Ravensbrück: Gedenkstätte Frauenkonzentrationslager

Ravensbrück: Gedenkstätte Frauenkonzentrationslager

Das Konzentrationslager Ravensbrück war das größte Konzentrationslager für Frauen zur Zeit des Nationalsozialismus. Eine Dauerausstellung informiert über seine Geschichte.

Gedenkstätte Konzentrationslager Ravensbrück

© dpa

Eine Mauer und die Skulptur «Frauengruppe» in der Gedenkstätte Ravensbrück.

Rund 90 Kilometer nördlich von Berlin, ganz in der Nähe des ehemaligen Luftkurorts Fürstenberg, wurde im Jahre 1939 das Frauenkonzentrationslager Ravensbrück errichtet. Bereits kurz nach der Eröffnung des Lagers Anfang Mai wurden rund 1000 Frauen aus dem KZ Lichtenburg nach Ravensbrück verlegt und mussten unter Zwang das Lager weiter ausbauen.

In den Folgejahren wurde das Konzentrationslager stetig erweitert. So entstand im April 1941 in unmittelbarer Nachbarschaft ein kleineres Männerlager und ein Jahr später das für jüngere Frauen und Mädchen vorgesehene "Jugendschutzlager Uckermark".

Zwischen 1939-1945 sind etwa 132.000 Frauen und Kinder, 20.000 Männer und 1.000 weibliche Jugendliche aus über 40 Nationen im KZ Ravensbrück registriert worden. Untersuchungen aus dem Jahre 2008 gehen mittlerweile von rund 28.000 Opfern aus, wobei hier die Opfer der Todesmärsche nicht mit eingerechnet sind.

Dauerausstellung in der Gedenkstätte Ravensbrück

Von 1945-1994 wurde das ehemalige KZ-Gelände von der Sowjetarmee als Kaserne genutzt und war somit für Gedenkveranstaltungen oder für die Forschung über Jahrzehnte nicht zugänglich. Ein kleiner Abschnitt des Geländes wurde Mitte September 1959 als eine von drei nationalen KZ-Gedenkstätten in der DDR eingeweiht.

Nach der Wende wurde die "Nationale Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück" Teil der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten und ist seitdem immer wieder erweitert und neugestaltet worden.

Die Hauptausstellung "Ravensbrück. Topographie und Geschichte des Frauen-KZ", die sich vor allem mit der Entstehungsgeschichte des KZ, dem Lageralltag und der Zwangsarbeit der Häftlinge auseinandersetzt, wird durch kleinere vertiefende Dauerausstellungen ergänzt.
Der Eintritt für die Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück und ihre Ausstellungen ist frei. Führungen sind kostenpflichtig und sollten rechtzeitig angemeldet werden. Behindertengerechte Parkplätze und Toiletten sind am Besucherzentrum vorhanden. Allerdings ist die Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück nur bedingt barrierefrei. Es stehen derzeit aber bauliche Maßnahmen an, die einen barrierefreien Zugang zu den Ausstellungen und Sammlungsbereichen ermöglichen sollen.

Besucherzentrum und Ausstellungen:
Oktober bis April: Di - So 9 - 17 Uhr
Mai bis September: Di - So 9 - 18 Uhr

Gedenkstättengelände:
Oktober bis April: täglich 9 - 17 Uhr
Mai bis September: täglich 9 - 20 Uhr

Informationen

Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück auf der Karte:

Anreise:

Mit der Bahn: Fürstenberg/Havel wird mit dem Regionalexpress RE5 (Berlin - Stralsund) stündlich angefahren.

Mit dem Auto: Mit dem Auto erreicht man Fürstenberg/Havel auf der B 96 zwischen Berlin. Der Weg zur Mahn- und Gedenkstätte ist ab Fürstenberg ausgeschildert.

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Quelle: Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten/Berlin.de

| Aktualisierung: 31. August 2016