Welche zentralen Ziele verfolgt die überarbeitete EU-Gebäuderichtlinie (EPBD) und wie realistisch ist ihre Umsetzung angesichts der aktuellen konjunkturellen Bedingungen?
Die überarbeitete EPBD soll den Gebäudesektor in Europa auf einen verbindlichen Pfad zur Klimaneutralität führen. Im Fokus stehen der Bestand und besonders ineffiziente Gebäude. Für Nichtwohngebäude gelten erstmals Mindeststandards, im Wohnbereich soll der Energieverbrauch sinken und der Ausbau von Solaranalgen beschleunigt werden.
Die Umsetzung ist angesichts hoher Kosten, des Fachkräftemangels und der Investitionszurückhaltung anspruchsvoll. Gleichzeitig schafft die EPBD einen langfristig verlässlichen Ordnungsrahmen. Hier setzt die KEK an: Unterstützung für Berliner Unternehmen bei der Umsetzung regulatorischer Vorgaben, der Nutzung von Förderprogrammen und schlussendlich der Realisierung klimafreundlicher Lösungen. So kann die EPBD in Berlin neben Klimaschutz auch Investitionen, Innovationen und neue Geschäftsmodelle anstoßen. Das ist insbesondere in Zeiten globaler Energiepreisschocks ein richtiges wie wichtiges Signal – nicht zuletzt, weil sich viele Unternehmen deutlich resilienter aufstellen müssen und dadurch langfristig Kosten reduziert werden.