresidenz errichten lassen, wo er sich lieber aufhielt als in Berlin.

Schlösser und Parks Sanssouci

Friedrich II. hat Schloss Sanssouci ab 1745 bauen lassen - in der Rekordzeit von nur zwei Jahren. Erst seit 1991 ist Friedrich neben dem Schloss begraben, so, wie er es sich immer gewünscht hatte. Heute gibt es in der Parkanlage, die zum Weltkulturerbe der Unesco gehört und zum Schönsten, was Brandenburg zu bieten hat, fünf Schlösser und ein Wegenetz für ausführliche Spaziergänge mit 76 Kilometern Länge. Allein hier könnte man also Tage verbringen.

Das Neue Palais

Das Neue Palais hat sich der Alte Fritz bauen lassen, nachdem er den Siebenjährigen Krieg gewonnen hatte. Das Schlossgebäude im Rokoko-Stil, 220 Meter lang, war eines der größten seiner Zeit und hatte vor allem den Zweck, Eindruck zu schinden. Der Spaziergang von Schloss Sanssouci zum Neuen Palais gibt eine Vorstellung davon, wie riesig der gesamte Park ist. Rund 250.000 Besucher hat das Neue Palais, in dem es schon zu Friedrichs Lebzeiten Führungen gab, jedes Jahr.

Vom Fischerdorf zum Märkischen Versailles

Auch außerhalb von Sanssouci ist Friedrich in Potsdams Altstadt allgegenwärtig. Bevor sich die Hohenzollernherrscher für Potsdam interessierten, war es ein bedeutungsloses Fischerdorf, weit davon entfernt, ein «Märkisches Versailles» zu sein. Friedrich, der Potsdam zur Hauptresidenz machte, änderte das. Das zeigt sich an vielen Stellen, wo er Häuser bauen oder zumindest die Fassaden aufhübschen ließ.

Alter Markt und Stadtschloss in Potsdam

Und natürlich auch am Alten Markt in der Potsdamer Innenstadt: Der Obelisk dort stammt noch aus dieser Epoche, die Nikolaikirche ließ Friedrich zwar umgestalten, ihr jetziges Aussehen bekam sie aber viel später. Gleich nebenan wurde das im Zweiten Weltkrieg stark beschädigte und später in der DDR abgerissene Stadtschloss wieder errichtet - dort residiert nun der Brandenburgische Landtag.

Potsdam Museum im Alten Rathaus

In Friedrichs Regierungszeit entstand auch das Alte Rathaus mit seiner Kuppel, auf der ein vergoldeter Atlas die Erdkugel schultert. Heute befindet sich darin das Potsdam Museum, das mit über 200.000 Exponaten die Stadtgeschichte der brandenburgischen Landeshauptstadt erzählt.
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© dpa

Potsdamer Innenstadt

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Fotostrecken:

  • Holländisches Viertel© LHP/Robert Schnabel
    Potsdam
  • Schloss Sanssouci© Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg
    Schloss Sanssouci
  • Siedlung Weiße Stadt in Berlin© dpa
    Unesco-Welterbe in Berlin und Potsdam

Quelle: dpa/bearbeitet von Berlin.de

| Aktualisierung: 8. August 2019