Zehntausende kamen durch Hunger, Krankheit, Zwangsarbeit und Misshandlungen in Sachsenhausen um oder wurden Opfer von systematischen Vernichtungsaktionen der SS. Auf den Todesmärschen nach der Evakuierung des Lagers Ende April 1945 starben noch einmal Tausende von Häftlingen. Circa 3.000 im Lager zurückgebliebene Kranke, Ärzte und Pfleger wurden am 22. April 1945 von russischen und polnischen Einheiten der Roten Armee befreit.
Während der Nutzung als Sowjetisches Speziallager - dem größten von drei Speziallagern in der sowjetischen Besatzungszone - waren 1945-50 rund 60.000 Menschen inhaftiert, darunter ehemalige SS-Funktionäre, politisch Missliebige sowie von sowjetischen Militärtribunalen Verurteilte, von denen mehr als 12.000 an Unterernährung und Krankheit starben.