Hallo zusammen,
mein Name ist Marie-Louise und ich bin nun seit fast einem Jahr als Rechtspflegerin bei der Senatsverwaltung für Justiz und Verbraucherschutz tätig.
Nach meinem Bachelorabschluss im Bereich der Kommunikationswissenschaften habe ich mich entschieden, das Rechtspflegerstudium zu beginnen. Kennengelernt habe ich den Beruf durch meine Tante, die ebenfalls als Rechtspflegerin tätig war. Zur beruflichen Umorientierung haben mich vor allem zwei Dinge bewogen: Das Interesse an juristischen Themen einerseits und die berufliche Sicherheit andererseits.
Der Studienbeginn fiel dann mitten in die Corona-Pandemie. Allein saßen wir mit unseren Habersäcken vor den Bildschirmen, während uns beispielsweise das Trennungs- und Abstraktionsprinzip erklärt wurde. Mit dem Ende der Pandemie kamen dann die ersten Kontakte zu Mitstudierenden. Wir durften endlich in die Uni! Dank der Vorlesungen und AGs fand man sich nicht nur zu Lerngruppen zusammen, sondern es entstanden auch erste Freundschaften. Und schon stand das Examen vor der Tür: Drei Jahre intensives Pauken sollte sich endlich auszahlen. Nach Tagen des Wartens stand fest: Wir haben geschafft! Nach der sowohl schriftlichen als auch mündlichen Prüfung durften wir uns endlich Rechtspfleger nennen.
Eine letzte Sache stand jedoch noch aus: Die Entscheidung, an welchem Gericht man nun anfangen darf. Oder in meinem Fall eben Verwaltung. Seitdem bin ich Referentin bei der Senatsverwaltung für Justiz und Verbraucherschutz.
Wie man an meinem Beispiel sieht, kann man, wenn man das auch möchte, nicht nur die typischen Rechtspflegertätigkeiten wie Grundbuch- oder Nachlassangelegenheiten wahrnehmen. Langweilig wird es auf jeden Fall nicht!
Vielleicht begegnen wir uns ja irgendwann einmal als Kolleginnen & Kollegen!