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Baumpflanzung zum Jubiläum

Baumpflanzung
Bild: BA Treptow-Köpenick

Bezirksbürgermeister Oliver Igel, der Vorsteher der Bezirksverordnetenversammlung Peter Groos und Bezirksstadträtin Cornelia Flader sind der Einladung zum 20jährigen Jubiläum des Bestehens der Städtepartnerschaft nach Albinea in Italien gefolgt. Gemeinsam pflanzten sie am 24. März mit Bürgermeister Nico Giberti im Park von Albinea mehrere Bäume. Tatkräftig unterstützt wurden sie dabei von Kindern aus einem Kindergarten und der Mittelschule von Albinea. Aus Treptow-Köpenick wurde ein Maulbeerbaum in die italienische Erde gepflanzt, weil die Maulbeerbäume eng mit der Geschichte des Ortsteil Friedrichshagen verknüpft sind. In ihren Reden betonten BVV-Vorsteher Groos und Bürgermeister Giberti die Symbolik, die damit verbunden ist: Bäume schlagen bei guter Pflege feste Wurzeln im Erdreich, bilden Zweige und Blüten, gedeihen und überdauern auch einmal karge Zeiten. Die 1997 gegründete Städtepartnerschaft hat feste Wurzeln im Leben beider Kommunen geschlagen, sie bildet immer wieder neue Zweige, blüht und gedeiht auf verschiedenen Gebieten. Mit der erneuten Unterzeichnung der Städtepartnerschaftsvereinbarung brachten alle Beteiligten ihren Wunsch zum Ausdruck, dass diese Städtepartnerschaft auch in den kommenden Jahren dazu beiträgt, dass der europäische Puls kräftig schlägt und Albinea und Treptow-Köpenick erfolgreiche Taktgeber sind.

Am 25. März haben Albinea und Treptow-Köpenick gemeinsam am Gedenkstein mit der Aufschrift „Mai Piu – Nie wieder“ der Ereignisse vor 73 Jahren mit einer Kranzniederlegung gedacht. Italienische Partisanen und britische Fallschirmjäger befreiten Albinea damals gemeinsam von den deutschen Besatzern. Fünf deutsche Soldaten, unter ihnen der Treptower Hans Schmidt, schlossen sich den Partisanen an und wurden dafür von der Wehrmacht erschossen. 1995 wurden sie zu Ehrenbürgern Albineas erklärt. Bürgermeister Igel dazu: „Die Städtepartnerschaft mit Albinea ist im besten Sinne ein europäisches Friedensprojekt mit historischen Wurzeln. Wir erinnern gemeinsam an den Schrecken des Zweiten Weltkrieges, aber auch den Widerstandsgeist gegen Krieg und Diktatur. Aus der Verantwortung für Frieden und ein geeintes Europa ist vor nunmehr 20 Jahren die Städtepartnerschaft mit Albinea entstanden. Mir macht es Mut zu sehen, wie grenzüberschreitend eine Partnerschaft gelebt wird, die für die jetzige und künftige Generationen Hoffnung für ein friedvolles Zusammenleben geben soll.“

Im Anschluss an die Gedenkveranstaltung besuchte die Delegation im Gemeindesaal die Eröffnung der Ausstellung “Die Soldaten, die NEIN sagten!”. Außerdem wurde eine Gemeinschaftswebseite über die Geschichte der Städtepartnerschaft präsentiert. In einem anregenden Gespräch tauschten sich die Vertreterinnen und Vertreter beider Kommunen über die nächsten gemeinsamen Projekte und Aktivitäten aus. Dazu gehören der Austausch zwischen den Musikschulen, der für den 17. September 2017 in Treptow-Köpenick geplante Festakt zum 20jährigen Jubiläum der Partnerschaft und ein Austausch zwischen Sportlerinnen und Sportler.