Intervenieren oder nicht? Dokumentation hinterfragt die historische Rolle der USA angesichts von Völkermorden

Die ARTE-Dokumentation »Kulissen der Macht« ist eine fesselnde Auseinandersetzung mit der Art und Weise, wie amerikanische Staats- und Regierungschefs seit 1989 auf Berichte über Völkermord und Massentötung von Zivilisten reagierten. Von Bosnien bis Ruanda und, in jüngerer Zeit, in Libyen und Syrien – wie denken US-Politikerinnen und -Politiker über ihre schwerwiegenden Entscheidungen nach?

Der Film blickt hinter die Kulissen politischer Machtzentren. Politikerinnen und Politiker, Militärs sowie Beraterinnen und Berater sprechen offen über die Prozesse und Konflikte, die ihre Entscheidungen prägten. Was waren ihre wahren Gründe? Warum intervenierten sie in einigen Gebieten und in anderen nicht? Empfinden sie Reue? Und wie analysieren sie ihre Entscheidungen im Nachhinein, wenn sie die Welt sehen, wie sie heute ist?

Durch die Verbindung ausführlicher Interviews mit seltenem Archivmaterial und digitalen Animationen rückt der Film die dramatischen Entscheidungsprozesse hinter Krieg und Intervention in den Mittelpunkt. Von Kuwait bis Bosnien, von Ruanda bis zum Kosovo und, vom Irak über Libyen bis nach Syrien beleuchtet der Film die politischen und militärischen Entscheidungen hinter internationalen Konflikten.

Der Film ist leider nur über einen sehr kurzen Zeitraum in der ARTE-Mediathek zu sehen, und zwar noch bis zum 10. August.

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