Schärfere Corona-Regeln für Gastronomie im Gespräch

Schärfere Corona-Regeln für Gastronomie im Gespräch

Berlins neue Gesundheitssenatorin Ulrike Gote hat vor den Bund-Länder-Beratungen zur Corona-Lage strengere Zugangsregelungen für Restaurants ins Gespräch gebracht.

2G-Regel

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Quelle: dpa
Weiterführende Informationen: Corona-Maßnahmen
Veröffentlichung: 05. Januar 2022
Letzte Aktualisierung: 05. Januar 2022

«Wir sehen, dass jetzt die Zahlen der Omikron-Infizierten sehr, sehr stark ansteigen», sagte die Grünen-Politikerin am Mittwoch (05. Januar 2022) in der Sendung «Frühstart» von RTL/ntv. «Und ich glaube, wir müssen uns sehr genau unsere Maßnahmen nochmal anschauen.» Als ein Beispiel nannte Gote eine FFP2-Maskenpflicht im ÖPNV und Einzelhandel. «Dann müssen wir darüber reden, wie es generell in der Gastronomie weitergeht, ob wir eine Zulassung nur noch für Geboosterte erlauben oder mit Test», sagte Gote. «Wir müssen wissen: Vollständig geimpft ist man bei Omikron eigentlich nur mit dem Booster.»

Genereller Lockdown zunächst nicht angedacht

Bund und Länder wollen am Freitag über mögliche Konsequenzen aus der Pandemie-Entwicklung sprechen. Zur Frage, ob ein Lockdown in Berlin zu erwarten sei, sagte Gote: «Eine Versicherung wird Ihnen jetzt keiner geben können, aber das ist nicht das, woran wir jetzt denken, einen generellen Lockdown zu machen.» Gote bezweifelte, ob das der richtige Ansatz sei: «Ich glaube, das würde die Situation auch gar nicht so stark verändern», so die Gesundheitssenatorin. «Wir haben eher das Problem, dass viele Menschen erkranken werden und wir schauen müssen, wie wir unseren Alltag aufrecht erhalten können.»

Senatorin: Omikron wohl bereits vorherrschende Variante

Nach der Senatssitzung am Dienstag hatte Gote gesagt, sie gehe davon aus, dass Omikron mittlerweile Delta als vorherrschende Virusvariante in Berlin abgelöst habe. Nach Angaben der Labore hat die zuerst in Südafrika entdeckte Variante in der vergangenen Woche einen Anteil von 43,5 Prozent an den Corona-Infektionen ausgemacht, wie Gote mitteilte. Sie sprach von einer «beunruhigenden Zahl».

Quelle: dpa

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