«Das ist Antisemitismus»: Plakatkampagne des Berliner Senats

«Das ist Antisemitismus»: Plakatkampagne des Berliner Senats

Antisemitismus kann sich auch verdeckt äußern in Witzen, Liedern oder Bemerkungen - darauf weist der Berliner Senat mit einer Plakatkampagne hin.

  • Kampagne "Das ist Antisemitismus" (1)© dpa
    Iris Spranger (l-r), Innensenatorin von Berlin, Ingo Siebert, Leiter der Geschäftsstelle der Landeskommission Berlin gegen Gewalt, Nicola Böcker-Giannini, Staatssekretärin, und Sigmount A. Königsberg, Beauftragter der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, stehen vor Plakaten.
  • Kampagne "Das ist Antisemitismus" (3)© dpa
    Ingo Siebert, Leiter der Geschäftsstelle der Landeskommission Berlin gegen Gewalt, enthüllt ein Plakat.
  • Kampagne "Das ist Antisemitismus" (2)© dpa
    Iris Spranger (SPD,M), Innensenatorin von Berlin, spricht, während Ingo Siebert (l), Leiter der Geschäftsstelle der Landeskommission Berlin gegen Gewalt, ein Plakat in Anwesenheit von Sigmount A. Königsberg, Beauftragter der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, enthüllt.
  • Kampagne "Das ist Antisemitismus" (4)© dpa
    Iris Spranger (SPD), Innensenatorin in Berlin, spricht bei der Präsentation der Plakatkampagne "Das ist Antisemitismus" neben einem Plakat mit der Aufschrift "Hinsehen Erkennen Handeln".
  • Kampagne "Das ist Antisemitismus" (5)© dpa
    Iris Spranger (SPD, Innensenatorin in Berlin, spricht bei der Präsentation der Plakatkampagne «Das ist Antisemitismus».

Kampagne gegen Antisemitismus vorgestellt

«Antisemitismus hat viele Formen, alle können erkannt werden», heißt es auf den Plakaten, die Innensenatorin Iris Spranger (SPD) am Montag (10. Januar 2022) vorstellte. Fotos zeigen etwa einen Mann, der sich lachend auf die Schenkel haut, einen Sänger vor einem Mikrofon und einen Dozenten oder Lehrer im Unterricht. «Das ist Antisemitismus und kein Witz» und «Das ist Antisemitismus und kein Reim» lauten Überschriften.

Kampagne richtet sich an Zeugen antisemitischer Vorfälle

«Hinsehen, Erkennen, Handeln», fordert der Senat auf. Die Kampagne richte sich an Zeugen antisemitischer Vorfälle. Antisemitismus komme eben in vielen Facetten vor und sei nicht immer auf den ersten Blick zu erkennen. Die Kampagne solle daher auch der «Dunkelfelderhellung» in dem Bereich dienen. Plakate, bewegte Bilder und Postkarten sollen in den nächsten zwei Wochen in der Stadt zu sehen sein. Bei der Konzeption wirkte auch ein Fachbeirat aus der jüdischen Community mit. Materialien für die Bildungsarbeit an Schulen und anderen Einrichtungen würden erarbeitet.
Spranger betonte: «Der Kampf gegen Antisemitismus ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Das Handeln aller Menschen in unserer Stadt ist gefragt.» Jeder Mensch in Berlin könne auf Vorfälle achten und Betroffenen zur Seite stehen.

Quelle: dpa

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