Corona-Virus

Auf unserer Sonderseite informieren wir über alles, was für Künstler*innen von Nutzen sein kann und hier finden Sie die aktuellen Informationen des Landes Berlin.

Hilfen für Kultureinrichtungen und -betriebe

1. Hilfsangebote des Berliner Senats

Soforthilfe IV

Kulturbetriebe und Medienunternehmen sind von der aktuellen Corona-Pandemie besonders hart betroffen. Um bei pandemisch bedingter drohender Existenzgefährdung Hilfe auf Landesebene anbieten zu können, wird das Programm Soforthilfe IV mit einem Förderzeitraum von drei Monaten fortgeführt.

Antragsberechtigt sind kleine und mittlere Unternehmen im Medien- und Kulturbereich, die nicht regelmäßig oder nicht überwiegend öffentlich gefördert werden. Die Soforthilfe IV gewährt Zuschüsse zur Überwindung von Liquiditätsengpässen innerhalb des Förderzeitraums. Antragstellende, die für diesen Zeitraum absehbare Zahlungsschwierigkeiten erwarten, die sie in ihrer Existenz bedrohen, können auf Grundlage einer einzureichenden Liquiditätsplanung einen Zuschuss beantragen. Die Zuschusshöhe ist auf maximal 500.000 Euro begrenzt.

Die Beantragung der Soforthilfe IV erfolgt nachgelagert über die aktuelle Überbrückungshilfe. Es muss daher zunächst ein Antrag auf die jeweils aktuelle Überbrückungshilfe des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie gestellt werden. Im Anschluss setzen die Senatsverwaltung für Kultur und Europa und die Senatskanzlei in Zusammenarbeit mit der IBB ein Interessenbekundungsverfahren für die Soforthilfe IV um. Darüber hinaus sind Antragstellende gehalten zu prüfen, ob weitere Hilfsmaßnahmen des Bundes oder des Landes Berlins vorrangig genutzt werden können. Es wird insbesondere auf die Möglichkeit verwiesen, Veranstaltungen ab dem 1. Juli 2021 über den Sonderfonds für Kulturveranstaltungen bezuschussen zu lassen bzw. die Ausfallabsicherung des Programms für größere Veranstaltungen, die ab dem 1. September 2021 stattfinden, in Anspruch zu nehmen. Auszahlungen aus der Soforthilfe IV werden aufgrund der notwendigen Verrechnungen mit den Bundeshilfen i.d.R. erst im Anschluss zum Förderzeitraum erfolgen können.

Gefördert werden kleine und mittlere Kulturbetriebe und Medienunternehmen, die nicht regelmäßig oder nicht überwiegend öffentlich gefördert werden, auf professioneller Basis arbeiten und landesweite Ausstrahlung haben. Sie müssen mindestens 2 Beschäftigte im Vollzeitäquivalent vorweisen können und der jährliche Umsatz darf 10 Millionen Euro nicht überschreiten. Die Entscheidungen erfolgen auf Basis der Relevanz der Unternehmen für das Kulturleben in der Stadt und den Medienstandort Berlin sowie hinsichtlich betriebswirtschaftlicher Betrachtung unter Einbindung externer Wirtschaftsprüfer.

Antragsberechtigt sind private Museen, Theater, Musikensembles, Musiktheater, Clubs/Musikspielstätten mit einem Schwerpunkt auf einem Livemusikprogramm und/oder einem kuratierten Programm, Festivals, Kinos, Unternehmen im Bereich Herstellung von Filmen, Videofilmen und Fernsehprogrammen (hierzu zählen ausschließlich Unternehmen, die „kreativ an der Produktion“ von programmfüllenden Kino- und Fernsehfilmen beteiligt sind), Nachbearbeitung und sonstige Filmtechnik inklusive Synchronstudios und VFX-Unternehmen, Filmverleih und -vertrieb (ohne Videotheken) von programmfüllenden Kino- und Fernsehfilmen sowie Hörfunk- und Fernsehveranstalter.

Weitere Informationen zum Programm und einen ausführlichen FAQ-Katalog finden Sie auf der Webseite der Investitionsbank Berlin.

Für Fragen zur Antragsstellung, die über den FAQ-Katalog hinausgehen, steht unser erfahrener Partner, das Beratungszentrum Kreativ Kultur Berlin der Kulturprojekte Berlin GmbH über das Kontaktformular der IBB zur Verfügung.

Die Pressemitteilungen zur Soforthilfe IV finden Sie hier.

Informationen zu bereits bewilligten Projektförderungen und Ausschreibungen der Senatsverwaltung für Kultur und Europa

Hinweise zu bereits bewilligten Projektförderungen: Bei Absage der Veranstaltungen aufgrund höherer Gewalt können die angefallenen Kosten als zuwendungsfähige Ausgabe anerkannt werden, ggf. kann die Maßnahme digital durchgeführt werden oder später nachgeholt werden. Dies gilt auch, wenn bisher nur ein vorzeitiger Maßnahmenbeginn bewilligt wurde.
Hinweis für laufende Ausschreibungen der Kulturverwaltung: Sie können bis auf Weiteres Ihre Anträge wie üblich online hier einreichen. Derzeit ist jedoch aufgrund von COVID-19 noch offen, ob und wann die Förderentscheidungen getroffen werden.

Verfahrensvereinfachungen im Zuwendungsrecht

Zur Abfederung der Folgen des COVID 19-Virus für die Zuwendungsempfänger*innen von Projektförderungen ermöglicht die Senatsverwaltung für Kultur und Europa Verfahrensvereinfachungen im Zuwendungsrecht.
Die Ausnahmen sind für alle Zuwendungen möglich, deren Förderung bereits bewilligt wurde oder deren Antrag zum Stichtag 15.3.2020 bei der Senatsverwaltung für Kultur und Europa vorgelegen hat.
Hier finden Sie die Verfahrensvereinfachungen.

2. Weitere Angebote und und Informationen

Maßnahmen der Bundesregierung

Hier finden Sie einen Überblick über neu aufgelegte und bereits bestehende Hilfsangebote und Fördermaßnahmen, die sich an Unternehmen, Angestellte und Solo-Selbständige auch der Kultur- und Kreativwirtschaft richten. Dieser Überblick wird kontinuierlich aktualisiert.

Der Sonderfonds des Bundes für Kulturveranstaltungen ist im Juni 2021 gestartet.
Die Fördermittel werden durch den Bund bereitgestellt. Die Bewilligung der Mittel erfolgt in den Ländern. Im Land Berlin hat die Senatsverwaltung für Kultur und Europa die Federführung.
Der Sonderfonds soll Veranstalter*innen in die Lage versetzen, in der Corona-Pandemie Veranstaltungen zu planen und durchzuführen. Mit dem Modul der Wirtschaftlichkeitshilfe und der integrierten Ausfallabsicherung werden Veranstaltungen mit bis zu 2.000 Besucher*innen durch Zuschüsse zu Ticketverkäufen unterstützt.
Für Veranstaltungen mit mehr als 2.000 Teilnehmer*innen steht die Ausfallabsicherung zur Verfügung, die den Veranstalter:innen Ausfallkosten bei Corona-bedingter Absage erstattet.

Hotline
Für weitere Fragen zum Sonderfonds steht die bundesweite Hotline zur Verfügung: 0800 664 84 30
E-Mail: service@sonderfonds-kulturveranstaltungen.de

Berliner Sonderfonds-Sprechstunde
Zudem bietet die Senatsverwaltung für Kultur und Europa und Kulturprojekte Berlin immer dienstags von 14 – 15 Uhr eine offene Online-Sprechstunde für Berliner Kulturveranstalter*innen an.
Die Sprechstunde findet per Zoom-Videokonferenz statt. Eine Anmeldung ist nicht notwendig.

Freiwillige Absage von Kulturveranstaltungen

Die „freiwillige“ Absage ist für Kulturveranstaltungen im Zeitraum vom 18. November 2021 bis 28. Februar 2022 möglich:
a) die entweder bereits bis einschließlich 6. Dezember 2021 in der Antragsplattform registriert wurden oder
b) bei denen der Ticketverkauf (im Regelfall) bis einschließlich 6. Dezember 2021 begonnen hat.
In diesem Fall (b) müssen die abzusagenden Veranstaltungen bis spätestens 23. Dezember 2021 registriert werden.

Eine Registrierung in der Vergangenheit liegender oder bereits abgesagter Veranstaltungen ist weiterhin nicht möglich. Die Registrierung muss vor der öffentlichen Bekanntgabe der Veranstaltungsabsage stattgefunden haben.

Bei „freiwilliger“ Absage muss
1) bis spätestens 23. Dezember 2021 in der Antragsplattform angezeigt werden, welche Veranstaltung ausfällt
2) bei Antragstellung nachgewiesen werden, dass die öffentlich bekannt gemachte(n) Absage(n) bis zum 23. Dezember 2021 erfolgt ist/sind.

Alle Informationen zum Prozess finden Sie in der Übersicht, die hier zum Download bereitsteht.

Weitere Informationen:

  • Kurzarbeitergeld für Selbständige mit bis zu fünf Angestellten:
    Sollten Arbeitsausfälle durch das Coronavirus mit einem Entgeltausfall verbunden sein, ist ein Ausgleich mit Hilfe des Kurzarbeitergeldes möglich.
    Der Bund hat kurzfristig Erleichterungen für den Bezug von Kurzarbeitergeld beschlossen. Auch Kultureinrichtungen wird empfohlen, sich dazu an die für sie zuständige Agentur für Arbeit zu wenden.
    Hier finden sich die FAQs des BMAS.
  • Stundung Sozialversicherungsbeiträge / GKV
    Ergänzend zu den umfassenden Unterstützungen für Unternehmen und Selbstständige, die derzeit von Bundesregierung, Bundestag und Bundesrat beschlossen werden (wie Kurzarbeitergeld, Fördermittel, Kredite), ist es unter bestimmten Bedingungen möglich, dass die Beitragszahlungen für die Sozialversicherungen von den gesetzlichen Krankenkassen vorübergehend gestundet werden. Die Stundung ist „nachrangig“ gegenüber den Hilfspaketen der Bundesregierung, d.h. reichen diese nicht aus, kommt eine vereinfachte Stundung der Gesamtsozialversicherungsbeiträge in Betracht.
  • Sofortmaßnahmen für die Kunden der GEMA