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Im Gesundheitswesen werden Fachleuten zufolge neue Arbeitsplätze entstehen. (Symbolbild)
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Bis 2035 müssen rund 560.000 Arbeitsplätze in Berlin neu besetzt werden, wie Arbeitssenatorin Cansel Kiziltepe (SPD) mitteilte. Das entspreche etwa einem Viertel aller Erwerbstätigen.
Als Hauptgrund für die Entwicklung nannte sie den demografischen Wandel, also das Ausscheiden älterer Jahrgänge aus dem Arbeitsleben. Weitere Gründe seien Digitalisierung und wirtschaftlicher Strukturwandel.
Vor diesem Hintergrund beschloss der Senat eine "Berliner Fachkräftestrategie 2035" mit zahlreichen Handlungsfeldern und Maßnahmen. Laut Kiziltepe ist unter anderem vorgesehen, die Quote erwerbstätiger Frauen (2024: 70,9 Prozent) und von Menschen mit Migrations- oder Fluchtgeschichte (2024: 66,3 Prozent) zu erhöhen. Auch Menschen mit Behinderungen oder Langzeitarbeitslose müssten besser in den Arbeitsmarkt integriert werden. Mitgedacht werden müssten zudem Faktoren wie bezahlbarer Wohnraum, der in Berlin knapp ist und Unternehmen dabei behindert, Fachkräfte anzuwerben. "Ohne Fachkräfte kein Wohlstand", mahnte Kiziltepe.
Laut Arbeitsverwaltung gehen Fachleute davon aus, dass in den kommenden Jahren vor allem in der Informations- und Kommunikationsbranche, im Gesundheitswesen und im Bereich Erziehung und Bildung neue Arbeitsplätze entstehen. Die Zahl der Jobs im produzierenden Gewerbe und in der öffentlichen Verwaltung geht hingegen deutlich zurück. Prognostiziert wird demnach, dass bis zu rund 100.000 neue Arbeitsplätze zusätzlich entstehen. Gleichzeitig entfallen 87.000 Arbeitsplätze vollständig. Für rund 450.000 Arbeitsplätze gilt laut Arbeitsverwaltung, dass sich die Tätigkeiten durch Digitalisierung und zunehmenden Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI) deutlich verändern werden und womöglich ersetzen lassen.
Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD) plädierte dafür, im Bemühen um Fachkräfte vor allem Wachstumsbranchen wie die Kreativ- und Digitalwirtschaft in den Blick zu nehmen. Diese habe in Berlin 2024 einen Umsatz von 56 Milliarden Euro erzielt und stehe damit bereits für 15 Prozent der gesamten Wirtschaftsleistung in der Hauptstadt. Die Branche umfasse schon heute rund 200.000 Beschäftigte. Zum Vergleich: In der Berliner Industrie arbeiteten etwa 100.000 Menschen.