Wie fahrradfreundlich ist die Umgebung? Gibt es gute Orte zum Spielen, Entspannen und Sportmachen? Und fühlt sich der Heimweg sicher an? Mit dem neuen Umgebungs-Check des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) können Jugendliche zwischen zwölf und 19 Jahren bewerten, wie sie ihr Lebensumfeld erleben. 16 Fragen mit einer Punkteskala von 1 bis 5 helfen dabei, unterschiedliche Aspekte sichtbar zu machen und Gespräche anzustoßen. Einsetzen lässt sich der Umgebungs-Check beispielsweise in Jugendgruppen, Schulklassen oder Wohnvierteln. Er ergänzt das StadtRaumMonitor-Angebot des BIÖG und soll Kommunen helfen, die Perspektiven Jugendlicher noch besser in Planungs- und Entscheidungsprozesse einzubeziehen.
Der Blick auf das Lebensumfeld ist auch aus gesundheitlicher Sicht wichtig: Wie gesund junge Menschen aufwachsen, entscheidet sich nicht nur durch ihr eigenes Verhalten. Auch Schulen, Sportanlagen, Parks oder öffentliche Plätze prägen als Teil ihres Umfelds ihre körperliche, psychische und soziale Entwicklung. Gesundheitsförderung setzt deshalb auch dort an – bei der sogenannten Verhältnisprävention: Sie schafft gute Bedingungen, senkt Risiken und trägt dazu bei, gesundheitliche Chancen gerechter zu verteilen.
Im Mittelpunkt des Umgebungs-Checks stehen Themen aus dem Alltag junger Menschen, wie Mobilität, Treffpunkte, Freizeitangebote, Sicherheit oder Mitbestimmung.