Spremberg

Spremberg

Sprembergs idyllische Lage in der Niederlausitz und die schöne Innenstadt lohnen einen Besuch im Sommer - und noch mehr im Winter. Zudem kann man hier noch eine seltene Sprache hören.

  • Marktplatz im Zentrum von Spremberg© dpa
    Marktplatz im Zentrum von Spremberg
  • Spremberg© dpa
    Sanierte Fassaden bestimmen das Bild in der Langen Straße in Spremberg
  • Spremberg© dpa
    Sanierte Fassaden bestimmen das Bild in der Langen Straße in Spremberg.
  • Schloss von Spremberg© dpa
    Eierschalenfarbene Attraktion: Im Schloss von Spremberg ist heute das Niederlausitzer Heidemuseum untergebracht.
  • Das historische Gebäude der Post in Spremberg© dpa
    Das historische Gebäude der Post in Spremberg
Spremberg wurde im Jahr 1301 erstmals urkundlich erwähnt. Sorben siedelten hier in der südlichen Niederlausitz, sie haben die Region durch ihr Handwerk und ihre Bräuche geprägt. Rund 25.000 Bürger zählt das Einwohnermeldeamt heute. Die Stadt ist hübsch gelegen. Von oben betrachtet sieht Spremberg aus wie eine Insel, umflossen von der Spree, umgeben von sanften Hügeln.

Wolle, Kohle, Badeurlaub

Während der industriellen Revolution exportierte Spremberg Tücher und Wollstoffe in alle Welt, fünf Bahnhöfe gab es hier einst. Mitte des 19. Jahrhunderts wurden die ersten Braunkohleflöze entdeckt. Die gigantischen Krater, die Abraumbagger in der Umgebung in die Erde rissen, wurden später geflutet. Im Sommer wird dort gebadet, im Winter schlittert man über zugefrorene Seen. In einigen renaturierten Gebieten haben sich sogar wieder Wölfe angesiedelt.
Strittmatter-Ausstellung
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Dauerausstellung über den Schriftsteller Erwin Strittmatter

Sehenswürdigkeiten in Spremberg

Zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten in Spremberg zählt das mittelalterliche Schloss, das sich eierschalfarben an einem kleinen Park mit Schwanenteich erhebt. In der Sumpfburg residierte Anfang des 18. Jahrhunderts Heinrich von Sachsen-Merseburg, heute ist dort das Niederlausitzer Heidemuseum untergebracht. Eine Dauerausstellung informiert über den berühmtesten Sohn der Stadt, den Schriftsteller Erwin Strittmatter. In der DDR zählte Strittmatter wegen seiner Nazi-Vergangenheit zu den umstrittensten Autoren. Strittmatter wurde in Spremberg geboren und wuchs dort auf, seine Mutter war Sorbin. Seine Trilogie "Der Laden" widmete er der Region. Unter anderem thematisierte er in diesem autobiografischen Werk die Diskriminierung der sorbischen Minderheit.

Sorbisch in der Schule

Offiziell ist Spremberg heute zweisprachig, an einigen Schulen wird noch sorbisch gelehrt. Vereine wahren die Tradition, zeigen sorbische Trachten, ihre Bräuche und ihr Handwerk. Und auch die Lust der Spremberger an großen Festen kommt wohl von den sorbischen Siedlern.
Lichterfest in Spremberg
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Weihnachtszeit in Spremberg

Weihnachten in Spremberg: Lichterfest in der Altstadt

Alljährlich zur Weihnachtszeit schmückt ein Lichtermeer die Altstadt von Spremberg: Fachwerke, gewachste Kopfsteinpflaster, ein Weihnachtsmarkt. Jeden Adventssamstag wird das Lichterfest gefeiert. Mitten auf dem Markt steht eine große Tanne. In der Kreuzkirche proben die Chöre, die Bläser schmettern vom Rathausturm. Und mit etwas Glück krönt Schnee die Haube des Sumpfschlösschens.

Informationen

Spremberg auf der Karte:

Anreise:

Spremberg liegt ca. 150 Kilometer südöstlich von Berlin.

Mit der Bahn: RE 2 bis Cottbus, ab dort mit der Ostdeutschen Eisenbahn nach Spremberg.

Mit dem Auto: Über die A 13 bis Cottbus, von dort über die B97 nach Spremberg.

Quelle: kra/dpa

| Aktualisierung: 6. September 2016