Slawenburg Raddusch

Slawenburg Raddusch

Die Slawenburg Raddusch zeigt wie Menschen in der Region vor 1000 Jahren lebten - und dachten.

  • Slawenburg Raddusch© dpa
    Radfahrer stehen vor dem imposanten Bauwerk der Slawenburg Raddusch.
  • Slawenburg Raddusch in Brandenburg© dpa
    Slawenburg Raddusch in Brandenburg
  • Raddusch© raddusch-spreewald.de
    Weithin sichtbar erhebt sich die Slawenburg über das flache Land.
  • Slawenburg Raddusch© dpa
    Die Luftaufnahme von 2001 zeigt den Rohbau der Slawenburg Raddusch in der Nähe der südbrandenburgischen Stadt Vetschau.
  • Slawenburg Raddusch© dpa
    Eichenbohlen an der Konstruktion der Slawenburg Raddusch nahe dem brandenburgischen Raddusch. Die Niederlausitz gehörte zum Siedlungsgebiet des slawischen Stammes der Lusizi. Ihnen verdankt die Lausitz ihren Namen.
  • Raddusch© raddusch-spreewald.de
    Die Burg umgibt nach originalem Vorbild ein breiter Wassergraben.
  • Raddusch© raddusch-spreewald.de
    Morgenstimmung an der "Radduscher Kahnfahrt"
  • Raddusch© raddusch-spreewald.de
    Die Slawenburg Raddusch wird bei Nacht angestrahlt und wenn der Vollmond sein Licht dazu gibt, entsteht eine stimmungsvolle Atmosphäre.
Die Slawenburg Raddusch ist die äußerlich weitgehend originalgetreue Nachbildung einer slawischen Schutzburg, wie sie dort vor ca. 1000 Jahren gestanden haben könnte. Im Innern der Slawenburg informiert eine moderne Ausstellung zur "Archäologie in der Niederlausitz".

Schutzburg aus dem 9. Jahrhundert

Der Originalbau war einst im 9. und 10. Jahrhundert errichtet worden und diente - wie zahlreiche weitere solcher Schutzburgen in der Region - der Bevölkerung als Fluchtort bei Überfallen durch feindliche Stämme. Die einstige Siedlung in der Nähe der Slawenburg konnte zwar archäologisch nachgewiesen, aber nicht mehr rekonstruiert werden. Die Niederlausitz gehörte zum Siedlungsgebiet des slawischen Stammes der Lusizi. Ihnen verdankt die Lausitz ihren Namen.

Slawenburg Raddusch: Eichenholz, Lehm und Beton

Die Reste der Slawenburg waren bei archäologischen Ausgrabungen im Tagebaugebiet entdeckt worden. An dieser Stelle entstand direkt neben der Autobahn A15 der monumentale Rundbau mit Ausstellungs- und Museumsfunktion. Die Rekonstruktion erhielt durch einen hohlen Betonring Stabilität, der Außenring hat einen Durchmesser von 56 Metern, die Dammkrone ist 10 Meter breit. Für die Verkleidung der Slawenburg wurden rund 600 Kubikmeter Eichenholz und Lehm verwendet, um dem einstigen Original im Aussehen möglichst nahe zu kommen. Die Burg umgibt nach originalem Vorbild ein breiter Wassergraben.

Dauerausstellung mit dem "Götzen von Raddusch"

Bei Ausgrabungen zur Slawenburg entdeckte Funde sind in der Dauerausstellung zu sehen. Darunter befindet sich als außergewöhnliches Exponat der "Götze von Raddusch". Die slawische Götterfigur wurde Mitte des 10. Jahrhunderts in einem der vier Burgbrunnen versteckt.
Das Freigelände rund um die Slawenburg Raddusch ist besucherfreundlich und informativ gestaltet, u. a. mit einem großen Spielplatz der Motive der Region und Geschichte aufgreift.

Informationen

Raddusch auf der Karte:

Anreise:

Mit der Bahn: Raddusch ist von Berlin aus mit dem RE2 erreichbar.

Mit dem Auto: Mit dem Auto fährt man über die A13 und A15 nach Raddusch.

Quelle: kra/BerlinOnline

| Aktualisierung: 12. September 2016