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Einstellung als Richterin/Richter (w/m/d) und Staatsanwältin/Staatsanwalt (w/m/d) im Land Berlin

Allgemeine Information

Gesucht werden Juristinnen und Juristen, die die Bereitschaft und Flexibilität aufweisen, in den verschiedenen Gerichtsbarkeiten und der Staatsanwaltschaft zum Einsatz zu kommen.

Im Land Berlin gibt es einen einheitlichen Probedienst für beide Berufsgruppen. Auch Interessentinnen und Interessenten mit dem Anstellungsziel Staatsanwältin/Staatsanwalt auf Lebenszeit werden für die Dauer der Probezeit zu Richterinnen/Richtern auf Probe ernannt.

Die Senatsverwaltung für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung ist zuständig für sämtliche Gerichtsbarkeiten mit Ausnahme der Arbeitsgerichtsbarkeit, die in den Zuständigkeitsbereich der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales fällt.

Das bieten wir Ihnen

Als Richterin oder Richter bzw. als Staatsanwältin oder Staatsanwalt erwartet Sie eine verantwortungsvolle, gesellschaftlich bedeutsame und vielfältige Tätigkeit, bei der Sie juristisch anspruchsvoll arbeiten.
Regelmäßige Fort- und Weiterbildungen sind eine Selbstverständlichkeit und zwar sowohl im Rahmen von Inhouseveranstaltungen als auch von eintägigen bis hin zu längeren Fortbildungsveranstaltungen, insbesondere in der Deutschen Richterakademie.
Wir ermöglichen flexible Arbeitszeiten, so dass Familie und Beruf gut zu vereinbaren sind.
Die Tätigkeit bietet Ihnen zudem einen sicheren Arbeitsplatz mit steigendem Einkommen. Dabei richtet sich Ihr Bruttogehalt grundsätzlich nach den Beträgen in der Tabelle .

Die Einstellungsvoraussetzungen

Sie müssen zwingend die in § 9 des Deutschen Richtergesetzes (DRiG) genannten Voraussetzungen erfüllen und im Ersten Staatsexamen mindestens 7,0 Punkte, im Zweiten Staatsexamen mindestens 8,0 Punkte erreicht haben. Bewerberinnen und Bewerber, die diese Kriterien nicht erfüllen, können im weiteren Auswahlverfahren nicht berücksichtigt werden.
Zudem werden eine hohe soziale Kompetenz und ein großes Maß an Engagement und Belastbarkeit erwartet. Die Fähigkeit, sich schnell in neue Rechtsgebiete einzuarbeiten, wird ebenso vorausgesetzt wie Entschlusskraft, Verhandlungsgeschick, Teamfähigkeit und Organisationstalent.

Im Land Berlin gilt für den einheitlichen Probedienst grundsätzlich eine Höchstaltersgrenze für Einstellungen von derzeit 45 Jahren, § 8a Abs. 1 und 2 des Landesbeamtengesetzes i.V.m. § 10 Sätze 1 und 2, § 3 Abs. 1 des Berliner Richtergesetzes.

Wenn Sie bereits als Rechtsanwältin oder Rechtsanwalt zugelassen sind, müssen Sie vor der Einstellung in den Probedienst nicht auf die Rechte aus Ihrer Zulassung zur Rechtsanwaltschaft verzichten; es gilt dann während der Probezeit § 47 Abs. 1 der Bundesrechtsanwaltsordnung (BRAO). Ein Verzicht ist erst im Zeitpunkt der Lebenszeiternennung erforderlich (§ 14 Abs. 2 Nr. 5 BRAO).

Wir fördern die berufliche Gleichstellung. Angesprochen und willkommen sind Bewerbungen aller Menschen, gleich welchen Geschlechts (w/m/d) und welcher Herkunft.

Schwerbehinderte Menschen oder diesen gleichgestellte behinderte Menschen werden bei gleichwertiger Qualifikation (Eignung, Befähigung und fachliche Leistung) bevorzugt berücksichtigt.

Wir streben die Erhöhung des Anteils der Beschäftigten mit Migrationshintergrund entsprechend ihrem Anteil an der Bevölkerung an. Bewerbungen von Menschen mit Migrationshintergrund, die die Einstellungsvoraussetzungen erfüllen, sind ausdrücklich erwünscht.

Das Auswahlverfahren

Der Ernennung zur Richterin oder zum Richter auf Probe geht ein Auswahlverfahren voraus, welches mit der Wahl durch den im Berliner Richtergesetz (RiG Bln) vorgesehenen Richterwahlausschuss und der Ernennung durch die Senatsverwaltung für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung abgeschlossen wird.
Das Auswahlverfahren erfolgt nach dem Prinzip der Bestenauslese und umfasst im Wesentlichen die folgenden Schritte: Nach dem Eingang Ihrer Bewerbung werden Sie ggf. – abhängig von der jeweiligen Bewerber/innen- und Stellenlage – zu einem Auswahlgespräch in die Senatsverwaltung für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung eingeladen. An dem Auswahlgespräch können sowohl die Frauenvertreterin der Senatsverwaltung für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung als auch – sofern die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind – die Hauptvertrauensperson der schwerbehinderten Richterinnen und Richter im Land mit eigenem Fragerecht teilnehmen. Teilnehmen können ferner in unregelmäßigen Abständen einzelne Mitglieder des Präsidialrats des Kammergerichts. Die die Auswahlgespräche leitende Senatsverwaltung für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung hat den Mitgliedern des Gremiums, das erst im weiteren Verlauf des Auswahlverfahrens vom Präsidenten des Kammergerichts förmlich beteiligt wird, in Absprache mit dem Präsidenten des Kammergerichts ein gelegentliches Gastrecht eingeräumt, um sich bei Bedarf einen Eindruck vom wesentlichen Ablauf der Gespräche zu verschaffen. Ebenfalls ein gelegentliches Gastrecht wird den Mitgliedern des Richterwahlausschusses gewährt. Eine Teilnahme von Personen mit Gastrecht erfolgt nicht, wenn die Bewerberin oder der Bewerber dem widerspricht. Schlägt die Auswahlkommission auch nach dem persönlichen Eindruck aus dem Gespräch dem Präsidenten des Kammergerichts Ihre Einstellung vor, werden Sie – nach Einholung eines amtsärztlichen Gesundheitszeugnisses und nach Beteiligung des Präsidialrats gemäß § 60 Abs. 1 Nr. 1 RiG Bln – durch den Senator für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung dem Richterwahlausschuss zur Wahl vorgeschlagen. Nach Ihrer Wahl zur Richterin oder zum Richter auf Probe erfolgt die zeitnahe Einstellung. Der konkrete Einstellungstermin wird mit Rücksicht auf ggf. vorhandene Kündigungsfristen in enger Absprache mit Ihnen festgelegt.

Anschließend werden Sie im Rahmen eines in der Regel dreijährigen Probedienstes bei verschiedenen Gerichten oder der Staatsanwaltschaft eingesetzt. Die Verantwortung für die Richterinnen und Richter auf Probe obliegt in Berlin dem Präsidenten des Kammergerichts. Die Zuweisung zu regelmäßig drei verschiedenen Stellen erfolgt insbesondere bei der ersten Station auf Basis der jeweils aktuellen Personalbedarfe. Sie können und sollen im Rahmen der Probezeit Verwendungswünsche äußern. Das Kammergericht ist bemüht diesen zu entsprechen, auch wenn das nicht in jedem Einzelfall gewährleistet werden kann. Im Anschluss an eine erfolgreich verlaufende Probezeit werden Sie – je nach Verwendungswunsch – zur Richterin oder zum Richter auf Lebenszeit durch den Richterwahlausschuss gewählt oder zur Staatsanwältin oder zum Staatsanwalt auf Lebenszeit ernannt.

Der Richterwahlausschuss tagt etwa sechs Mal im Jahr. Die ebenfalls etwa alle zwei Monate stattfindenden Auswahlkampagnen sind auf diese Termine abgestimmt. Vom Eingang der Bewerbung bis zur Einstellung vergehen mindestens vier und regelmäßig sechs Monate.

Ihre Bewerbung

Wenn Sie sich bewerben möchten, richten Sie bitte jederzeit ein formloses Bewerbungsschreiben per E-Mail an bewerbung.richterschaft@senjustva.berlin.de. oder postalisch an Senatsverwaltung für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung, Referat I A, Salzburger Straße 21-25, 10825 Berlin.

Bewerbungsfristen bestehen nicht.

Ihrem Bewerbungsschreiben fügen Sie bitte in der vorgegebenen Reihenfolge (bei elektronischen Bewerbungen in einer PDF-Datei) bei:

  • einen ausgefüllten Fragebogen für Interessentinnen und Interessenten des richterlichen oder staatsanwaltlichen Probedienstes
  • eine Einverständniserklärung zur Einsichtnahme in Ihre Personalakten
  • einen maschinenschriftlichen tabellarischen Lebenslauf
  • Ablichtungen folgender Zeugnisse über
    • erstes und zweites Staatsexamen
      (einschl. Einzelübersicht der Noten der II. Staatsprüfung)
    • Ausbildungsstationen
    • Arbeitsgemeinschaften
    • ggfs. sonstige Prüfungen oder Tätigkeiten

Weitergehende Fragen beantworten Ihnen gern die zuständigen Personalreferentinnen und -referenten, Richterin am Landgericht Dr. Heiland (Tel. 030-9013-3960), Richterin am Sozialgericht Wagner (Tel. 030-9013-3065) und Richterin am Kammergericht Dr. Wyes-Scheel (Tel. 030-9013-3336).

Fragebogen für Interessentinnen und Interessenten des richterlichen oder staatsanwaltlichen Probedienstes

PDF-Dokument (111.1 kB)

Einverständniserklärung zur Einsicht in die Personalakten

PDF-Dokument (117.9 kB)

Besoldungsgrundsätze

PDF-Dokument (612.6 kB)