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Einweihung einer Stele für Dr. Marie Munk (1885-1978)

Pressemitteilung vom 07.08.2020

Vor 90 Jahren wurde Dr. jur. Marie Munk am Landgericht Berlin III, der heutigen Dienststelle Tegeler Weg, zur Richterin auf Lebenszeit ernannt. Sie war eine Pionierin – erste examinierte Volljuristin, erste Rechtsanwältin Preußens und erste Richterin Berlins. Zum Gedenken an Dr. Marie Munk wird eine Stele mit ihrem Abbild im Dienstgebäude Tegeler Weg – ihrer früheren Arbeitsstätte – eingeweiht. Interessierte Journalistinnen und Journalisten sind herzlich eingeladen.

Montag, 10. August 2020 um 10:00 Uhr
Landgericht Berlin, Dienststelle Tegeler Weg,
Tegeler Weg 17 – 21, 10589 Berlin

Der Senator für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung, Herr Dr. Behrendt, wird Dr. Marie Munk mit Gedenkworten ehren. Zudem wird die Präsidentin des Deutschen Juristinnenbundes, Frau Prof. Dr. Wersig, eine Laudatio halten. Anschließend ist eine Gesprächsrunde zu dem Thema “Frauenförderung im höheren Justizdienst“ geplant. Als Ehrengast wird auch Frau Dr. Cordes zugegen sein, die für ihre Forschungen zu Leben und Werk Dr. Marie Munks mit dem Margaret Storrs Grierson Award Scholar-in-Residence Fellowship des Sophia Smith College, Northampton, Massachusetts (USA) ausgezeichnet wurde.

Zur Person: Dr. jur. Marie Munk legte 1924 als erste Frau in Preußen das Assessorexamen ab und wurde noch im selben Jahr in Berlin zur Rechtsanwaltschaft zugelassen. 1930 wurde sie am Landgericht Berlin III, der heutigen Dienstelle Tegeler Weg, als erste Frau in Berlin zur Richterin auf Lebenszeit ernannt. Wegen ihrer jüdischen Herkunft wurde sie aus dem Justizdienst 1933 entlassen und emigrierte 1936 in die USA. Sie setzte sich ihr Leben lang für die Rechte der Frauen ein.