Aufbruchsjahre – Deutschland nach dem Krieg

Deutschland zwischen Kriegsende und Währungsreform: »Mr Wissen 2go« und ZDF-Presenter Mirko Drotschmann begibt auf eine Zeitreise in die Jahre 1945 bis 1948. Seine Spurensuche führt ihn zu Menschen, deren Geschichten die Umbrüche und Extreme dieser Zeit vor Augen führen. Für ihn wird es auch eine Reise in die Vergangenheit der eigenen Familie. So entsteht in der Rückschau ein Bild der Nachkriegsjahre zwischen Zerstörung und Aufbruch, Angst und Hoffnung, Schuld und Verdrängung.

In Wesel blickt Drotschmann auf die Geschichte von Gerda Groos und ihrem Vater Wilhelm, der 1945 zum Bürgermeister der nahezu vollständig zerstörten Stadt wird. Vor ihm liegt die gewaltige Aufgabe, aus Trümmern neues Leben entstehen zu lassen.

»Mr Wissen 2go« folgt auch den Spuren seiner eigenen Familie: Wie Millionen andere Vertriebene und Flüchtlinge aus dem Osten erlebt sie eine Odyssee durch Nachkriegsdeutschland, bevor sie 1947 in Eschede eine neue Heimat findet.

In der Gedenkstätte Bergen-Belsen trifft Drotschmann Menachem Rosensaft. Er ist 1948 im dortigen Camp für jüdische »Displaced Persons« geboren, die als Befreite ausgerechnet in Lagern im Land der Täter auf ein neues Leben außerhalb von Deutschland hoffen. Seine Mutter Hadassah, Überlebende des Holocausts, kümmert sich dort um Waisenkinder und wird zur Symbolfigur eines Neuanfangs.

Der Film wirft auch einen Blick auf die Täterseite: Wie kann einer der mächtigsten Nationalsozialisten Österreichs, Gauleiter Sigfried Uiberreither, dem Gewahrsam der Amerikaner entkommen und danach bis zu seinem Tod unbehelligt in der Bundesrepublik Deutschland weiterleben?

In Berlin trifft Mirko Drotschmann Marc Leonhard. Sein Vater Wolfgang will nach dem Krieg helfen, ein neues, sozialistisches Deutschland aufzubauen – bis er zunehmend an der stalinistischen Umsetzung in der Sowjetzone zweifelt.

Ein wechselvolles Nachkriegsschicksal erlebt auch Beate Uhse. Als alleinerziehende Mutter und spätere Unternehmerin steht sie für den unbedingten Überlebenswillen dieser Jahre und für gesellschaftliche Veränderungen, die bis heute nachwirken.

Neben Interviews mit Nachfahren sowie Expertinnen und Experten rekonstruieren KI-unterstützte Visulisierungen im Stil von Graphic Novels die Schlüsselmomente der Protagonisten.

So entsteht aus sehr verschiedenen Perspektiven, Lebenserfahrungen und -entscheidungen ein Bild der frühen Nachkriegsjahre in Deutschland.

Zu sehen ist die Dokumentation » Aufbruchsjahre – Deutschland nach dem Krieg« im ZDF Streaming-Portal.

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