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Ein zentraler Koordinator für das Zukunftsthema „Internet of Things“

Pressemitteilung vom 11.11.2020

In Berlin stellte sich heute das neu gegründete IoT+ Network vor. Es koordiniert künftig im Rahmen der Digital Hub Initiative des Bundeswirtschaftsministeriums das Thema „Internet of Things“. Ziel des IoT+ Networks ist es unter anderem, Unternehmen und Startups miteinander zu vernetzen, um Digitalisierungsprojekte schneller zu realisieren.

Ab sofort finden Unternehmen, Startups und Hochschulen eine zentrale Anlaufstelle für das Zukunftsthema „Internet of Things“ (IoT). Das IoT+ Network ist Teil der Digital Hub Initiative „de:hub“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) und offizieller Kompetenzstandort für das Thema IoT. Die Initiative verfolgt zwei wesentliche Ziele: Zum einen fördert und bündelt sie die notwendige Diskussion über Fragen wie Datensicherheit, zur notwendigen Infrastruktur oder tragfähigen Geschäftsmodellen. Zum anderen bringt das IoT+ Network Unternehmen, Startups und Investoren zusammen und bietet eine Plattform zum Austausch und zur gemeinsamen Arbeit. Startups erhalten damit in Zukunft leichter Zugang zu Investoren und Projektpartnern. Unternehmen profitieren unmittelbar von der Innovationsstärke der Startups für ihre eigenen Herausforderungen bei der Digitalisierung von Prozessen und Produkten.

Im Rahmen eines Live-Streams stellte sich heute das IoT+ Network offiziell vor. Thomas Jarzombek (Beauftragter des Bundeswirtschaftsministeriums für die Digitale Wirtschaft und Startups) und Christian Rickerts (Staatssekretär der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe in Berlin) hielten die Eröffnungsreden. Mit der anschließend stattfindenden Paneldiskussion gab die Initiative ein erstes Beispiel für ihre künftigen Aktivitäten. Jarzombek und Rickerts sprachen mit Falco Schütt (Vorstandsvorsitzender Iot+ Network) über die anstehenden Herausforderungen für Unternehmen und Verbraucher.

Jarzombek hob hervor: „Die aktuelle Corona-Situation zeigt einmal mehr, wie wichtig die Digitalisierung für Deutschland ist. Diesen Digitalisierungsschub müssen wir aufrechterhalten. Hierbei wird das neugegründete IoT+ Network eine wichtige Rolle einnehmen, worüber ich mich sehr freue.“

Rickerts betonte: „Dass sich sieben starke IoT-Unternehmen zusammengefunden haben, ist eine große Bereicherung für den Digitalstandort Berlin. Die dynamische und vielfältige IoT-Landschaft in der Hauptstadt gewinnt mit dem IoT-Hub national und international an Sichtbarkeit und Gestaltungskraft.“

„Das Internet der Dinge ist schon längst in der Welt angekommen“, erklärte Falco Schütt, Vorstandsvorsitzender des IoT+ Network und Director of Strategic Partnerships & Marketing des Venture Studios Next Big Thing. „Jetzt gilt es für Unternehmen in Deutschland und Europa, diese digitale Revolution zu nutzen und den Rahmen für die Geschäftsmodelle der Zukunft mitzugestalten.“ Schon heute sind Milliarden Dinge per Internet verbunden. Zu Hause vernetzen sich digitale Assistenten mit dem Home Entertainment; digitale Energiemanagement-Systeme helfen Strom zu sparen. In der Fertigung verbinden sich Maschinen und ermöglichen besser planbare und kosteneffizientere Abläufe.

Über die Digital Hub Initiative des Ministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi)
Die Digital Hub Initiative soll einen wichtigen Beitrag zur Transformation Deutschlands zum weltweit führenden Digitalstandort leisten. Dafür unterstützt die Initiative Aufbau und Vernetzung zwölf Digitale Hubs mit spezifischen Themenschwerpunkten. Unter der gemeinsamen Dachmarke “de:hub” entsteht durch die enge Kooperation zwischen Startups, etablierter Wirtschaftsunternehmen, Forschungseinrichtungen und Experten ein bisher einzigartiges innovatives Netzwerk. Um Gründer und Investoren aus dem Ausland für den Digitalstandort Deutschland zu gewinnen, werden in den zwölf Hubs konkrete Programme für die Herausforderungen der Digitalisierung entwickelt. Zu den Digital Hubs zählen Berlin (IoT & FinTech), Dortmund (Logistics), Dresden/Leipzig (Smart Systems & Smart Infrastructure), Frankfurt/Darmstadt (FinTech & Cybersecurity), Hamburg (Logistics), Karlsruhe (Artificial Intelligence), Köln (InsurTech), Mannheim/Ludwigshafen (Digital Chemistry & Digital Health), München (Mobility & InsurTech), Potsdam (MediaTech) und Stuttgart (Future Industries).

Träger der Digital Hub Initiative ist das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.
Nähere Informationen: www.de-hub.de.

Zu den Gründungsmitgliedern des IoT+ Network gehören Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie, BuildingMinds, CODE University, HTW Berlin, MotionLab.Berlin, Next Big Thing sowie Team Neusta.

Übersicht über die Gründungsmitglieder des IoT+ Network

Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie
Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie ist als Wirtschaftsförderung Berlins Dienstleister für Wachstum und Innovation in der Hauptstadtregion. Zahlreiche Fachexperten bilden mit maßgeschneiderten Services und einer exzellenten Vernetzung zur Wissenschaft ein optimales Angebot, um Innovations-, Ansiedlungs-, Expansions- und Standortsicherungs­projekte zum Erfolg zu führen. Als einzigartige Public-private-Partnership stehen hinter Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie sowohl der Senat des Landes Berlin als auch mehr als 230 Unternehmen und Wissenschaftseinrichtungen, die sich für ihre Stadt engagieren.

Stefan Franzke (CEO Berlin Partner)
„In Berlin arbeiten wir heute schon an den Antworten auf die Fragen von morgen. Die IoT-Technologie passt als Zukunftsthema gut zu Berlin und zu Berlin Partner. Sie eröffnet branchenübergreifend Chancen für neue Geschäftsmodelle und ist, zum Glück!, nicht mehr weg zu denken – aus vielen Anwendungsindustrien, aber auch aus unserem Alltag. Die IoT-Lösungen bilden ein wichtiges Element der Digitalisierungsprozesse und damit dem Kern der Innovation. Ich freue mich sehr, dass Berlin Partner zu den Gründern des IoT+ Network e.V. gehört und zusammen mit dem tollen Gründerteam das IoT-Ökosystem der Hauptstadt aktiv mitgestaltet. Das Netzwerk hat enormes Potenzial, Digitalisierung in Deutschland zu beschleunigen und Innovationen zu vermarkten.“

BuildingMinds
BuildingMinds bricht bestehende Datensilos rund um ein Gebäude auf und vernetzt alle Daten und Beteiligten intelligent auf einer Plattform, wodurch die Verwaltung und Bewirtschaftung von Immobilienportfolios effizienter wird. BuildingMinds ist ein Startup von Schindler und Partner von Microsoft.

Jens Müller, CEO BuildingMinds
“Mit der Gründung des Vereins wollen wir zu einer Community beitragen, in der Innovationen und neue Geschäftsmodelle erdacht werden. Wir sind überzeugt, dass der Weg dorthin nur funktioniert, indem wir IoT auf vielschichtige Weise mit ganzheitlichem, datengesteuertem Denken anwendbar machen und dabei Sektoren und nationale Grenzen überschreiten.“

CODE University
Die CODE ist eine private und von Grund auf neu gedachte Hochschule für digitale Produktentwicklung in Berlin, die die drei Bachelor Studiengänge Software Engineering, Interaction Design und Product Management anbietet. Der Kern des Studiums sind praxisnahe Projekte, begleitet von Seminaren und Workshops mit einem zukunftsweisenden Flipped-Classroom-Konzept. Gemeinsam mit einem Netzwerk von Industriepartnern bietet CODE den Studierenden damit eine Ausbildung, die die Wirklichkeit des Berufslebens widerspiegelt.

Manuel Dolderer, Co-Founder/President CODE University
“An der CODE lernen Studierende aus 65 Ländern alles, was sie brauchen, um digitale Produkte zu entwerfen, zu entwickeln und erfolgreich zu machen. Das IOT+ Netzwerk erlaubt es unseren Studierenden, von innovativen Unternehmen in diesem Bereich zu lernen und mit ihnen und ihren Technologien zu arbeiten. So können wir unseren Studierenden die bestmögliche Ausbildung im IoT-Bereich bieten, was sie nach ihrem Abschluss zu dringend gesuchten Fachkräften macht.”

HTW Berlin
Die Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin (HTW Berlin) ist mit fast 14.000 Studierenden und über 500 Beschäftigten die größte staatliche Fachhochschule Berlins. Es existieren etwa 70 Studienangebote in den Bereichen Technik, Informatik, Wirtschaft, Kultur und Gestaltung.

MotionLab.Berlin
MotionLab.Berlin ist ein in Berlin ansässiger Hardware Innovation Hub und Makerspace, der Zugang bietet zu einem exklusiven Maschinenpark für Prototyping in Kombination mit Coworking und Community.
Durch die einzigartige Infrastruktur bietet das MotionLab.Berlin jungen Gründern ein optimales Umfeld für eine erfolgreiche Projektrealisierung und Unternehmensentwicklung.
Neben dem Aufbau eines starken Netzwerks mit Partnern, Herstellern, Investoren und Kunden profitieren Mitglieder durch schnellere Produktentwicklung und reduzierte Entwicklungskosten.

Fridtjof Gustavs, CEO MotionLab.Berlin
“Seit Gründung des MotionLab.Berlin begleiten und betreuen wir über 60 Hardtech Startups. Keines möchte nur ein neues physisches Produkt entwickeln, sondern die Hardware intelligent mit digitalen Komponenten verknüpfen. Das IoT+ Network ist eine großartige Chance, um unserer Community einen einzigartigen Anlaufpunkt für Wissen und Projekte zu ermöglichen und dadurch schneller und effizienter neue Lösungen zu entwickeln, zur Marktreife zu bringen, aber auch wichtige Partner aus Industrie und Wissenschaft zu finden. Gleichzeitig bringen wir innovative Lösungen in das Netzwerk und fördern aktiv den Standort Deutschland als Wissenszentrum für IoT.”

Next Big Thing AG
Die 2016 gegründete Next Big Thing AG (NBT) mit Sitz in Berlin ist ein Venture-Studio für die Machine Economy, das als Co-Founder mit angehenden Gründern und Unternehmern DeepTech-Ventures aufbaut, die einen real spürbaren Effekt erzielen. Mit seinem umfassenden Portfolio an Gründungen im Bereich IoT, KI und DLT bietet NBT langfristige Unterstützung für B2B-Unternehmen, einschließlich des gesamten Angebotsspektrums an Toolkits für Entwicklung, Innovationsstrategien, Mentoring für Unternehmer und Startups sowie technisches Know-how und intelligente Finanzierung – alles, um eine wohlhabendere, nachhaltigere und demokratisierte Gesellschaft zu ermöglichen.

Harald Zapp, Vorstandsvorsitzender der Next Big Thing AG
„Geschäftsmodelle auf IoT-Basis legen kombiniert mit Machine Learning und Blockchain den Grundstein für das Konzept der Machine Economy: Sie läutet ein neues industrielles Zeitalter ein und eröffnet bisher unerschöpfte Potenziale. Um diese zu heben braucht es ein starkes Ökosystem mit relevanten Partnern, die eine neue Tech-Ära vorantreiben wollen. Es ist uns Anliegen und große Freude zugleich, dass mit dem IoT+ Network aus Deutschland heraus für Europa nun der so dringend notwendige Schub in Richtung IoT-Innovationsprozesse kommt, der das Thema datengetriebene Geschäftsmodelle – und somit auch den Standort Berlin – auf ein ganz neues Level heben wird.“

team neusta
Die Unternehmensgruppe bietet im Kerngeschäft Beratung, Entwicklung und Umsetzung von komplexen Software-, Mobile- sowie E-Commerce-Lösungen. Hinzu kommen Leistungen in den Bereichen Konzeption, Design, Usability und Kommunikation. Aktuell beschäftigt team neusta u. a. an den Standorten in Bremen, Hamburg, Hannover, München, Berlin, Köln, Essen und Lachen (CH) mehr als 1.200 Angestellte. Die Gruppe erzielte 2019 einen Umsatz von etwa 120 Mio. Euro.

Carsten Meyer-Heder, Geschäftsführender Gesellschafter team neusta
„IoT ist eines der Zukunftsthemen und wird in den kommenden Jahren mehr und mehr die digitale Transformation in den Unternehmen bestimmen. Für team neusta als digitalen Full-Service Provider ist es daher logisch und konsequent das Thema IoT als Vorreiter mit zu gestalten. Als ‚digital family‘ leben wir bei team neusta schon heute Vernetzung und kooperatives Arbeiten. Das passt zu unserem Engagement im IoT+ Network. Wir freuen uns zusammen mit den Gründungsmitgliedern und jedem der sich darüber hinaus in das Netzwerk einbringt, IoT Made in Germany nach vorn zu bringen.“