Welche Rolle spielt die Bioökonomie im Übergang zu einer zirkulären Wirtschaft?
Bioökonomie und Kreislaufwirtschaft sind eng miteinander verbunden und bilden gemeinsam einen entscheidenden Hebel im Übergang zu einer nachhaltigen Wirtschaft und Gesellschaft. Das Konzept der Zirkulären Bioökonomie, die Synergie von Bioökonomie und Kreislaufwirtschaft, basiert auf dem Prinzip, biogene Roh- und Reststoffe in mehrstufigen, kaskadenartigen Prozessen stofflich zu erschließen und möglichst vollständig in Wert zu setzen. Hierbei muss die Ressourcengewinnung und -nutzung in allen drei Nachhaltigkeitsdimensionen – ökologisch, ökonomisch und sozial – mitgedacht werden. Ziel ist es, Emissionen zu senken, Neben- und Reststoffe in Wert zu setzen und schädliche Umweltwirkungen zu minimieren. Genau an dieser Schnittstelle zwischen Umwelt- und Klimaschutz und industrieller Umsetzung setzt das EU-Förderprogramm LIFE an: Es unterstützt Projekte, die biobasierte Lösungen und zirkuläre Geschäftsmodelle umsetzen – und trägt so aktiv zur Transformation unseres Wirtschaftssystems bei. Durch Programme wie LIFE wird die zirkuläre Bioökonomie umsetzbar und leistet somit einen essenziellen Beitrag zur Erreichung der Ziele des EU-Green Deals und des Clean Industrial Deals.