Linum

Linum

Ein Paradies für Zugvögel-Liebhaber: Neben etwa 20 Storchenpaaren zieht es jedes Jahr zehntausende Kraniche ins Storchendorf Linum.

  • Störche auf dem Nest in Linum© TMB-Fotoarchiv/Boettcher
    Jährlich brüten rund 15 Storchenpaare in Linum, einem Straßendorf am alten Postweg von Berlin nach Hamburg.
  • Storchennest auf Dorfkirche Linum© picture-alliance / dpa
    Ein Storch füttert aseine Jungen im Nest hoch auf dem Kirchturm der Backstein-Dorfkirche von Linum, zwischen Kremmen und Neuruppin.
Das zweitgrößte Storchendorf Brandenburgs liegt nordwestlich von Berlin unweit von Fehrbellin im Ruppiner Land. Linum liegt eingebettet in die wunderschöne Moorlandschaft des Oberen Rhinluchs mit unzähligen Fischteichen und seinen Wiesenniederungen. Die Fischteiche entstanden durch das Torfstechen, mit dem sich die Linumer in früheren Jahren ihren Lebensunterhalt verdienten. Heute werden die Teiche zum Teil zur Karpfen- und Forellenzucht genutzt. Bootsfahrten durch die Teichlandschaft sind möglich. Dabei kann man zahlreiche Schmetterlinge und mit etwas Glückauch Biber sehen.
Kraniche rasten bei Linum
© dpa

Unzählige Kraniche rasten bei Linum auf einem Maisfeld

Informationszentrum Storchenschmiede

Bis zu 20 Storchenpaare nisten jedes Jahr in Linum, Anfang August findet das Storchenfest statt. Der Naturschutzbund NABU unterhält in der Storchenschmiede ein Informationszentrum mit Ausstellung zur Lebensweise der Störche. Des Weiteren werden Exkursionen und Führungen angeboten. Hinter der Schmiede gibt es einen Ökogarten, die darin angebauten Produkte bekommt man im NABU-Laden. Nicht nur Störche, auch zahlreiche Kraniche und Wildgänse sind in der näheren Umgebung von Linum zu beobachten. Besonders im Oktober und November, vor der Reise in den Süden, sind hier bis zu 50.000 Vögel versammelt.

Dorfkirche mit vom Preußenkönig gestifteter Krone

Die neogotische Dorkirche aus rotem Backstein wird von einer Krone geschmückt, die einst der preußische König Friedrich I. stiftete. Am Wahrzeichen des Dorfes ist eine Gedenktafel für Luise Hensel angebracht, die hier im Dorf geboren wurde und durch Mendelssohn Bartholdy’s vertontes Nachtgebet "Müde bin ich, geh’ zur Ruh" bekannt wurde.

Rundumblick in Hakenberg

In Hakenberg an der Straße nach Fehrbellin steht ein Denkmal für die Schlacht bei Fehrbellin, als Kurfürst Friedrich Wilhelm hier 1675 die schwedische Armee besiegte. Die 35 Meter hohe Siegessäule bietet von ihrer Aussichtsplattform einen wunderbaren Rundumblick.

Informationen

Storchenschmiede Linum auf der Karte:

Anreise:

Mit der Bahn: Die Regionalbahn fährt von Berlin aus bis nach Kremmen. Von dort geht es weiter mit dem Bus nach Linum.

Mit dem Auto: Linum ist von Berlin aus über die A24 zu erreichen.

In der Nähe

Quelle: Berlin.de

| Aktualisierung: 6. September 2016