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Verleihung Spandauer Ehrennadel 2020

Spandauer Ehrennadel 2020 Preisträger
v.l.Bezirksbürgermeister Kleebank, Michael Virchow, Briegitte Mielke, Britta Franke, Manfred Goldschmidt, Vorsteherin Bezirksverordnetenversammlung Gaby Schiller
Bild: BA Spandau
Die Spandauer Ehrennadel wurde am 26. November 2020 zum neunzehnten Mal an Personen verliehen, die sich über längere Zeit in besonderer und herausragender Weise für das Gemeinwohl im gesellschaftspolitischen Bereich in Spandau verdient gemacht haben.

Das Findungsgremium – bestehend aus Bezirksbürgermeister Helmut Kleebank, seinem Stellvertreter Gerhard Hanke, der Bezirksverordnetenvorsteherin Gaby Schiller und ihre Vertreterin Ulrike Billerbeck – hatte in diesem Jahr sechs besondere Mitbürgerinnen und Mitbürger ausgewählt, deren Verdienste um den Bezirk Spandau mit dieser höchsten Auszeichnung des Bezirks gewürdigt werden:

Joachim Schensick (posthum)

Spandauer Ehrennadel 2020_Nadelübergabe Schensick
v.l. Bezirksbürgermeister Kleebank, Simone Schensick, Frau Schensick, stellv. Bürgermeister Hanke, Laudator Hagen Stamm, Vorsteherin BVV Gaby Schiller
Bild: BA Spandau

Joachim Schensick, Spitzname Schenne galt als charmanter Rabauke, Baum von einem Kerl und wird als menschliche Institution in diesem Bezirk immer ein Begriff bleiben. Bleiben wird auch die Schmach seiner Mutter die Olympiateilnahme geklaut zu haben, dass er zur Rettung seines Herzenvereins kräftig in die eigene Börse gegriffen hat und auf Beerdigungen auch gerne mal zukünftige Ehefrauen bezirzt hat. Bezirzt und leidenschaftlich geschachert hat er auch mit der politischen Kaste, seiner Familie und seiner geliebten Wasserball-Donners-tagsrunde, die zur Freude seiner Frau nie ins Wasser gefallen ist. Wobei Wasser das richtige Stichwort ist und immer sein Element war, auch wenn sich das Gerücht hartnäckig hält, dass Schenne, seiner unbändigen Motivation wegen, eher in einen Zaubertrank a la Obelix gefallen ist. Schenne war halt mit allen Wassern gewaschen.
In Spandau geboren, mit Havelwasser getauft.

Vorgeschlagen für die goldene Ehrennadel 2020 Joachim „Schenne“ Schensick

Mit Badehose kann ich da nicht hin?
Dieses modische Accesoires der Nassbekleidung und die Frage zu welchen Anlass man diese eigentlich trägt ist eng mit Joachim Schensick verbunden, denn Wassersport in allen Facetten war seine Leidenschaft, um nicht von zwanghafter Obsession zu sprechen.

Geboren ist Joachim am 25.12.1936 in Charlottenburg. Den ersten Fauxpas hat er sich schon geleistet ohne es zu wissen. Die werte Ma Ma ist Leistungsschwimmerin und Sie wird später ironisch behaupten, dass Joachim ihr die Olympiateilnahme 1936 in Berlin geklaut hat.

Die Kriegswirren machen es der Familie nicht einfach und sie verlassen Berlin Richtung Nor-den nach Svenemünde. Der Vater – Offizier – repariert Panzer und Joachim wird zwischen Ruinen und Rüstung groß, bis es 1945 wieder in die Hauptstadt geht – er wird Spandau nicht mehr verlassen und seinem Zuhause sprichwörtlich seinen Stempel aufdrücken. Am Freiherr von Stein Gymnasium treibt Joachim sein Unwesen und arbeitet mit Schaber-nack, Streichen und seinem losen Mundwerk an seiner schulischen Beliebtheitsskala im Lehrerkollegium. Dummheiten und Frötzeleien kann er sich leisten, den das Maß zwischen Frechheit und Notendurchschnitt ist gleichbleibend gut. Unter diesen Umständen darf man auch mal das Lehrerpult auseinanderschrauben und es mittels Streichhölzern nicht ganz stand-fest wieder aufstellen. Joachim Schensick hatte den sprichwörtlichen Schalk im Nacken. In diesen Jahren – jung, wild, clever und verbal verdammt versiert – lernt er auch seine erste Familie kennen, die ihm Zusammengehörigkeit, Kampfgeist und Schwimmflossen beschert.

Im damaligen Kleinod des Schwimmbades Zitadelle heißt es 1951 Schwimmen, Sprungturm und Sportboot bei den Spandauer Wasserfreunden. Der Lausbub entwickelt sich langsam zum augenzwinkernden Zampano, der gerne mal selbst-bewusst auf den Putz haut und dem man nicht recht das Wasser reichen kann.

Die Trainer stacheln ihn gerne an, „im Becken mal ne ordentliche Zeit ins Becken zu schlagen“, was dezent quitiert wird mit der Aussage: „Trainer das mach ich doch nach dem Aufste-hen mit einen Bein!“ – er wird dem Verein fast ein Dreivierteljahrhundert treu bleiben.

Bei der Ausbildung als Maschinenbauer 1952 fühlt er sich nicht unbedingt wie ein Fisch im Wasser, sondern tauscht liebend gerne auch mal die Schulbank mit dem Paddelboot im Ver-ein. Umso verrückter ist, das man sich erzählt, das auch heute noch sein Abschlussgesellenstück in der Münchner Firmenzentrale bei BMW steht.

Joachim Schensik war nie ein Maulheld, sondern eher ein charmant ungehobelter Sympathieträger. Während andere nur mit Wasser kochten, schacherte er in seinem Spandau immer wieder gerne bis zum brodelnden Siedepunkt – mit Erfolg. Der Verein war sein zweites Zuhause und sein ganz eigener Schwimmbereich, neben dem notwendigen Übel des Geldverdienens als technischer Leiter in der Klinik Berlin.

Bootsverein, Tennis, Schwimmen, Fünfkampf, Wasserball – in jungen Jahren war Joachim in allen Abteilungen Zuhause – immer motiviert, aber nie sonderlich erfolgreich. Das sollte sich schleunigst ändern.
Er wurde zur grauen Eminenz des Vereins, zur guten Seele und zum Gesicht des Vereins. Mit einem Augenzwinkern war er Schiedsrichter, Kampfrichter und Organisator jeglicher Wettkämpfe und Ansprechpartner für Weh Wehchen. Da kam es nicht von ungefähr das er auch Verantwortung übernahm als Abteilungsleiter Wasserball 1965, aktives Mitglied der Bootsabteilung, als Trainer der Seniorenstadtmannschaft, als Wasserballschiedrichter des Ber-liner Schwimmverbandes, als kommissarischer Vorstand oder als Vizepräsident der Wasser-feunde Spandau 04.

Mitte der Siebziger muss Schenne die Badehose etwas enger schnallen, als dem Verein finan-ziel das Wasser bis zum Hals steht – das Wort Insolvenz verspricht unsicheren Wellengang. Doch Schenne weiß den bevorstehenden Ruin zu managen und macht das was er am Besten-kann – schachern, diskutieren, verhandeln. Sponsoren werden besänftigt, mit Schuldnern Kompromisse gefunden und selbst mit seinem Privatvermögen steigt er ein. Vereinsliebe wirkt als Wort eher immer etwas schnulzig und altbacken, doch Joachim Schensick wirkt wie ein Prototyp dessen, welche Aufopferung damit verbunden werden kann und darf und das mit Erfolg – der Verein wird diese Schieflage überstehen. Weiterer Erfolg ist die Eröffnung des neuen Schwimmbades Spandau Süd im Jahr 1974 – über 40 Jahre später wird Joachim Schensick mit diesem Bad nochmal eine Passion verbinden.

Auch in Sachen Akquise des weiblichen Geschlechts ist Joachim anders und recht schmerz-frei. Wer braucht klassische Gegebenheiten wie Tanztee oder Gartenpartys um in feminine Gesellschaft zu kommen. Der moderne Mann der Siebziger knüpft Kontakt auf Beerdigungen bei befreundeten Familien zwischen Grabstrauß, Trauerrede und Leichen-schmaus. Tröstest du noch oder baggerst du schon – im Nachhinein kann seine zweite Ehefrau Joachims Schmeicheleien und seine mitfühlende Mühe einordnen.

Marta ist temperamentvolle Griechin und verfällt dem charmanten Witz des muskulösen Spandauers vollends. Nach Ouzo und Raki tanzen beide im Sirtaki Takt in eine gemeinsame Zukunft, die 1983 mit der Geburt von Tochter Simone gekrönt wird. Mit Anfang 50 ist Joachim auf dem Höhepunkt. In der Vier-Zimmer Dachgeschosswohnung der Wilhelmsstraße ist Hauptquartier, Schaltzenrale und Schmelztigel. Als Sommerresidenz wird in Griechenland ein Haus gekauft und ein sportlicher zweiter Frühling stellt sich ein. Mit den „Moby Dicks“ – den Wasserballsenioren der Wasserfreunde 04- erlebt Joachim späte sportli-che Befriedigung. World League, Europameisterschaft, 2000 Senioren Weltmeisterschaft in München und Olympische Spiele. Eine späte Genugtuung und zugleich zunehmende Obsession die dem Familienleben nicht immer nur zuträglich war. Joachim fühlt sich, wie ein Fisch im Wasser auch wenn es am „heili-gen Donnerstag“ – Treff der wöchentlichen Senioren Kameradschaft – immer eher ein alko-holisches Kaltgetränk gereicht wird und die Wochenenden um 6 Uhr beginnen um die Vorbe-reitungen für die Wasserball-Bundesligaspiele zu bewerkstelligen.

Im Bezirk hat sich „Schenne“ seinen Ruf erarbeitet und ist mit den politisch Verantwortlichen in Ausschüssen und Fachbereichen auf du und du. Oft zitiert man ihn mit dem Satz: „Jetzt lass doch mal deine Parteilinie weg und denk dran was gut ist!“ Delegiert hat er öfter mal, doch stellte sich gewünschte Lösung nicht ein hat man ihn nicht nur einmal mit Blumensträußen bei Vorzimmerdamen Süßholz raspeln sehen, um zeitnah einen Termin bei Verantwortlichen zu ergattern.

Die 2000er wirbelt er durch die Funktionärsebenen, als Präsidiumsmitglied des Bezirksport-bundes und Mitglied im Beirat regionaler Bäderbetriebe, die ihn schätzen und als beratende Instanz beim Umbau des Kombibades Spandau Süd und dem Neubau einer Wasserportarena mit einbeziehen. Joachim wähnt sich am Ziel Spandaus Wasserballern endlich wieder ein Zuhause im Bezirk zu geben – die Geburt seines zweiten Baby, für das er kämpft, rackert, argumentiert und wie sollte es anders sein schachert. Schensick war treibende Kraft für den Kita-, Schul-, und Wasserballsport und hat großen und immensen Anteil daran, das Spandaus Wasserballsport über die Grenzen unseres Bezirks Auf-merksamkeit, Stahlkraft und Erfolge verzeichnen und Jahrzehnte lang ausweisen kann.

Joachim Schensick war dem Wasserballsport über 60 Jahre treu und eine menschliche Institu-tion, die mit diesem Verein untrennbar verbunden ist und bleiben wird. „Er ist die Definition von Ehrenamt“, spiegelt seine Tochter Ihren Vater und sein Schaffen heute wieder. Simone entspannt bei Chlorgeruch, ist heute Physiotherapheutin im Verein und hört bei Besuchen im Bezirksamt öfters mal die Aussage: „Sie sind schlimmer als Ihr Vater!“ Schachern, verhandeln, ehrgeizig durchsetzen. Gene kann man nicht austricksen und somit wird auch ein Teil Joachims Schensicks mit sei-nen Lieben bleiben.
Bei Joachim Schensick hieß Einbringen persönliche Aufgabe, Herzblut, Verzicht auf Privatle-ben, hieß Engagement auch mal Aufopferung und Verein Familie und das sechs Jahrzehnte ehrenamtlich.

Joachim Schensick weilt heute nicht unter uns, hat die Nachricht seiner Ehrung in seinen letzten Tagen aber mit voller Freude aufgenommen. Seine Reaktion waren die Worte: Wann gehen wir los und kann ich da auch in Badehose hin? Für einen Pionier des Wassersportes in unseren Bezirk, einen unermüdlichen Streiter für Kita,- und Schulsport einem Menschen der seinen Verein über vieles andere stellte und sich aufgeopfert hat. Zu hoffen ist, das du heute am „heiligen Donnerstag“ Zeit für uns hast. Du wirst diesem Be-zirk ein Andenken sein.

Die goldene Spandauer Ehrennadel 2020 für Joachim Schensick

Ginette Schenk

Ginette Schenk hat ein Bastelproblem. Problem ist hierbei nicht, dass sie malt, werkelt oder näht, sondern eher das sie ständig das Wohlfühlgefühl anderer im Blick hat. Sie merken ihr Blick ist also unser Glück. Glück hatten wir auch, dass wir sie mit 16 nicht mit dem Motorboot rasant auf der Havel angetroffen haben. Rasant und laut sind nämlich eigentlich nicht ganz ihr Metier, was vielleicht erklärt das sie bis heute der Floristik frönt. Frönen tut sie ihr ganzes Leben dem Gespräch, so mögen andere Steine und Ginette ihre Blumen, sehen gut aus und haben einen Zustand wohliger Stille, die Ginette aber auch nicht lange aushält. Halt hatte auch so manches Schuldach in ihrer Elternvertreterzeit nicht, logisch und feinfühlig daher das man dann dem Stadtrat erzählt, dass man gerne pinkfarbene Blumen zu seiner eigenen Beerdigung favorisiert, um den Misstand etwas drastischer zu dokumentieren. Mitfühlender Geist, empathische Mitstreiterin und Wohlfühlatmo.

Vorgeschlagen für die Goldene Ehrennadel 2020 Ginette Schenk.

Das Gespräch mit Ginette Schenk hat etwas heimeliges und etwas sehr zurückhal-tendes. Sofort wird klar, dass ihre eigene Geschichte mit Höhen und Tiefen auch mit Schmerz und Verlust behaftet ist, über die sich nicht so leicht plaudert, wie über Pro-jekte, Vergangenes oder Wegbegleiter. Sie sagt Sätze wie:“ Glücklich sein heißt wohlfühlen oder Insel der Beschaulichkeit“. Neben kleinen persönlichen Anekdoten, die ich ihr dann doch entlocke, redet sie fast nebensächlich davon, dass die Gesell-schaft von der akuten „Ich –Bezogenheit“ wieder ein Wir-Gefühl entwickeln sollte – ein Satz der hoffentlich nicht nur mich zum Nachdenken anregt.

Irgendwie extrem bescheiden und nicht annähernd laut und aufdringlich, sondern mitfühlend, resolut und verdammt motiviert.
Ginette Schenk hatte es recht sommerlich bei ihrer Geburt am 18.06.1970 in der Lynarstraße. Leider hält dieser wohlig warme Schein nicht lange an. Ihre Mutter gibt Sie im Johannesstift ab und es steht das Wort „Heim“ im Raum,
bis sie schlussendlich ihre Großeltern bei sich aufnehmen. Auf die Frage, ob sie eine glückliche Kindheit hatte antwortet sie heute mit leicht angespanntem Gesichtsaus-druck „das es ihr an Nichts fehlte“ Mein Gefühl sagt mir, dass dieses einschneidende Erlebnis in frühester Kindheit, Auswirkungen auf Ihren Weg hat, Ihr Tun, auch wenn sie das so nie kundtun würde, unbewusst prägt sie dieser Umstand und es ist eine Erklärung für Ihr Mitgefühl ge-genüber anderen Menschen und vor Allem Kindern. Doch Ginette Schenk lediglich auf diese Erfahrung zu reduzieren, würde ihr nicht gerecht werden.

Ginette besucht die Carl-Schurz-Grundschule und ist eine mittelgute Schülerin. Hier entwickelt sich in jungen Jahren aber schon eine Aura die sie umgibt und ein Gespür für ihr Gegenüber und dessen Probleme, Unwägbarkeiten und innerste Dämonen, wecken in Ihr ein Lösungsbewusstsein, dass sie bis heute nicht löslässt. Bei Lehrern gilt sie als introvertiert und zurückhaltend, Kontakt zu Mitschülern hat sie nur be-dacht.
Die Nachmittage bestreitet sie häufig mit Ihrer Oma näht und häckelt, auch wenn sie mal an der Bürgerablage und dem Aalemannufer herumstromert wird Handarbeit im-mer ein Ausgleich für Sie sein.

Da verwundert es nach dem Besuch der Kinkel Oberschule nicht das die 17-jährige eine Ausbildung beginnt, die zwar Schönheit verspricht, kommunikativ aber bedingt anspruchsvoll ist und eine Menge Fingerspitzengefühl verlangt. Manch einer mag Steine angesichts ihrer überschaubaren Plauderlastigkeit, Ginette widmet sich einer ähnlich ruhigen Tätigkeit, die aber in blühenden Farben daherkommt und bei fast allen Menschen ein Glücklichkeitshormon ausstreut – eine Gegebenheit die die junge Frau zukünftig auch verfolgen wird. Blumen lassen uns etwas von der Schönheit des Paradieses erahnen, schreiben Dichter und Denker. Vielleicht ein Grund für Ginette Floristin zu werden, denn die kommenden drei Jahre werden Ihre Art und Auftreten grundlegend verändern-.
Mit 18 wird Ginette ihr eigenes 1-Zimmerreich beziehen, zwar im gleichen Haus wie die Oma, aber immerhin Privatssphäre, Denkerstube und Rückzugsgebiet.

Mit Anfang zwanzig findet man sie in der Seegefelderstraße im lokalen Blumenhan-del und etwas hat sich verändert. Sie berät Kunden, plaudert, bindet und fühlt sich zwischen Rose, Gerberas und Fressie pudelwohl. Blumen sind das Lächeln der Erde und genau diesen etwas kitschigen Spruch verkörpert sie! Aus der einst in sich verlorenen schüchternen Raupe ist ein selbstbewusster Schmetterling geworden. Mit 24 Jahren erblickt der erste ihrer zwei Söhne, das Licht der Welt – Sie und Pascal werden sich alleine durchs Leben schlagen bis 1996 ihr Ginettes Hormonhaushalt Purzelbäume schlägt. Die Knospe der Liebe erblüht nicht romantisch langsam in der Morgendämmerung, sondern eher heftig und unablässig auf einem Geburtstag.

Spandau als dörflicher Schmelztigel an Kontakten und Bekanntschaften, ließ Ginette direkt in die Arme ihrer großen Liebe laufen. Die Geschichte ist rasch erzählt. Ein al-ter Schulkamerad, ein staatlicher Freund namens Andre, der vielsagende Satz „Der ist es!“, Ginettes verlockend romantische Einladung eine massive Schrankwand am Wochenende zu transportieren und Andre der die aufgeregte Floristin schmoren ließ und nicht sofort fragte, ob sie diese Rose haben wollt. Doch Andre konnte dem bunten Strauß an Gefühlen nicht mehr entrinnen und es er-blühte eine Verbindung die Halt, ein Eheversprechen und eine weitere Bestäubung, mit der Geburt von Tobias inne hatte. Die nun 32-jährige ist angekommen. Das Heim ist ein Hort des gefühlvollen Mitei-nanders, eine eingeschworene Verbindung, ein Halt – etwas das Ginette in ihrer Kindheit vermisst hat und festhält.

Doch wie heißt es so schön: Das Schicksal ist ein mieser Verräter. 2003 macht ihr das, was sie so auszeichnet gesundheitliche Probleme- das Herz. Sie muss kürzer treten, die tägliche Arbeit an Flora und Fauna gibt sie auf.
Haushalt, Hausaufgaben und Handarbeit sind ein eigenes Berufsfeld bei der Leitung eines mittelständischen Familienunternehmens füllen aus, aber reichen Ginette nicht. Heute sagt sie „Ich hatte die Zeit und die Möglichkeit“. In den folgenden fast zwei Jahrzehnten wird sie sich unbändig für die „Kleinen“ unsere Gesellschaft einsetzen. Ihre beiden Söhne haben ihr schulisches Zuhause an der Földerich-Grundschule, wo Mama Schenk relativ fix Elternvertreterin wird und die folgenden neun Jahre im wahrsten Sinne wirbeln wird. Natürlich gehört auch dazu, dem damaligen Schulstadtrat Hanke zu informieren,
das sie, blumenverliebt wie sie ist, auf Ihrer Beerdigung pinkfarbene Grabbepflan-zung favorisieren würde. Ironie und Sarkasmus sind wie ich finde, immer gute Wegbegleiter, und da auch Herr Hanke gestern wie heute, sich diesen Schlagwörtern hingezogen fühlt, war schnell klar, dass das marode Dach der Grundschule, wegen herabstürzende Dachteile, fachmännisch gesichert werden muss. Eine Anekdote die Ginettes Schenks Umgang und Art gut in Worte fasst. Ein bunter Strauß an Ideen, ein blumiger Umgang und eine Duftmarke die sie hinter-lässt. Im Vordergrund immer den Schutzraum für Kinder und die Entwicklung des Nach-wuchses, sich zu entwickeln, Selbstbewusstsein und Eigeninitiative zu fördern und an sich zu glauben.

So haucht sie auch Ihren Kindern Selbstbewusstsein ein. Als Vorsitzende der Ge-samtelternvertretung der Berthold-Brecht-Oberschule begleitet sie ihre Sprösslinge und bastelt an ihrem Charakter. Pascal bearbeitet seine Frau Mutter sich dafür einzu-setzen, das die Lehrreferentin seiner Klasse die Schule nicht verlassen muss. Doch anstatt Ihren Einfluss geltend zu machen, animiert sie ihren Sohn ein eigenes Schreiben zu verfassen und für den Verbleib der Referentin zu argumentieren.
Diese empathische Art zog und zieht sich durch die schulischen Institutionen Spand-aus, 9 Jahre Vorsitzende der Gesamtelternvetretung der Földerich Grundschule,

14 Jahre Mitglied der Schulkonferenz an den Schulen Ihrer Kinder, 14 Jahre in ver-schiedenen Positionen des Bezirkselterausschusses, 11 Jahre stellvertretender Vor-sitz im Bezirksschulbeirat, eine Legislatur beratendes Mitglied im Jugendhilfeaus-schuss und die Liste wäre mit ehrenamtlichen Tätigkeiten noch länger.

Eine Persönlichkeit die den Spagat zwischen Familie und Engagement verkörpert und lebt. Eine Frau die die schulischen Begebenheiten mitgestaltet und für diese ein-steht. Die sich darüber hinaus für Pflegekinder einsetzt und die Thematik im Umgang mit Diabetes 1 im Kindesalter zu ihrem Thema macht. Eine Frau die ansteckt mitzuwirken, eigene Bedürfnisse hinten anstellt und den schwächsten und hilfebedürfstigsten Gliedern unser Gesellschaft ein Fels in der Spandauer Brandung ist. Eine Mutter die weiß mit Amts- und Würdenträgern umzu-gehen, selbstbewusst und lösungsorientiert uns und unseren Bezirk weiterbringt. Auf das deine Begeisterung für Projekte und Problemematiken und deine privaten Erfahrungen noch lange ein Teil unseres Spandaus bleiben.

Die goldene Spandauer Ehrennadel 2020 für Ginette Schenk.

Michael Virchow

Sowas wie uns gibt’s nich nochmal in Berlin! Eigentlich meint er damit klassische Klänge in Spandau, obwohl das auch auf Ihn zu-trifft. Zutreffend wäre auch zu erwähnen, das das Bürgeramt wie wir es heute kennen, aus einer Raucherlaune und einen Schwätzchen zwischen Ihm und Konrad Birkholz entstanden ist. Das so etwas aus der jugendlichen Maxime „Ich habe versucht mit wenig Aufwand den größten Ertrag zu erzielen“ entsteht und er heute auch mal das Wort „Ackergaul“ für seine Person nutzt, hätte er sich be-stimmt auch nicht erträumt. Geträumt hat er auch als ihn das erste mal Beethovens Neunte erschlug, auch wenn er nicht mal auf einem Kamm blasen kann und wenn er singt das Wasser der Dusche abrupt versiegt. Was er kann ist das Amt, das hat ihn nämlich 40 Jahre täglich begleitet und bei Kon-zerten hinten sitzen, auch wenn er zuhause eher auf Kreuzworträtsel, Rosenheim Cops und Lesen steht. Umso schöner das er heute mal vorne sitzt!

Vorgeschlagen für die goldene Ehrennadel 2020 – Michael Virchow.

Was erwartet man wenn man mit jemanden eine Verabredung hat der mehr als 40 Jahre Bezirksamt in seiner Vita stehen hat. Ich gebe zu ich war zwiegespalten und nicht ganz überzeugt das unser Nachmittag einer Schöner wird. Vorurteile umtrieben mich und dachte: Ich fühle mich nach zwei Jahren Akten, Amt und ausgefertigten Verordnungen nicht mehr ganz normal.
Ich sitze mit Michale Virchow in einem Restaurant, er Flammkuchen und alkohol-freies Weizen, ich einen Latte Macciato und ich werde danach lächelnd an Havel ste-hen, fast etwas aufgekratzt, und mir denken, auch damals gab es Menschen die ganz unamtlichversucht haben unser Bezirksamt umgänglich, sympathisch und frisch zu machen.-ich weiß ein herer Gedanke, ich traue mir selber kaum. Herr Virchow machts mir leicht, lässt mich bereitwillig fragen und präsentiert mir aller-lei Anekdoten, Angenehmes und Alterweisheit. Dinge auf die er nicht antworten will, umschifft er kommunikativ geschickt und extrem sympathisch oder deutet an. Es entsteht eine angenehme Opa – Enkel Situation mit Sätzen wie „Das kennen sie bestimmt nicht mehr!“ oder „Ahh dafür sind noch zu jung!“ 70 Jahre Lebenserfahrung nötigen mir Respekt ab, denn Michael Virchow ist sprichwörtlich Macher, versierter Kommunikationspartner und verdammt sympathi-scher Lausbub!

Michael Heinz Peter Virchow wird Spandau das erste mal am 11.10.1947 sehen, als Hausgeburt in der Földerichstraße 54, zweite Treppe rechts und wird heute sagen „Ihr kriegt mich aus Spandau nicht mehr weg!“ Er ist das dritte Kind der Virchows und gleichzeitig das Nesthäckchen. Die erste Schulbank drückt er in der Grundschule am Birkenhain und wuselt und stro-mert durch die Klosterstraße.

Die Eltern haben ein Geschäft für Siedlerbedarf, wo Michael auch als Lütter schon mit ran muss, bevor es in die Oberschule an die Lilly- Braun geht.
Hier zahlt sich die mäßige Motivation in Sachen Schule nicht ganz aus und die Be-wertungen der Lehrkräfte sind eindeutig: Bei mir bestehst du das Abitur nie!

Wer kennt das Gefühl der leere, der akkuten Unlust nicht Interpretationen zu schrei-ben und Tangenten zu fällen, wenn auf der anderen Seite die abendlichen Tanzlust-barkeiten im „Swing Point“ am Hohenzollernring und dem „Jet Power“ an der Kloster-straße nach einem verlangen, wo die wirklich wichtigen lebensnahen Themen erör-tert werden. Rolling Stones oder Beatles? Ist Emmerson, Lake and Palmer zu key-bordlastig und was macht Lennon da eigentlich mit Yoko Ono Musik wird immer an Michael Virchows Seite sein, doch hierzu braucht man auch das sogenannte „Antefatto“. In der Klassik der italienische Begriff für die Vorge-schichte eines Stückes, ohne diese man die gesamte Handlung nicht greifen kann. Natürlich frönt der jugendliche Virchow der Popmusik mit Beat Bond, Equals und dem einzigartigem Frank Zander. Doch ein Besuch der Deutschen Oper in der Beethoven 9. gegeben wird erschlägt ihn im positivsten Sinne. Und auch die Musik-truhe Cuba bei Radio Degner in der Pichelsdorfer Straße tut sein Übriges für die Be-geisterung zum klassischen Klang. Hierbei handelte es sich um einen Automaten, an dem man Singles in Plattenform ziehen konnte. An solch einem Automaten zog Virchow Senior den „Kaiserwalzer“ und auch diese Klänge betören die Gehörgänge von Vichow Junior.

1968 wird Michael das Abitur ablegen und verursacht durch ein Schulprojekt ist sein Berufswunsch außergewöhnlich. Wer will schon Astronaut, Lokomotivführer oder Feuerwehrmann werden, wenn man auch Leiter des Standesamtes werden kann. Eigentlich nicht verkehrt bei der jugendlichen frischen Maxime- geringer Aufwand, größter Erfolg. Der Einstieg in die Beamtenlaufbahn des gehobene nichttechnischen Verwaltungs-dienstes als Stadtinspektoranwärter fängt berauschend, hochspannend und mit sehr niedrigen Aufregungslevel statt. Virchow beschreibt die Zeit hochemotional so: Die ersten 5 Monate hab ich mir im Haushaltsamt Akten angeschaut – er wird dem Rat-haus über 40 Jahre treu bleiben. Da der harte Amtsalltag auch mal die Hormone brodeln lässt und das Rathaus – gestern wie heute- auch Partnerbörse für Singles mit Amt und Niveau ist wird nach Akquise im Sportamt, Grundstücksamt, Tiefbauamt und der Verwaltungshochschule schlussendlich Anette aus der Bezirkskasse auch mal ins Private eingezogen, so dass 1972 zwischen Aktendeckel und Verfügungen, im Standesamt bekundet wird das die beiden sachlich und rechnerisch richtig vermählt werden und Spandau mit Abteilungssegen zukünftig einen Sohn und eine Tochter schenken.

Virchow ist geschickter Kommunikator, allseits ansprechbar und mit charmantem Witz gesegnet – sowas verbirgt sich recht schlecht vorm Bezirksbürgermeister und bedeutet Arbeit – glauben sie mir ich weiß wovon Herr Virchow spricht. Aus einer gemeinsamen Raucherlaune mit Konrad Birkholz entsteht die Idee, ein Bürgeramt, wie wir es heute kennen aufzubauen. Heute Normalität, zu damaligen Zeiten innovativ. Virchow organisiert baut und bastelt und wird es folgerichtig auch leiten, bis das Bürgermeisterbüro ruft. Referent des Bezirksbürgermeisters, laut
Virchow seine schlechteste Verwaltungentscheidung, aber seine erste Berührung mit „Klassik in Spandau“. Für die gemeine Außendarstellung des Bürgermeisterbüros und als dienstlicher Auftrag nimmt Michael Virchow 2001, vertretend für das Ober-haupt des Bezirks, bei einer Veranstaltung des Vereins teil und macht Eindruck. Ideenreich, innovativ und anders, somit schnurrstracks 2. Vorsitzender
und nah dran an Libretto, Streichquartetten und Dissonanzen.

Der Verein „Klassik in Spandau“ möchte klassische Musik in Spandau eine Präsenz verleihen, alle gesellschaftlichen Sparten teilhaben lassen und auch klassisch Uner-fahrene heranführen und es gelingt. In diesem Ensemble, aus Vorsitz, Beirat und zahlenden Mitgliedern, wird Virchow den Obligato geben, italienisch für einen Intrumentenpart der nicht weggelassen wer-den kann, diese Stellung wird er nämlich bis heute einnehmen – eine Unersetzliche. Mit dem leider verstorbenen Andreas Waldraff bildet er ein dynamisches Duett mit klarer Rollenverteilung. Waldraff der Weltmann, Virchow der Ackergaul, sprich der eine betreibt Akquise in puncto zahlungskräftiger Sponsoren und arrivierter Künstler und der Andere kümmert sich, wie sagt es Michael Virchow selber ironisch „darum das die Leute einen Stuhl unterm Arsch haben“.

Und dieses eingespielte Ensemble funktioniert. Spandau wird bespielt, beschallt und mit klassichen Klängen umgarnt, auf der Zitadelle, im Theatersaal am Uferpalais, im Autosalon von Mercedes, der schnurrstarcks zum imposanten Konzertsaal umgebaut wird oder den CCC-Filmstu-dios auf Eiswerder, wo das Orchester des Jungen Ensembles Bach zum Besten gab und bildlich, sowie filmisch unterstützt wurde von meterhohen imposanten Puppen – einmalig

„Sowas wie uns gibt’s in Berlin nicht nochmal, schwärmt Virchow. Namhafte Künstlerinnen und Künstler mit internationalen Ruf, Stars und Sternchen spielten und spielen in Spandau. „Klassik in Spandau“ genießt einen exzellenten in-ternationalen Ruf. Gagen gibt es unter Garantie ausnahmslos eine Woche nach dem Auftritt, solch Geschäftsgebaren spricht sich im Klassik-Business rum und schafft Vertrauen, so dass vom Talent bis zum Star alle gern in Spandaus kleine Klassik Konklave kommen. Fast 200 Konzerte und einmalige Momente sind so entstanden, maßgeblich beteiligt und immer mitten drin – Micha Virchow. Seine offene Art, der mit Witz gespickte Umgangston und seine Motivation tragen dazu bei, das sich Virchow einem unfassbar positiven Ruf erarbeitet hat- ein Um-stand der sich an seinem 65. Geburtstag zeigte bei der Spandaus Amts- und Wür-denträger versammelt vor Ort waren.. Aus einer Laune stimmte er „Hoch auf dem gelben Wagen an!“ – alle sangen mit! Eine Situation, die offenbarte das er wirklich keine Singstimme hat, aber mit seiner Art emotional berührt, denn Freudentränen waren ihm durch die Bank sicher.

Was wäre ein Orchester ohne Dirigent, was wäre ein Musiker ohne Instrument und was wäre unser Bezirk ohne Virchow bei „Klassik in Spandau“ – um eine atemberau-bende Institution und einen hochsympathischen Typen ärmer.
Für 20 Jahre unermüdlichen Einsatz um klassische Klänge in Spandau, für eine unverwechselbare Art mit Menschen umzugehen und die Motivation und Umset-zungskraft Spandau zu einem Hotspot für Künstlerinnen und Künstler jeglicher Col-leur zu machen, die hier ein wohlig warmes klassisches Zuhause vorfinden.* Micha Virchow auf das du zu einem runden Geburtstag nochmal auf die Berge kommst, uns weiter mit deiner Art bereicherst und erfreust und das du uns jetzt bitte nichts singst.

Die goldene Spandauer Ehrennadel 2020 für Michael Virchow.

Brigitte Mielke

Auch wenn sie im tiefsten Bayern geboren ist, ist Ihr Herz heute in Spandau verortet. Verortet hat sie auch lange Mobilfunkmasten in ganz Deutschland, auch wenn ihr der Job der Großhandelskauffrau eher gelegen hätte, weil er so geordnet ist. Ordnen tut Brigitte schon ihr ganzes Leben- ihren eigenen Kopf und den vieler Ande-rer. Anders wäre es ohne eine Krankheit geworden, die einem so einige Streiche in Psyche bereithält. Bereit hält sie sich heute für Menschen, denen es wie ihr ergeht und das macht ihr gute Laune. Ehrenamt ist ihr Beruf, auch wenn sie in Fabriken schon Herdschaltzeituhren zusammengeschraubt hat. An der Uhr dreht sie deshalb sprichwörtlich nicht, auch wenn sie meisterlich sechs Kinder groß bekommen hat. Groß ist Ihr Engagement allemal, sie sagt dazu : Was ich mache ist amtlich und die Dinge die ich tue eine Ehre. Beeindruckend, selbstlos und immer mit der Gefühlswelt des gegenüber verwebt.

Vorgeschlagen für die goldene Spanadauer Ehrennadel 2020 – Brigitte Mielke.

Das Gespräch mit Frau Mielke ist wohlig warm, mitfühlend und verständnisvoll. Ge-prägt ist es von einem ungeheuren Gerechtigkeitssinn gegenüber Menschen, einem Selbstwert und Stolz. Ich erfahre das ihr Leben einige Schicksalsschläge zu ver-dauen hatte und psychische Probleme ein ständiger Wegbegleiter waren. Ich warte mit Spannung darauf, das sich bei ihr gesundheitlich irgendwann alles ins Gute ver-kehrt, aber dieser Punkt wird nicht kommen. „Man kann es nur nachvollziehen, wenn man selber betroffen ist“, ist ein Satz der bei mir hängenbleibt und mir umso mehr Respekt abringt. Frau Mielke meistert ihr Leben, den Umgang mit den Streichen, die ihr die Psyche spielt und möchte für die Menschen in ihrer Umgebung einfach und klar das Beste rausholen. Selbstlos, aufopferungsvoll und extrem warmherzig.

Brigitte Mielke erblickt am 17.07.1959 das Licht der Welt weit im Süden, um nicht vom Weißwurstplaneten, zu reden. Sankt Johannes liegt etwas außerhalb Nürn-bergs, eine Parallele zu unserem Bezirk und wahrscheinlich mit ein Grund das sie heute Spandau als Heimat bezeichnet. Mit ihrer Freundin streunt sie im Kindesalter über den wunderschönen Johannesfried-hof mit seinem prachtvollen Kirchturm, zwischen Größen wie Guttenberg und Dürrer. Ein Rückzugsort, ein Punkt der vertraut ist, eine unbelastete Spielwiese – sie wird sich oft in ihrem Leben an so einen Ort zurückwünschen.

Das Verhältnis zu Ihren Eltern ist gut, doch der Vater lässt ihr nicht die Liebe ange-deihen, die man erwartet und ergeht sich lieber in eigenen Problemen und Sorgen. Ein Umstand der die Gefühlswelt der kleinen Brigitte ein Leben lang mitprägen wird.

Ihr schulischen Ambitionen beschreibt sie als mittelprächtig oder mit dem Satz „ich hatte Geographie krieg das aber immer noch nicht mit den Himmelsrichtungen hin. Is aber nicht so schlimm, ich weiß wo es schön ist!“
Nicht ganz so schön ist, dass die kleine Brigitte keinen Konflikt scheut. Eigentlich ist sie zurückhaltend, doch bei Ungerechtigkeiten loddert ihr Inneres. Undifferenzierte Behandlung, Strafe ohne Grund oder Außenseitertum und Hänselei wecken in ihr einen Verteidgungsmodus – eine Charaktereigenschaft, der sie bis
heute treu bleibt, Menschen Wertigkeit, Sinn und Aufmerksamkeit zu schenken, zu vermitteln und für Menschen zu kämpfen, die nicht für sich selber kämpfen können.

Nach der 9. Klasse wird Brigitte die Schule verlassen und sich durch einen Freund des Vaters um Locken, Strähnen und Fasonschnitte kümmern. Ausbildung im Friseurgewerbe mit Tönung, Tolle und tollkühnen Wickler war nicht unbedingt die erste Wahl in den beruflichen Start. Brigitte hätte es lieber edel, geordnet, vernünftig und gediegen gehabt – so be-schreibt sie schlagwortartig den Beruf der Großhandelskauffrau – beginnen wird sie diese Ausbildung nie und auch nie eine abschließen. Nicht weil sie dies nicht wollen würde, ganz im Gegenteil, sondern weil sie nicht kann. Ärzte werden ihr in ihrem Leben viele Erklärungen für phsychische Erkrankun-gen präsentieren und eine Menge Diagnosen stellen, wie biochemische Prozesse, Körper und Geist lähmen, austricksen und beinflussen.

Diese Einschränkungen begleiten Brigitte Mielke bis heute, doch sie hat einen Weg gefunden damit umzugehen, auch wenn dieser nie einfach war und ist – sie meistert Ihn bravorös.

Mit 17 Jahren findet Brigitte ihr Glück bei Dieter und es wird 1976 geheiratet. Heute bezeichnet sie diese Liaison als Zweckgemeinschaft. Dieter ist strebsam, bo-denständig, aber auch etwas fad.
So kommt es wie es kommen muss. Brigitte verdient ihren Lebensunterhalt zwi-schenzeitlich in einer Fabrik für Herdschaltzeituhren und zwischen Platinen und Pa-letten erobert sie ein Hallodri, ein Tom Seleck ähnlicher herderwärmender Charmeur namens Gerhard.
Er ist aufregend, kommunikativ versiert und selbständig.
Als die Beziehung mit Gerhard Anfang der Neunziger in die Brüche geht ist auch Bri-gitte psychisch und körperlich am Ende und flieht sprichwörtlich nach Lanzarote. Sie erholt sich, jobbt in einem Kaffee, lässt sich scheiden, regene-riert und doch steht sie ihrem EX-Mann Dieter zur Seite.
1991 kommt sie nach Spandau und unterstützt Dieter bei seiner Krebserkrankung – Dieter wird den Krebs nicht besiegen und Brigitte Spandau nicht mehr verlassen. Schicksalsschläge, mentaler Druck und eine innere Zerissenheit sind immer wieder Teil von Brigittes Leben – doch so traurig diese Geschichte klingt, umso beachtlicher ist Ihr Umgang damit. Lebensfreude, positiver Lebensmut und auch Mitgefühl mit dem Gegenüber zeichnen ihren Weg und diese Hilfsbereitschaft findet in Spandau Anklang und Förderung.

Durch die Aids- und Krebsberatung im Bezirk lernt Sie einen großen sozialen Unter-stützer kennen – Wolfgang Spiering. Charmant, engagiert und vernetzt. Mit ihm wird sie die zweite Ehe ihres Lebens eingehen, endlich ihr Glück und einen Mentor im Spandauer Sozialengagement finden.

Folgend engagiert sich auch Brigitte in der Aids- und Krebsberatung bei den wö-chentlichen Frühstückszusammenkünften, die es bis heute gibt. Brigitte kann ihrer Passion, für die Menschen etwas Besseres rauszuholen, wie sie es sagt frönen. Anfang 2000 findet man sie im Hospizbereich des Krankenhaus Havelhöhe,sowie in der Deutschen Aidsstiftung der Melanchthongemeinde, um Menschen mit Erkran-kungen eine Teilhabe, ein Gemeinschaftsgefühl und eine Zugehörigkeit zu geben – Ausflüge plant sie, Gesprächsrunden unterstützt sie und ist dabei starke Schulter .

Starkes empathisches Engagement bleibt auch dem Bezirksamt nicht verborgen, so das sie vom Gesundheitsamt als Unterstützung bei psychischen Erkrankten zu Rate gezogen wird.

2016 widmet sie sich dem Bundesnetzwerk der unabhängigen Beschwerdestellen der Psychatrieen, Sie hat ein Vorstandsgastspiel in der „Psychosozialen Arbeitsge-meinschaft“, ist Mitglied der Sozialkommission und lässt sich 2017 zur Genesungsbe-gleiterin ausbilden.

Titel sind Schall und Rauch, aber Drogenabhängige beim „Clean“ werden zu unter-stützen, physisch Erkrankte dazu zu bringen ihre Medikamente zu nehmen, Men-schen zu beraten, die sich zu Unrecht in einer geschlossenen Einrichtung befinden, fast Erblindete bei Ämtergängen zu unterstützen oder eine vertrauensvolle Gruppe mit Krebs- und Aidserkrankten zu leiten, in er sich Menschen geborgen fühlen und öffnen ist die größte Form von sozialer Kompetenz die man sich vorstellen kann.

Fast zwei Jahrzehnte steigt Brigitte Mielke in ihre eigenen und andere psychische und gesundheitliche Abgründe und das macht ihr gute Laune. Hilfe geben und leisten ist mein Verdienst, da hab ich was von, beteuert sie. Brigitte Mielke hat keinen Beruf erlernt, doch mit und anhand ihrer Ausführungen wird man das Gefühl nicht los, das ihr Einsatz und ihre Hingabe weit mehr ist als Be-ruf und weit mehr als man erwarten darf und kann.
Sie arbeitet tagtäglich daran, dass Menschen ihren eigenen Weg finden, in unserer Mitte ihren Platz haben, sich ihres Wertes bewusst werden trotz ihrer inneren Dämo-nen und Erkrankungen. Sie weiß aus Erfahrung, wie sich dieser Kampf gestaltet und hat daher die Ruhe, die Geduld und die ungeheure Empathie sich so ihrem Gegen-über zu nähern und so jedem eine Wertigkeit zu geben, nach der auch Sie in ihrem Leben ständig gesucht hat.
Ich kann behaupten, das dein Wert für unseren Bezirk unbezahlbar ist.

Ein Leuchtturm der sozialen Arbeit in Spandau, eine wahre Stütze in Zeiten mensch-licher Abgründe und ein Vorbild in puncto menschliches Miteinander und der Bewältigung von Unwägbarkeiten jeglicher Art. In unserem Gespräch fiel der Satz: „Vielleicht ist Ehrenamt mein Beruf!“ Liebe Brigitte Mielke du und dein Engagement sind soviel mehr!

Die goldene Spandauer Ehrennadel 2020 an Brigitte Mielke

Das Paar Franke / Goldschmidt

Manfred Goldschmidt war Pfadfinder, Fliesenleger und ist immer noch erfolgreicher Abschätzer. Schätzen tut er auch seine bessere Hälfte Britta und seine Kleingarten-kolonie in Staaken, mit der er am vielumwobenen Todesstreifen auch mal einen Freundschaftsvertrag ausgehandelt hat. Verhandelt hat er auch im sogenannten „Po-litik – Frühschoppen“, was ihm glatt mal ein Techtel Techtel mit dem sogenannten Staatsschutz eingebracht hat. Schutz ist hierbei das richtige Stichwort, denn seine, wie sie selber sagt Lebensabschnittsgefährtin, ist auch gerne mal verbal mit dem Hammer unterwegs, wenn Manfred noch grummelt. Hammer ist auf alle Fälle ihr eh-renamtliches Engagement mit Britta als emotional lautstark sympathische Souflesse im Hintergrund und Manfred als cool konventionellen Kompromissfinder.
Ein dynamisches Duo, eine Synergie aus lautstark und gelassen, eine Symbiose aus hart aber herzlich – einfach ein Herz und eine Seele.

Ich sitze bei Britta Franke und Manfred Goldschmidt auf der heimischen Couch und fühle mich irgendwie wie Zuhause. Nachdem ich einen heißen Kaffee eingeschenkt bekomme und Kekse gereicht werden, habe ich das Gefühl ich sitz bei meinen Eltern auf der Couch. Manfred Goldschmidt braucht eine Sekunde bis er in Plauderstim-mung gerät und sehr ruhig, aufgeräumt aber durchsetzungskräftig erzählt, berichtet und wiedergibt. Doch schnell wird klar Manfred Goldschmidt hat eine Souffleuse, eine unbändige Mitstreiterin, eine lautstarke Seelenverwandte und einen Motor, der ihn wenn nötig anheizt, Gas gibt und auch mal rast. Meinungsstark, auf den Punkt und grundehrlich sympathisch – Britta Franke. Schnell sind wir ein Plaudertrio, in dem ich lerne das Britta nicht die Frau sondern lediglich die Lebensabschnittsgefährtin ist. Britta ist mittendrin statt nur dabei. Manfred Goldschmidt wird am 5.April 1943 in der Lynarstraße das erste Mal einen Blick in unser Spandau werfen. Groß wird er ohne einen männlichen Erziehungsberechtigten, aber mit der Zunei-gung der Tante. Eine Kindheit die eines Jungen würdig ist. Ausflüge ins Grün mit den Pfadfindern, Weitwürfe auf der Platte beim Handball und ne rechte Klebe beim Fußball – für die heutige Jugend sprichwörtlich böhmische Dörfer.

Die schulischen Gepflogenheiten begleiten den kleinen Manfred nicht allzu lange und mit 14. Jahren findet er sich hoch motiviert und mäßig begeistert bei der Berufsbera-tung wieder – vorherrschende Meinung hier noch „Is mir doch egal!“.

Die Auswahl zur Maloche ist Ende der 50er handwerklich geprägt und so heißt es Tankwart, Glaser oder Fliesenleger. Die Entscheidung ist schnell gefallen. Bei der Firma Kohlfeld in der Sonnenallee gibt es fünf Aspiranten, die sich zukünftig um Keramik, Kaliber und Kachel kümmern wollen. Das Fliesenlegergewerbe wird Manfred bis zum Renteneintritt begleiten.
Erfahrung wird er dabei einige sammeln und die macht er auch als er mit Anfang 20 eine 18 Jahre älter Frau kennenlernt und diese 1967 ehelicht – auch der Anfang der ersten Berührungspunkte mit dem Gartenbauverein Staaken 1922.

1969 übernimmt er die Parzelle des Schwiegervaters – die 6 Quadratmeter große Laube auf 900 Quadratmeter Grund wird folgend Kleinod, Entspannungstempel und
familiäre Basis, in der fast jede frei Minute verbracht wird und gebaut, gebastelt und gewerkelt wird.

Die Gemeinschaft besteht damals noch mehr aus Ellenbogen und eher nicht aus of-fenen Armen, das wird sich in den nächsten 50 Jahren deutlichst ändern.

Zu dieser Zeit dreht Manfred in Sachen Laubenpieper, Kleingarten und Kolonie noch nicht wirklich an der Uhr – nein er baut sie ein. Verpflichtet als Wasserwart ist er für 58 damalige Pächter der Mann fürs sprudelnde Nass – Kontakt, Gespräch und Problematiken inklusive. Handwerker und Symapthieträger ist eine Mischung die der Art der Gartenfreunde extrem nahe kommt. So kam es, wie es musste. Auch wenn Manfred heute süffisant das Kleingartenwesen als unergründlich beschreibt, wird er 1972 das Gesicht des Vereins und als 1. Vorsitzender in der Jahreshauptversammlung bestätigt und um dies zu begießen, bestand die erste Amtshandlung in Planung und Ausführung der Feierlichkeiten zum 50-jährigen Bestehen.

Vielleicht mit ein Grund, das sich auch der Bezirksverband Spandau schnell die Dienste des 40-järigen zu Eigen machte und ihn Mitte der Siebziger vier Jahre als Schriftführer und zweiter Vorsitzender wählte.
Der Gartenbauverein wird zur eingeschworenen Truppe, zur Gemeinschaft in der Freiwillige, Ehrenamtliche und Laubenkollegen auch mal kräftig ackern muss-ten. Die Dämmung des Vereinsheimes, eine komplette Wegbeleuchtung für die Kolo-nie, Aufräumarbeiten – ein Verein prägen, ein Gefühl der Gemeinsamkeit vermitteln und leben – ein Verdienst von Manfred Goldschmidt.

Doch der Verein macht im eigenen Gartenmikrokosmos nicht Halt, es wird staatstra-gend, immens sozial und verdammt streitbar. Gut staatstragend ist übertrieben, aber 1985 steht unweit der Kolonie noch der Sozi-alistische Schutzwall, die sogenannte Berliner Mauer. Da ringt es einem schon ein Lächeln ab, wenn zum Anlass der Buga in Berlin ein Hamburger Gartenverein zu Be-such kommt und neben Dilgs Eisbein ein Freundschaftsvertrag geschlossen wird. 1990 trifft Manfred dann das Schicksal, seine Ehefrau verstirbt und wird künftig die Geschicke ihres Mannes in einer hoffentlich himmlichen Kolonie weiter beobachten. Zu dieser Zeit tritt die freundlich buschikose Britta Franke in Manfreds Leben.

Geboren 1943 in Stargard Vorpommern, ab 1946 in Wedding an die Berliner Schnauze rangeführt, landet sie 1967 in Spandau und sagt heute sie verlässt Span-dau nur mit den Füßen zuerst – das klingt nach gelungener Integration. Britta ist Anfang der 90 er mit Laube und Mann auch ein Teil der Staakener Kolonie, muss aber folgend auch leider den Verlust ihres Mannes verkraften. Verwitwet, freundschaftlich verbändelt und irgendwann verliebt, so könnte man das
Verhältnis von Manfred Goldschmidt und Britta Franke beschreiben. Und Sie ist der perfekte Gegenpart zu Manfred – selbstbewusst, meinungsstark und auch ein bisschen dem positiven Pöbeln angetan. „Ohne mich geht’s nicht, aber ich wollte nie einen Posten“, sagt sie über sich selber und so ist sie Stütze, Anschubserin und Unterstützerin Manfreds und fühlt sich mit der Rolle im Hintergrund sichtlich wohl. Hier ist sie auch Motor für die sozialen Komponenten des Vereins. Weihnachtsfeiern Sommer-, und Osterfeste für sozial benachteiligte Kinder und Waisen, bei der jedes Mitglied eine Patenschaft übernahm, die auch weit über die Parzellengrenzen Be-kanntheit erlangten.

Diese Idylle platzt jäh 1992. Die Kolonie soll für Wohnanlagen weichen und damali-ger Bausenator Nagel unterstützt ein Kündigungsbegehren. Die Kolonie steht wie ein Fels in der Brandung hinter Manfred Goldschmidt, bei Unterschriftenaktionen, Pro-testveranstaltungen und beim jährlich stattfindenden „Polit-Frühschoppen“ am Him-melfahrtstag angereichert mit Blut- und Leberwurst, der auch viele Politiker aus Lo-kal-, Senats- und Bundespolitik anlockte. Sieben aufreibende, aufregende und angsteinflößende Jahre wird das Motto „An meinen Spinat kommt kein Senat“ bestand haben bis sich nach unzähligen Einladungen der Regierende Bürgermeister Eberhard Diepgen 1999 zu einen Polit-Früh-schoppen in der Kolonie einfindet und mit dem Satz „Ist eine schöne Kolonie, die bleibt!“, dem Abrissschrecken ein Ende bereitet. Zum Dank kann man jetzt in der Ko-lonie auch den „Goldschmidtweg“ entlangschlendern und die Politik-Frühschoppen sind nicht mehr ganz so stürmisch.

Diese unbändige Motivation, der empathische Umgang, Zusammenhalt und das so-genannte „dranbleiben“ skizzieren das Schaffen von Manfred Goldschmidt sehr treffend.
Britta, die aufbrausende Strategin im Hintergrund, bringt es knackig auf den Punkt: „Er ist der Verein!“

2022 soll Schluss sein mit dem Vorsitz des Gartenbauvereins Staaken 1922. Mit dem 100-jährigen Bestehen abzutreten, hat schon Stil, doch ob das auch ein Ende ist-wage ich zu bezweifeln.

Auch wenn die Gesundheit Manfred Goldschmidt langsam ein Bewegungsschnippchen schlägt, ist er für den Bezirksverband Spandau noch rege als Obmann der Abschätzer unterwegs. „Und das ist auch gut so, sonst habe ich ihn 24 h an der Ha-cke“,höre ich Britta Franke dazu sagen.

Ein Paar das sich in ihrer Rollenverteilung perfekt ergänzt. Britta regt sich auf und Manfred verkauft es so, das keiner Nein sagen kann – ein Erfolgsrezept über drei Jahrzehnte. Stellt sich schlussendlich nur eine ganz offensichtliche Frage! Reicht bei so einen dynamischen Duo eigentlich eine goldene Spandauer Ehrennadel ?

Für unermesslichen Einsatz für und um das Gemeinwohl des Gartenbauverein Staa-ken 1922, den dankenswerten und einzigartigen sozialen Bestrebungen und Aktio-nen, die weit über das normale Maß einer Kleingartenanlage hinausgehen
und dem unermüdlichen Einsatz im Bezirksverband Spandau.

Die goldene Spandauer Ehrennadel für ein Paar das dem Bezirk Strahlkraft auch über seine Grenzen hinaus gibt, unermüdlich und erfrischend ehrlich mit Dingen umgeht und uns allen ein Beispiel sein sollte, wie man sich ehrenamtlich und vor Allem sozial in unsere Gesellschaft einbringen kann.

Die goldene Spandauer Ehrennadel für Britta Franke und Manfred Goldschmidt