Das Sowjetische Ehrenmal im Treptower Park

Sowjetisches Ehrenmal
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Das Sowjetische Ehrenmal Treptower Park ist zwischen 1946 und 1949 als monumentale Begräbnisstätte für 5000 gefallene Soldaten der Roten Armee angelegt worden. Der Entwurf stammt von einem Künstlerkollektiv, zu dem Jakow S. Belopolski (Architekt), Jewgeni W. Wutschetitsch (Bildhauer), Alexander A. Gorpenko (Maler) und die Ingenieurin Sarra S. Walerius gehörten.

Die Anlage ist 10 ha groß und erstreckt sich zwischen der Puschkinallee und der Straße Am Treptower Park. Von dort betritt man die Anlage durch ein Portal aus Granit und trifft im Vorhof der Anlage auf die Skulptur „Mutter Heimat“. Hier beginnt die Achse, die – zwischen zwei stilisierten, ebenfalls aus Granit gearbeitet, roten Fahnen hindurch – als Promenade zum Mausoleum führt. Rechts und links vor den Fahnen sollen die Bronzeplastiken des knienden alten und des knienden jungen Soldaten den Besucher auf die eigentliche Grabanlage einstimmen.

4.800 Gefallene sind unter den tiefer gelegenen Rasenflächen beigesetzt; weitere 200 unterhalb des Mausoleums-Hügels beerdigt. Nördlich und südlich der Rasenrechtecke stehen auf jeder Seite acht Sarkophage. Sie symbolisieren die 15 Republiken der damaligen Sowjetunion. In Reliefsdarstellungen zeigen sie Szenen des „Großen Vaterländischen Kriegs“ gegen das nationalsozialistische Deutschland.

Das monumentale Grabmal im Zentrum der Anlage wird von einem 70 Tonnen schweren Sowjetsoldaten aus Bronze gekrönt. Er hat sein Schwert gesenkt und seinen Fuß auf ein zerschmettertes Hakenkreuz gestellt. Auf dem Arm trägt er ein Kind. Sein Gestus verkündet den Sieg. Er gebietet den Frieden und scheint zugleich ein Versprechen für eine gesicherte Zukunft zugeben.

Noch immer finden im Treptower Park Gedenkveranstaltungen und Kranzniederlegungen für die sowjetischen Opfer des Zweiten Weltkriegs statt.

Mit den anderen beiden sowjetischen Ehrenmalen im Tiergarten und im Volkspark Schönholzer Heide wurde auch die Treptower Begräbnisstätte nach dem Abzug der GUS-Truppen dem Land Berlin übergeben und gesetzlich unter Schutz gestellt.