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Etliche neuralgische Punkte im Berliner Stromnetz werden als Konsequenz aus den Anschlag am 3. Januar jetzt besser gesichert.
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Der Berliner Senat will den Schutz des Stromnetzes und anderer kritischer Infrastruktur weiter ausbauen. Das kündigte Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD) nach der Senatssitzung am Dienstag (19. Mai 2026) an.
Als Beispiele nannte sie technische Maßnahmen wie die zusätzliche Installation von Videokameras an neuralgischen Punkten auch im öffentlichen Straßenland oder den Einsatz von Systemen künstlicher Intelligenz (KI), um mögliche Angriffe wie den folgenschweren Brandanschlag am 3. Januar frühzeitig zu erkennen. Zu solchen Systemen gehören Wärmebildkameras, Bewegungs- oder Erschütterungssensoren.
Vorgesehen sei auch, Stromleitungen im Freien unter die Erde zu verlegen. Das dürfte aber Zeit brauchen. Zwar verlaufen 99 Prozent des Berliner Stromnetzes nach früheren Angaben bereits unterirdisch. Aber da das Netz 36.000 Kilometer umfasst, entsprechen ein Prozent immer noch 360 Kilometer. Schwierigkeit dabei sind laut Giffey Wasserübergänge wie Kanäle. Als neue Option setze der Senat dabei auf ein System zum Verlegen von Druckrohrleitungen unter dem Wasser hindurch. Eine erste Bohrung unter der Dahme in Köpenick sei erfolgreich verlaufen.
Ebenfalls Teil eines Maßnahmenplans, den der Senat diskutierte, ist eine Entflechtung von Kabelbrücken mit vielen Leitungen, um die Zahl neuralgischer Punkte zu reduzieren. Im Zuge der Modernisierung und des Ausbaus des Stromnetzes sollen zusätzliche sogenannte Georedundanzen geschaffen werden - Schäden im Netz sollen also durch alternative Kabel leichter überbrückbar sein und die Versorgung damit sichergestellt werden.
Giffey verwies darauf, dass seit dem Stromausfall im Januar 2026 in Steglitz-Zehlendorf bereits zahlreiche zusätzliche Schutzmaßnahmen ergriffen worden seien. Videoüberwachung und Wachschutz seien an neuralgischen Punkten massiv erhöht worden. Dazu kämen viele andere noch laufende Maßnahmen, etwa die Verstärkung oder Neuerrichtung von Zäunen, mehr Beleuchtung oder Alarmsysteme. So werden laut Giffey bis Sommer 20 Kilometer zusätzlicher Zaun an sensiblen Punkten wie Umspannwerken oder Netzknoten gebaut sein. Geplant sei auch ein neuer Zaunstandard von 2,40 Metern Höhe plus Absicherung mit Nato-Draht.
"Die Angriffe auf unsere Energieinfrastruktur haben gezeigt: Wir müssen wachsam bleiben und konsequent handeln", sagte Giffey. Deshalb werde der Schutz neuralgischer Punkte mit einem Dreiklang aus technischem Schutz, organisatorischer Vorsorge und verstärkter physischer Sicherung verbessert.