Stadtteilzentren

Ein Jugendlicher spielt mit einer Seniorin ein Brettspiel
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Stadtteilzentren engagieren sich in der Nachbarschaftsarbeit und schaffen mit ihrer generationenübergreifenden und integrativen Arbeit die Voraussetzungen für gesellschaftliche Teilhabe und bürgerschaftliches Engagement aller Berlinerinnen und Berliner. Sie sind leicht erreichbar und stehen allen Altersgruppen und Nationalitäten offen. Die Angebote reichen von sozialer Beratung, Lehr- und Kursprogrammen über kreative Gestaltung, Selbsthilfegruppen bis zur aktiven Gestaltung der gemeinsamen Lebenswelt. Die dazugehörigen Selbsthilfe-Kontakt- und Beratungsstellen vervollständigen das Angebot der Stadtteilzentren. Die Stadtteilzentren arbeiten eng mit dem Quartiersmanagement der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen zusammen.

Infrastrukturförderprogramm Stadtteilzentren

Das Land Berlin stellt den Bürgerinnen und Bürgern eine Infrastruktur zur Verfügung, die sozial-kulturelle Arbeit und gesundheitsfördernde Maßnahmen verbindet. Das Infrastrukturförderprogramm Stadtteilzentren ermöglicht die finanzielle Unterstützung für Nachbarschaftshäuser und Selbsthilfekontaktstellen in allen Bezirken sowie von Projekten, die die fachlichen Entwicklungen in den Bereichen der Nachbarschaftsarbeit, Selbsthilfe und Engagement sowie Seniorinnen und Senioren und Menschen mit Behinderung unterstützen.

Mit dem Programm werden gesamtstädtische Rahmenbedingungen der sozialen Daseinsvorsorge gesetzt. Damit wird die gesellschaftliche Teilhabe der Berliner Bevölkerung unterstützt, einer Ausgrenzung kultursensibel entgegenwirkt und das Bürgerschaftliche Engagement gefördert.

Über das Infrastrukturförderprogramm Stadtteilzentren (IFP STZ) ist die finanzielle Grundsicherung von mehr als 50 Berliner Nachbarschaftszentren, Selbsthilfe-Kontakt- und Beratungsstellen, Seniorenprojekten und weiteren überregional wirkenden Projekten zur Förderung des bürgerschaftlichen Engagements und der Selbsthilfe bis Ende 2020 garantiert.

Nähere Informationen zum Infrastrukturförderprogramm Stadtteilzentren kann den nachfolgenden Unterlagen entnommen werden. Der Rahmenfördervertrag und die Kooperationsvereinbarung gibt Informationen über Zielsetzung und Aufgaben. Die Jahresberichte beinhalten Informationen zur Sachberichtsauswertung.

Rahmenfördervertrag zur Förderung gesamtstädtischer zuwendungsfinanzierter Angebote und Zentraler Aufgaben der Wohlfahrtsverbände

PDF-Dokument (94.4 kB)

Kooperationsvereinbarung zur Umsetzung des Infrastrukturförderprogramms Stadtteilzentren (IFP STZ)

PDF-Dokument (98.5 kB)

Jahresbericht zum Infrastrukturförderprogramm Stadtteilzentren (IFP STZ) 2014

Infrastrukturförderprogramm Stadtteilzentren Jahresbericht 2014

PDF-Dokument (628.4 kB)

Jahresbericht zum Infrastrukturförderprogramm Stadtteilzentren (IFP STZ) 2013

Infrastrukturförderprogramm Stadtteilzentren Jahresbericht 2013

PDF-Dokument (629.8 kB)

Infrastrukturförderprogramm Stadtteilzentren (IFP STZ) - Jahresbericht 2012

Infrastrukturförderprogramm Stadtteilzentren Jahresbericht 2012

PDF-Dokument (620.7 kB)

Infrastrukturförderprogramm Stadtteilzentren (IFP STZ) - Jahresbericht 2011

Infrastrukturförderprogramm Stadtteilzentren Jahresbericht 2011

PDF-Dokument (582.5 kB)

Aufgaben der Stadtteilzentren

  • Bürgerbeteiligung, Quartiersentwicklung und Verbesserungen der Lebensqualität
  • Stärkung des bürgerschaftlichen und ehrenamtlichen Engagements
  • Selbsthilfeförderung und -unterstützung
  • Förderung von Nachbarschaftsbeziehungen und gegenseitiger Hilfe
  • Generationsübergreifende und interkulturelle Arbeit
  • Vernetzung und Integration im Stadtteil
  • Familienunterstützende Arbeit
  • Gesundheitsfürsorge und -prävention
  • Aktivitäten gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus

Der fachpolitische Rahmen und grundsätzliche Vorgaben zur Arbeit der Stadtteilzentren wurde in den “Strukturempfehlungen für Stadtteilzentren” festgelegt.

Strukturempfehlungen für Stadtteilzentren im Bereich der Nachbarschaftsarbeit

Strukturempfehlungen für Stadtteilzentren

PDF-Dokument (132.5 kB)

Aufgaben der Selbsthilfekontaktstellen

Das Wesen der Selbsthilfe ist die wechselseitige Hilfe auf der Basis gleicher Betroffenheit. Selbsthilfe bedeutet, die eigenen Probleme und deren Lösung selbst in die Hand zu nehmen und im Rahmen der eigenen Möglichkeiten aktiv zu werden.
In Selbsthilfegruppen finden sich Menschen, die ein gemeinsames Thema verbindet, die unter der gleichen Krankheit, Behinderung oder seelischen Konfliktsituation leiden. Auch Angehörige von Betroffenen organisieren sich in Selbsthilfegruppen. Selbsthilfegruppen bieten aber auch ein Potential an kreativen und kulturellen Möglichkeiten.

Die Selbsthilfe-Kontaktstellen gibt es in jedem Bezirk. Sie bieten:

  • Ratsuchenden Zugang zur Selbsthilfe
  • den Gruppen Raum und Service
  • den Initiativen Vernetzungsforen
  • den Fachleuten, z.B. im Gesundheitswesen, Hilfe bei der Vermittlung von Patienten

Die Kontaktstellen zum Pflegeengagement wurden an die Selbsthilfe-Kontaktstellen angebunden, weil sie u.a. die positiven Elemente der Selbsthilfe, wie Engagement und Eigeninitiative, aufgreifen und in der Bündelung der Angebote gute Ergänzungen bieten. Informelle Hilfenetze in der Nachbarschaft werden damit unterstützt.

Der fachpolitische Rahmen und grundsätzliche Vorgaben zur Arbeit der Selbsthilfekontaktstellen wurde in den “Strukturempfehlungen für Selbsthilfekontaktstellen in Berlin” festgelegt.

Strukturempfehlungen für Selbsthilfekontaktstellen

Strukturempfehlungen für Selbsthilfekontaktstellen

PDF-Dokument (187.5 kB)

Landesweite Projekte

Der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales kommt in der Förderung des Bürgerschaftlichen Engagements eine führende Rolle zu. Sie unterstützt im Rahmen ihrer Förderpolitik Institutionen, Projekte und Initiativen zur Entfaltung der Zivilgesellschaft.

Die Dach- und Fachverbände SELKO e.V. mit seinem Projekt SEKIS und der Verband für sozial kulturelle Arbeit e.V. sind für die Aufgabe zuständig, die Idee der Selbsthilfe und Nachbarschaftsarbeit zu unterstützen und fachlich weiter zu entwickeln.
Die Landesfreiwilligenagentur Treffpunkt Hilfsbereitschaft hat die Aufgabe einer Informations-, Beratungs- und Koordinierungsstelle für freiwilliges und ehrenamtliches Engagement.
Die Landesvereinigung Selbsthilfe e.V. eint die verschiedenen Interessen unterschiedlichster Gruppen von Menschen mit Behinderung und vertritt deren Interessen nach außen.
Die landesweit wirkenden Projekte stellen eine wichtige Ergänzung zu der Arbeit der Nachbarschaftshäuser und Selbsthilfekontaktstellen dar.

Projekte der Senior*innenarbeit und Selbsthilfe im Bereich Menschen mit Behinderung

Erfahrungen und Wissen weiter geben – dieser Aufgabe stellen sich folgende Projekte:

Das Theater der Erfahrungen thematisiert Fragestellungen, die alle Menschen in unterschiedlicher Weise irgendwann betreffen, sei es Krankheit, Flucht, Sterben, Altersarmut, Trennungen und vieles mehr. Die Bühnenarbeit mit Laiendarstellern bringt Schwung, Nachdenklichkeit und viel Freude.

Das Berliner Zentrum für selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen e.V. BZSL bietet Erfahrungsaustausch, Rat und Unterstützung für Menschen die sich mit Behinderung und Hilfebedarf auseinandersetzen müssen.

Die ZeitZeugenBörse e.V. unterstützt den Austausch zwischen den Generationen und schafft eine Öffentlichkeit für persönliche Erinnerungen, z.B. in Schulen. Diese Zeitzeugnisse sind von großem Wert für das kulturelle Gedächtnis der Gesellschaft.

Willkommenskultur - Lebendige Nachbarschaften

Im Bereich der Entwicklung einer Willkommenskultur setzen die Stadtteilzentren im Bereich der Nachbarschaftsarbeit erfolgreich Projekte zur Integration um und setzen dabei auf Dialog und Hilfestellung.

Die landesfinanzierten Stadtteilzentren erhielten erstmals im Haushaltsjahr 2015 Haushaltsmittel zur Umsetzung von Willkommenskulturprojekten. Diese wurden in sechs Stadtteilzentren für den Aufbau einer lebendigen Nachbarschaft im Zusammenhang mit der vermehrten Aufnahme von Flüchtlingen genutzt.

Aufbauend auf die weitreichenden positiven Effekte, die diese Projekte hinterließen, wurden diese Mittel im Doppelhaushalt 2016/2017 verstetigt und auf weitere 24 Nachbarschaftshäuser ausgeweitet, so dass aktuell 30 landesfinanzierte Stadtteilzentren im Rahmen der “Willkommenskultur – Lebendige Nachbarschaften” gefördert werden.

Förderschwerpunkte im Bereich der Willkommenskultur

PDF-Dokument (108.4 kB)

Auswertung der Willkommenskultur im Jahr 2014 (Zwischenbericht)

PDF-Dokument (310.9 kB)

Information zum EFRE-Teilprogramm Stadtteilzentren (Zukunftsinitiative im Stadtteil II)

Nähere Informationen zum Projektaufruf für das Teilprogramm Stadtteilzentren finden Sie auf unsere EU-Förderseite – Bereich Bürgerschaftliches Engagement.

BVG und S-Bahn unterstützen Ehrenamtliche mit kostenlosen Fahrscheinen

Ohne Unterstützung funktioniert ehrenamtlicher Einsatz nicht. Ehrenamt muss man sich auch leisten können.
Deshalb freuen sich viele Projekte und freie Träger über die Spende der BVG und S-Bahn, die ihre ehrenamtlichen Helfer*innen mit kostenlosen Fahrscheinen helfen, an ihren Einsatzort zu kommen oder Besorgungen für von ihnen ehrenamtlich Betreute zu machen, wenn sie selbst nicht über ausreichende eigene Mittel verfügen.
Zwölf Stadtteilzentren in den zwölf Bezirken sind mit der Vergabe beauftragt – gut, dass es diese verlässlichen Partner gibt! Der Paritätische Wohlfahrtsverband als Kooperationspartner koordiniert die Vergabe.

Näheres zur Vergabe entnehmen Sie bitte dem Vergabekonzept: Mobil für freiwilliges und ehrenamtliches Engagement in Berlin und der Pressemitteilung

Mobil für freiwilliges und ehrenamtliches Engagement in Berlin

PDF-Dokument (159.8 kB)