Berliner Plakatkampagne gegen antimuslimische Übergriffe vorgestellt

Berliner Plakatkampagne gegen antimuslimische Übergriffe vorgestellt

Nach einer Kampagne gegen Antisemitismus hat die Berliner Senatsinnenverwaltung auch eine Plakataktion gegen antimuslimische Übergriffe gestartet.

  • Kampagne gegen antimuslimischen Rassismus (1)© dpa
    Rima Hanano, Mitglied im Fachbeirat und Projektleitung CLAIM-Allianz gegen Islam- und Muslimfeindlichkeit, spricht bei der Vorstellung einer Kampagne gegen antimuslimischen Rassismus.
  • Kampagne gegen antimuslimischen Rassismus (2)© dpa
    Nicola Böcker-Giannini, Staatssekretärin für Sport in der Berliner Senatsverwaltung für Inneres, Digitalisierung und Sport, spricht bei der Vorstellung einer Kampagne gegen antimuslimischen Rassismus.
  • Kampagne gegen antimuslimischen Rassismus© dpa
    Rima Hanano, Projektleitung CLAIM-Allianz gegen Muslimfeindlichkeit, neben einem Plakat der Kampagne.

«Hinsehen-Erkennen-Handeln bei antimuslimischen Rassismus»

«Hinsehen-Erkennen-Handeln bei antimuslimischen Rassismus», heißt das Projekt, das am Freitag (21. Januar 2022) vorgestellt wurde. «Antimuslimischer Rassismus richtet sich gegen unsere demokratischen Werte und bedroht das friedliche Zusammenleben und die Stabilität unserer Gesellschaft», teilte Innensenatorin Iris Spranger (SPD) mit. Ein Plakat der Kampagne zeigt eine Zeichnung von einer Moschee, darüber steht: «Nach dem Freitagsgebet. Direkt bedroht. Jetzt Solidarität zeigen». Über der Zeichnung von Stühlen und Tischen heißt es: «Zum ersten Mal im Hörsaal. Jemand zieht am Kopftuch. Da gibt es was zu hören.»

Kampagne will Fokus auf Rassismus im Alltag legen

Im ersten Teil der von der Senatsinnenverwaltung vorgestellten Kampagne ging es um verdeckten Antisemitismus, der sich etwa in Witzen, Liedern oder Bemerkungen äußert. Fotos zeigten einen Mann, der sich lachend auf die Schenkel haut, einen Sänger vor einem Mikrofon und einen Dozenten oder Lehrer im Unterricht. «Das ist Antisemitismus und kein Witz» und «Das ist Antisemitismus und kein Reim» lauteten Überschriften. Die Kampagnen sollen zeigen, dass Antisemitismus, Rassismus und andere Übergriffe oft auch in kleineren Begebenheiten auftauchen, gegen die rechtzeitig eingeschritten werden muss.
Veröffentlichung: 21. Mai 2022
Letzte Aktualisierung: 21. Januar 2022

Weitere Meldungen