Gut trainiert, bei Frauen erfolgreich und finanziell abgesichert – für viele junge Männer verkörpern solche Bilder ein Ideal von Männlichkeit. In sozialen Netzwerken stoßen sie auf zahlreiche Angebote, die den Weg zu Erfolg, Anerkennung und Selbstoptimierung versprechen. Einige Online-Communities vermitteln jedoch neben traditionellen Geschlechterrollen antifeministische Narrative und radikale Weltbilder – die sogenannte Manosphere.
Diesem Phänomen im digitalen Raum ist die aktuelle Ausgabe der von der Bundeszentrale für Kinder- und Jugendmedienschutz (BzKJ) herausgegeben Fachzeitschrift BzKJAKTUELL gewidmet. Sie zeigt auf, wie Männlichkeitsbilder heutzutage in Social Media entstehen, welche Rolle antifeministische Narrative spielen und warum bestimmte Online-Räume Ausgangspunkt für Radikalisierungsprozesse sein können.
»Digitale Räume prägen zunehmend, wie junge Menschen sich selbst und ihre Beziehungen zu anderen verstehen. Vorstellungen von Männlichkeit können vielfältig und bereichernd sein. Problematisch wird es, wo Online-Communities Abwertung, Antifeminismus und demokratiefeindliche Einstellungen kommunizieren. Es ist wichtig, diese Dynamiken zu verstehen, aufzuklären und Orientierung zu geben sowie jungen Menschen Räume für eine vielfältige und selbstbestimmte Identitätsentwicklung zu geben«, so Sebastian Gutknecht, Direktor der Bundeszentrale für Kinder und Jugendmedienschutz (BzKJ).
Die redaktionellen Beiträge der BzKJAKTUELL 3/2026 sind im Servicebereich auf der Website der BzKJ zu finden.
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