Dritter Gipfel gegen Jugendgewalt: Positive Zwischenbilanz

3. Gipfel gegen Jugendgewalt

Barbara Slowik (l-r), Polizeipräsidentin in Berlin, Kai Wegner (CDU), Regierender Bürgermeister von Berlin, Katharina Günther-Wünsch (CDU), Berliner Senatorin für Bildung, Jugend und Familie, und Martin Hikel (SPD), Bezirksbürgermeister von Berlin-Neukölln, nehmen an einer Pressekonferenz im Anschluss an den 3. Gipfel gegen Jugendgewalt im Roten Rathaus teil.

Als Reaktion auf die Silvesterkrawalle 2022/2023 hat der Berliner Senat im Rahmen von zwei Gipfeln gegen Jugendgewalt ein umfangreiches Maßnahmenpaket zur Prävention von Jugendgewalt entwickelt.

33 Maßnahmen zielen darauf ab, einerseits Jugendlichen Perspektiven und Möglichkeiten zur Teilhabe zu bieten, andererseits klare Grenzen bei rechtlichen Verstößen und Fehlverhalten zu setzen. Dafür stehen erhebliche finanzielle Mittel zur Verfügung. Auf einem dritten Gipfel zog der Berliner Senat am Dienstag eine erste Zwischenbilanz.

«Prävention ist ein Marathon, kein Sprint»

Der Regierende Bürgermeister, Kai Wegner, betonte den breit gefächerten Ansatz der gewählten und umgesetzten Maßnahmen: «Für diesen Senat steht fest: Jede Berlinerin und jeder Berliner hat das Recht auf Sicherheit. Dafür müssen wir Brücken bauen und gleichzeitig klare Grenzen setzen.» Weiterhin hoben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Gipfels die ganzheitlichen Lösungsansätze des Maßnahmenpakets hervor. Das erstrebte Ziel sei nur durch eine kollektive Anstrengung und einen langen Atem zu erreichen.

Zahlreiche neue Projekte gestartet

Ein Großteil der beschlossenen Maßnahmen befindet sich bereits in der Umsetzung. So sind im Bereich der kiezorientierten und gewaltpräventiven Jugendsozialarbeit die meisten von 38 geplanten Projekten im Oktober 2023 gestartet. Dazu gehören der Ausbau von Streetwork- und Sportangeboten im öffentlichen Raum, Projekte zur Radikalisierungsprävention, Sprachförderung und die Schaffung von Bildungs- und Berufschancen für Jugendliche. Die aufsuchende Jugendsozialarbeit wird zusätzlich durch zwei Landesprogramme unterstützt.

Ebenfalls im Oktober 2023 starteten 27 zusätzliche Projekte mit vielfältigen Angeboten der Jugendarbeit in elf Bezirken. Zahlreiche bestehende Angebote wurden erweitert und personell aufgestockt.

Ausweitung erfolgreicher Angebote

Des Weiteren wird das Neuköllner Handlungskonzept "Prävention und Intervention bei Kinder- und Jugendkriminalität" auf alle Bezirke ausgedehnt. Dieses beinhaltet die Einrichtung von Jugenddelinquenzteams in allen Jugendämtern und setzt auf eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen Jugendämtern, Schulen, Polizei und Staatsanwaltschaft. Das Projekt Stadtteilmütter, das aufsuchende Beratung für Familien in sozial benachteiligten Stadtteilen anbietet, wird um 15 zusätzliche Stadtteilmütter erweitert, um auch Familien mit Kindern ab 12 Jahren zu erreichen.

Workshops mit Rettungskräften

Darüber hinaus sollen junge Menschen durch Workshops mit Feuerwehr und Rettungsdiensten für die Arbeit der Einsatzkräfte sensibilisiert werden. Schließlich wird die Staatsanwaltschaft durch die Schaffung zusätzlicher Stellen personell verstärkt, damit Täter schneller bestraft werden können.

Insgesamt soll das breite Spektrum an Maßnahmen sicherstellen, dass Jugendgewalt präventiv besser bekämpft wird und fördert gleichzeitig die Schaffung von Perspektiven und die Teilhabe junger Menschen, während konsequentes staatliches Handeln bei Straftaten und Grenzüberschreitungen gewährleistet wird.

Autor:in: Senatskanzlei Berlin
Veröffentlichung: 25. Oktober 2023
Letzte Aktualisierung: 25. Oktober 2023

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