Detailberatung

Mehrere Menschen beraten in einem Unternehmen miteinander und schütteln Hände

Finden Sie gemeinsam mit unseren Beratenden Potenziale für Effizienz, Resilienz und Klimaschutz, die sich rechnen!

Im Rahmen der technischen Detailberatung besuchen qualifizierte Berater*innen der KEK Ihr Unternehmen. Ziel der Beratung ist es, Potenziale zur Stärkung von Effizienz, Resilienz und Klimaschutz aufzudecken und die nächsten Schritte auf dem Weg zur Umsetzung zu konkretisieren. Dabei kann es sich um

  • eine allgemeine Potenzialanalyse,
  • das Konkretisieren bereits vorhandener Ideen,
  • konkrete technische oder die wirtschaftliche Umsetzung betreffende Fragen oder auch um
  • eine unabhängige Drittmeinung zu einer geplanten Maßnahme handeln – ganz nach Ihren Bedürfnissen.

Die Detailberatung wird kostenfrei und anbieter- sowie herstellerneutral durchgeführt. Vor dem eigentlichen Termin zur Detailberatung besprechen wir gemeinsam mit Ihnen die zu bearbeitenden Fragestellungen und den Fokus der Beratung, um den Vor-Ort-Termin optimal auf Ihre Bedürfnisse auszurichten. Hier finden Sie Beispiele aus unseren Beratungen.

Wer kann die kostenlose technische Detailberatung in Anspruch nehmen?

Das Beratungsangebot richtet sich primär an Berliner kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Darüber hinaus steht die Detailberatung auch Großunternehmen, Vereinen und Kulturbetrieben mit Sitz oder Niederlassung in Berlin offen. Vorab ist lediglich eine ausgefüllte De-minimis-Erklärung an uns zu übermitteln. Eine entsprechende Vorlage erhalten Sie direkt von uns. Dies ist notwendig, da die Beratung in Form einer De-Minimis-Förderung abgerechnet wird. Bei Fragen zur De-minimis-Verordnung oder den allgemeinen De-Minimis-Schwellenwerten können Sie uns gerne kontaktieren. Im Anschluss an die Beratung erhalten Sie einen De-Minimis-Bescheid für Ihre Unterlagen.

Was kann die technische Detailberatung vor Ort beinhalten?

Wir richten uns nach Ihnen! Je nach Bedarf des Unternehmens kann die Beratung ganzheitlich oder themenspezifisch ausgestaltet werden: Ganzheitlicher Ansatz: Eine qualifizierte beratende Person begutachtet mit Ihnen gemeinsam die (technischen) Prozesse und Anlagen Ihres Unternehmens und diskutiert Optimierungspotenziale sowie Maßnahmen. Themenspezifische Beratung: Abhängig von Ihrem Bedarf setzen wir den Fokus auf konkrete Checks.

Potenzial-Check

Eine Person rechnet mit Taschenrechner und ermittelt eine Stromverbrauchsbilanz.

Der KEK-Potenzial-Check bietet eine schnelle, praxisorientierte Erstbewertung Ihrer Energie- und Kreislaufwirtschaftsmaßnahmen ohne vorherige Fokussierung. Der Potenzial‑Check kann nach Abstimmung folgende Punkte beinhalten:

  • Screening von Gebäude, TGA und Produktionsprozessen: Kurzaufnahme der relevanten Gebäudebereiche, gebäudetechnischen Anlagen (Heizung, Lüftung, Kälte, Stromversorgung) sowie Produktionsabläufe zur Identifikation von Potenzialen.
  • Identifikation und Bewertung möglicher Handlungsfelder: Aufzeigen konkreter Maßnahmenfelder (z. B. Gebäudehülle, Prozessoptimierung, Anlagentausch, Wärme-/Stromnutzung) mit Überschlag von Einsparpotenzialen
  • Empfehlungen zu Umsetzung und Fördermöglichkeiten: Konkrete nächste Schritte für Umsetzung, grobe Kosten‑/Nutzenabschätzungen sowie Hinweise zu passenden Fördermöglichkeiten.

Ziel ist es, wirtschaftlich und ökologisch relevante Handlungsfelder zu identifizieren und grob zu quantifizieren (Investitionsbedarf, erreichbare Energieeinsparungen, CO2‑Reduktion), damit Sie priorisierte Entscheidungen treffen und Förderoptionen gezielt nutzen können.

Abwärme-Check

Das Bild zeigt industrielle Prozesswärme.

Im Rahmen des Abwärme-Checks besuchen qualifizierte Berater*innen Ihr Unternehmen und unterstützen Sie dabei, technische und wirtschaftliche Abwärme-Potenziale aufzudecken. Ziel der Beratung ist es, mit Ihnen gemeinsam Maßnahmen zu priorisieren, zu konkretisieren und die weiteren Umsetzungsschritte zu besprechen.

Vorteile der Abwärmenutzung:

  • Energieverbrauch und -kosten im Unternehmen sinken
  • Rückkühlprozesse reduzieren sich oder entfallen komplett
  • Betriebskosten und ggf. Investitionskosten für Anlagen zur Wärmeerzeugung werden reduziert
  • Thermische Kälte kann CO₂-frei erzeugt werden
  • Zusätzliche Einnahmequelle bei Einspeisung in Wärmenetze
  • Neue Ansatzpunkte für Prozessoptimierungen
  • Besserer Überblick über die Energieströme im Betrieb
  • Erhöhung der lokalen Wertschöpfung

Resilienz-Check

Hochspannungsmaste Strominfrastruktur

Im Rahmen des Resilienz‑Checks besuchen qualifizierte Berater*innen Ihre Standorte und unterstützen Sie bei der Bewertung der Widerstandsfähigkeit Ihrer Energieversorgung. Nach Abstimmung können folgende Punkte Bestandteil des Checks sein:

  • Prüfung von Abhängigkeiten der Energieversorgung: Analyse externer und interner Bezugsquellen, Lieferkettenrisiken zur Identifikation von Versorgungsrisiken.
  • Erfassung von kritischen Betriebsabläufen und technischen Systemen
  • Potenziale für On‑Site‑Energieerzeugung: Bewertung geeigneter dezentraler Erzeugungsoptionen (z. B. PV, BHKW, kleine Wind‑ oder Biomasseanlagen) hinsichtlich des Beitrags zur Autarkie und Integration.
  • Speicherpotenziale: Prüfung technischer Speicherlösungen (elektrisch, thermisch, chemisch) und ihrer Dimensionierung zur Pufferung von Lasten, zur Unterstützung der Notstromfähigkeit und zur Glättung von Erzeugungsschwankungen.
  • Empfehlungen zu Ersatz‑ und Notstromlösungen: Konkrete Varianten für Notstromversorgung und Redundanzen mit Einschätzung von Leistungsfähigkeit, Kosten und Betriebsaufwand.

Ziel ist es, gemeinsam mit Ihnen priorisierte, konkretisierte Maßnahmen zu entwickeln und die nächsten Schritte zur Erhöhung der Energieresilienz aufzuzeigen.

Kälte-Check

Industrielle Kühlanlage

Die Kälteversorgung für Raumklima und Produktionsprozesse ist ein zentraler Hebel zur Reduzierung von Energieverbrauch und Betriebskosten. Nach Abstimmung können folgende Punkte Bestandteil des Kälte-Checks sein:

  • Bestandsanalyse Kälte: Erfassung von Leistung, Alter, Steuerung, Rohr-/Dämmzustand und Betriebsdaten zur Identifikation von Effizienzdefiziten.
  • Passive Maßnahmen & Betrieb: Empfehlungen zu Sonnenschutz, Nachtlüftung, Zonierung und organisatorischen Anpassungen zur sofortigen Bedarfssenkung.
  • Abwärmenutzung & Integration: Prüfung von Optionen zur Nutzung von Abwärme für Heizung/Warmwasser/Prozesse und Systemkopplungspotenziale.
  • Neuanlagen mit natürlichen Kältemitteln: Bewertung von Ersatz-/Erweiterungsoptionen (CO₂, NH3, Propan), Sicherheitsanforderungen, Wirtschaftlichkeit und Emissionseffekten.

Der Check umfasst neben technischen und organisatorischen Maßnahmen auch konkrete Hinweise zu Fördermöglichkeiten, Finanzierungsoptionen und den nächsten Schritten, damit empfohlene Maßnahmen umgesetzt und nachhaltig begleitet werden können.

Heizungs-Check

Heizungsanlage im Keller

Eine wirtschaftliche und dekarbonisierte Wärmeversorgung von Gebäuden und Prozessen ist für viele Betriebe ein zentraler Hebel zur langfristigen Senkung von Kosten und CO₂‑Emissionen. Qualifizierte Berater*innen prüfen nach Abstimmung typischerweise die folgenden Punkte:

  • Bestandsaufnahme Wärme: Erfassung von Erzeugern (Kessel, WP, BHKW), Verteilung, Speicher, Betriebszeiten und Verbrauchsdaten
  • Effizienzpotenziale: Analyse von Erzeugungswirkungsgraden, Wärmeverlusten, hydraulischem Abgleich, Puffer‑/Speichermanagement und Regelung
  • Erneuerbare Einbindung & Rückgewinnung: Bewertung von Solarthermie, Wärmepumpen, Wärmerückgewinnung und Abwärmenutzung hinsichtlich Technik und Dekarbonisierungsbeitrag.
  • Versorgungsvarianten, Kosten & Förderung: Gegenüberstellung möglicher Szenarien (Austausch, Hybrid, Optimierung) mit groben Kostenabschätzungen und Förderhinweisen.

Ziel der Beratung sind konkret umsetzbare Empfehlungen, die eine direkte Realisierung oder die Grundlage für weiterführende Planungen bieten, inklusive konkreter nächster Schritte zur Umsetzung und Förderung.

Strom-Check

Inspektionsprüfung von Photovoltaikmodulen mit einer Wärmebildkamera

Im Rahmen des Strom‑Checks analysieren qualifizierte Berater*innen die Stromversorgung Ihres Betriebs und identifizieren sektorübergreifend Potenziale sowie konkrete Umsetzungsoptionen bspw. in den folgenden Bereichen:

  • Erneuerbare On‑Site‑Erzeugung: Prüfen von PV-/Windeignung, Ertrag und Integration.
  • Speicher: Dimensionierung und Wirtschaftlichkeit von Batterie‑ und thermischen Speichern.
  • Ladeinfrastruktur: Bedarfsermittlung, Ladeleistung, Netzanschluss und Skalierbarkeit.
  • Lastmanagement: Lastverschiebung, Spitzenreduktion und Steuerungsoptionen.

Ziel der Beratung sind konkrete, umsetzbare Empfehlungen inklusive grober Kosten‑/Nutzenabschätzungen, Förderhinweisen und klaren nächsten Schritten, die entweder zur direkten Umsetzung oder zur weiterführenden Planung genutzt werden können.

Lüftungs-Check

Lüftungsanlage im Industriegebäude

Raumlufttechnische Anlagen (RLT) sind in vielen Betrieben ein wesentlicher Treiber von Energie- und Betriebskosten. Im Rahmen des Lüftungs-Checks analysieren qualifizierte Berater*innen die RLT‑Infrastruktur Ihres Betriebs und prüfen nach Abstimmung beispielsweise folgende Aspekte:

  • Ventilatoreffizienz & Retrofitting: Bewertung von Typ, Wirkungsgrad und Antrieb; Empfehlungen für Nachrüstung oder Austausch mit Einspar‑ und Amortisationsschätzung.
  • Luftvolumenströme: Plausibilitätscheck von Volumenstrom und Druck zur Identifikation von Überversorgung, Lecks oder Fehlbemessung
  • Dynamische Bedarfsführung: Prüfung von CO₂/VOC‑Sensorik, Präsenz‑/Zeitsteuerung und Zonenzuordnung zur bedarfsgerechten Regelung.
  • Wärmerückgewinnung: Nachrüstbarkeit, Effizienz, Kondensations‑ und Hygieneaspekte sowie grobe Wirtschaftlichkeitsbewertung.
  • Abwärme & Einbindung von Erneuerbaren: Optionen zur Nutzung von Prozessabwärme, Solarthermie oder Kombination mit Wärmepumpen

Ziel des Checks sind konkret umsetzbare Empfehlungen, die eine direkte Realisierung oder die Basis für weiterführende Planungen liefern. Hinweise zu Fördermöglichkeiten und Finanzierungsoptionen sind ebenfalls Teil des Kurzberichts.

Gebäude-Check

Industriequartier in Berlin

Das Betriebsgebäude ist die sichtbare Visitenkarte Ihres Unternehmens und bietet erhebliche Potenziale zur Reduzierung des Energieverbrauchs. Nach Abstimmung können folgende Punkte Bestandteil des Gebäude-Checks sein:

  • Überschlägige Bestandsbewertung Gebäudehülle: Zustand von Fassade, Dach, Fenstern und Türen prüfen; Schwachstellen identifizieren.
  • Maßnahmen, Kosten und Einsparpotenziale: Konkrete Sanierungs- und Optimierungsmaßnahmen mit groben Kostenabschätzungen und erwarteten Energie- und Kosteneinsparungen aufzeigen.
  • Zeitplan zur Umsetzung: Vorschlag eines realistischen Umsetzungszeitplans inkl. Priorisierung und Meilensteinen.
  • Fördermöglichkeiten und Empfehlungen: Übersicht relevanter Förderprogramme sowie Hinweise zur Antragstellung und zur Kombination von Fördermitteln.

Die Ergebnisse werden in einem übersichtlichen Kurzbericht zusammengefasst, der priorisierte Maßnahmen, voraussichtliche Kosten und erwartete Einsparungen klar darstellt.

Falls die spezifische Fragestellung einen Termin vor Ort nicht erfordert, kann die technische Detailberatung auch telefonisch oder digital stattfinden.
Bei Bedarf stehen wir Ihnen auch im Nachgang für die Vermittlung weiterer Unterstützungsleistungen bei der Konzeptionierung sowie Umsetzung von Maßnahmen und der Identifikation von passgenauen Förderprogrammen zur Seite. Ebenfalls unterstützen wir Sie dabei, passende Austausch- und Vernetzungsformate zu finden – so können Sie sich zu typischen Herausforderungen austauschen und von den Erfahrungen anderer Unternehmen profitieren.

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Wir haben Antworten zu häufig gestellten Fragen (FAQ).

Kontakt:

Koordinierungsstelle für Kreislaufwirtschaft, Energieeffizienz und Klimaschutz im Betrieb (KEK)