Finnenhaussiedlung

Finnenhaussiedlung

Die beliebte Finnenhaussiedlung in Berlin Kladow ist der finnische Beitrag zum Wiederaufbau nach 1945 und war Teil des Aufbauhilfeprogramms der USA.

  • Finnenhaussiedlung© Franziska Delenk
  • Finnenhaussiedlung© Franziska Delenk

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Oft stiftet der Name Finnenhaussiedlung Verwirrung, denn in der Wohnsiedlung in Berlin Kladow besteht nicht weder aus Finnenhäusern, noch wohnen hier Finnen. Der Name stammt von den Erbauern der Siedlung: der finnischen Firma Puutalo Oy aus Helsinki.

Entstehungsgeschichte der Finnenhaussiedlung

Die Siedlung wurde, wie viele andere Wohnsiedlungen in Berlin, aus Gründen der Wohnungsnot gebaut. Nach dem Zweiten Weltkrieg herrschte massiver Wohnungsmangel. Amerika hatte sich verpflichtet, sich am Wiederaufbau für Berlin zu beteiligen. Gleichzeitig hatte Finnland hohe Schulden gegenüber den USA, die es nicht tilgen konnte. So kam es, dass die USA als Ausgleich für die ausbleibenden Zahlungen Finnlands die Lieferung und den Bau von mehreren hundert Holzhäusern annahm. Die Häuser sollten in erster Linie politischen Flüchtlingen zukommen.

Bunte Fassaden bis heute

Insgesamt 377 Holzhäuser bauten die Finnen in Berlin Kladow, alle zwischen 80 und 90 Quadratmetern groß. Die Straßen der Finnenhaussiedlung erhielten Namen finnischer Schriftsteller. Die Innengestaltung der Häuser war dank Fertigbauteilen aus Holz individuell. Auch die Außenwände konnte jeder Hausbesitzer farblich nach eigenem Gusto gestalten. So ist die Finnenhaussiedlung bis heute eine bunte Siedlung.

Informationen

Karte

Adresse
Eichelmatenweg 1
14089 Berlin

Nahverkehr

Bus
Fähre
Siegessäule
© dpa

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| Aktualisierung: 17. November 2015