Jüdischer Friedhof Weißensee

Jüdischer Friedhof Weißensee

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    Eingangsbereich vom Jüdischen Friedhof Berlin-Weißensee.
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    Stille Andacht auf dem Jüdischen Friedhof in Berlin-Weißensee.
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    Der Jüdische Friedhof in Berlin-Weißensee.
  • Herbst in Weißensee© www.enrico-verworner.de
    Jüdischer Friedhof
  • Grabstätte von Moses Mendelssohn auf dem Jüdischen Friedhof© dpa
    Grabstätte von Moses Mendelssohn auf dem Jüdischen Friedhof
  • Frühling in Weißensee© www.enrico-verworner.de
    Jüdischer Friedhof
  • Jüdischer Friedhof Weißensee© dpa

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Der jüdische Friedhof Weißensee ist einer der größten und schönsten jüdischen Friedhöfe Europas. Zahlreiche Berliner Persönlichkeiten wurden hier beigesetzt.
Um 1875 war die Mitgliederzahl der Jüdischen Gemeinde auf 65.000 angewachsen und als sich die Vollbelegung des Friedhofs in der Schönhauser Allee abzeichnete, erwarb die Jüdische Gemeinde ein über 40 Hektar großes Gelände in Weißensee zur Errichtung einer neuen Begräbnisstätte. Den Wettbewerb für dessen Gestaltung gewann der Architekt Hugo Licht.

Gedenkort und Trauerhalle auf dem Jüdischen Friedhof Weißensee

Auf dem 1880 eingeweihten Friedhof befindet sich ein vom Haupteingang zu erreichendes Rondell, in dessen Mitte ein Stein zum Gedenken an die Millionen Juden errichtet wurde, die Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung geworden sind. Auf den kreisförmig angeordneten Steinen sind die Namen aller großen Konzentrationslager eingemeißelt. Hinter dem Rondell befindet sich die 1880 von Hugo Licht errichtete alte Trauerhalle, deren Akustik schon zur Zeit ihrer Einweihung gerühmt wurde.

Beisetzungsstätte für geschändete Thorarollen

Südlich des Standorts der 1910 erbauten und 1944 zerstörten neuen Trauerhalle befindet sich ein Ehrenfeld für die im Ersten Weltkrieg gefallenen jüdischen Soldaten. In seinem Zentrum steht ein drei Meter hohes Denkmal aus Muschelkalkstein, das einen monumentalen Altar darstellt. Rechts vom Haupteingang, in einem Gräberfeld an der Nordecke des Friedhofs, befindet sich eine Beisetzungsstätte für rund 90 während der Pogromnacht 1938 geschändete Thorarollen.

Berühmte Grabstätten auf dem Jüdischen Friedhof Weißensee

Zahlreiche Berliner Persönlichkeiten sind hier beigesetzt, unter anderem der Sozialpolitiker Max Hirsch (1832-1905), der hebräische Schriftsteller Micha Josef Bin Gorion (1865-1921), der Maler Lesser Ury (1861-1931) sowie die Verleger Samuel Fischer (1859-1934) und Rudolf Mosse (1843-1920). Bis 1998 wurden auf dem Jüdischen Friedhof Weißensee mehr als 115.200 jüdische Bürger Berlins beigesetzt.

Informationen

Karte

 Adresse
Herbert-Baum-Straße 45
13088 Berlin
Öffnungszeiten
1. April bis 30. September: Montag bis Donnerstag 7.30 bis 17 Uhr, Freitag 7.30 bis 14.30 Uhr, Sonntag 8 bis 17 Uhr 1.Oktober bis 31.März: Montag bis Donnerstag 7.30 bis 16 Uhr, Freitag 7.30 bis 14.30 Uhr, Sonntag 8 bis 16 Uhr, Schabbat (Samstag) und Feiertage geschlossen
Hinweis
Männer sollten bei Besuchen des Jüdischen Friedhofs Weißensee ihren Kopf bedecken. Am Eingang werden leihweise Kippas zur Verfügung gestellt.
Internetadresse
www.jewish-cemetery-weissensee.org

Nahverkehr

Bus
Synagoge Rykestraße
© dpa

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| Aktualisierung: 4. März 2021