Amerika Haus

Eingangsbereich der Berliner Landeszenrtale für politische Blildung im Amerika Haus
Bild: LZ

Das Amerika Haus in der Hardenbergstraße wurde 1957 eröffnet als Niederlassung des United States Information Service (USIS). Als Informationszentrum und kulturelle Begegnungsstätte mit Kino, Bibliothek und Ausstellungsflächen stand es für kulturellen und politischen Austausch, der bei Gründung auch bis in den sowjetischen Sektor Berlins und in die DDR hinein Wirkung entfalten sollte. Die Aufarbeitung der NS-Zeit und die Auseinandersetzung mit der SED-Herrschaft standen zunächst im Vordergrund der Arbeit. Ende der 60er Jahre war das Amerika Haus dann Mittelpunkt der Proteste gegen den Vietnam-Krieg. Nach der Vereinigung von West und Ost verlor die Einrichtung ihre ursprüngliche Bedeutung. Angesichts der Terroranschläge von 2001 und der Proteste gegen den Irak-Krieg wurde das ursprünglich offene Haus immer stärker abgeschottet. 2006 übereigneten die Amerikaner die Einrichtung schließlich dem Land Berlin. Seit 2012 steht fest, dass das Gebäude wieder der öffentlichen Nutzung zugeführt werden soll – durch die Berliner Landeszentrale für politische Bildung sowie die Galerie CIO Berlin.

Anknüpfend an der Bildungs- und Begegnungstradition des Amerika Hauses will die Landeszentrale den Ort zu einem Zentrum der politischen Bildung in Berlin entwickeln. Mit Besuchszentrum, Publikationen, Ausstellungen, Veranstaltungen wie Foren, Workshops und Seminaren soll das Amerika Haus (wieder) zu einem Ort der Kommunikation, des Austausches aber auch des Meinungsstreites werden.

Träger der politischen Bildung können unsere Seminarräume auch für Veranstaltungen nutzen.